https://www.faz.net/-gv6-15b0x

Medienschau : Automarkt verliert an Schwung

  • Aktualisiert am

Die American International Group (AIG) will laut Kreisen zwei japanische Lebensversicherungssparten erneut zum Verkauf stellen und hofft auf Erlöse von rund 5 Milliarden Dollar. Zudem habe das Management interne Differenzen über die geplante Veräußerung der größten ausländischen Lebensversicherungssparte AIA geklärt, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. AIG trennt sich von Vermögenswerten, um ihren hohen Schuldenberg gegenüber der amerikanische Regierung abzutragen. Der Versicherungskonzern mit Sitz in New York war Ende 2008 und Anfang 2009 mit umfangreichen Staatshilfen vor dem Zusammenbruch gerettet worden. Gegen Ende des vergangenen Jahres hatte AIG jedoch den Verkauf der japanischen Lebensversicherungsgeschäfte AIG Star Life Insurance Co and AIG Edison Life Insurance Co ausgesetzt. Die beiden Töchter hätten sich zunächst stabilisieren müssen. Seitdem habe sich die Geschäftsentwicklung von AIG Star und AIG Edison zusammen mit dem wirtschaftlichen Umfeld aber verbessert, zitiert die Zeitung eine Person mit entsprechenden Informationen. Laut Analysten wäre der amerikanische Versicherer Prudential Financial ein naheliegender Käufer der beiden Sparten. Ungeachtet der Namensähnlichkeit hängt der Lebensversicherungs- und Pensionsspezialist aus dem Bundesstaat New York nicht mit dem britischen Versicherer Prudential zusammen, dessen geplante Akquisition der AIG-Sparte AIA vor Kurzem gescheitert ist. Prudential Financial ist bereits in Japan vertreten und hat ihr Interesse auch öffentlich bekundet. Nach Einschätzung von Angelo Graci, Managing Director bei Chapedaine Credit Partners in New York, könnten die beiden japanischen Sparten auf Basis ihres Buchwertes zwischen 4 Milliarden und 6 Milliarden Dollar wert sein. Im März hatte sich AIG mit dem britischen Wettbewerber Prudential über den Verkauf der Sparte American International Assurance Ltd (AIA) für 35,5 Millionen Dollar geeinigt. Einige Aktionäre der Prudential hatten allerdings den hohen Übernahmepreis kritisiert und einer geplanten Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Transaktion ihre Zustimmung verweigert. Das Management hatte daraufhin erneut über den Preis verhandelt. AIG-CEO Robert Benmosche drängte trotzdem auf einen Verkauf an die Briten zu einem niedrigeren Preis, wurde jedoch vom größten Teil des restlichen Managements überstimmt. Nach den gescheiterten Preisverhandlungen sagte Prudential Anfang Juni die Übernahme schließlich ab. Nachdem die Spannungen im Konzernmanagement von AIG zunächst zunahmen, hätten sich Benmosche und Chairman Harvey Golub nun versöhnt, hieß es. Die Manager wollten nun auf einen Börsengang von AIA bis Ende des Jahres hinarbeiten. Ein Sprecher von Prudential wolle mögliche Akquisitionen nicht kommentieren. Auch eine AIG-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab. (Dow Jones Newswires)

Qiagen will jährlich um mindestens zehn Prozent wachsen

Der Biotechnologie-Konzern Qiagen will organisch jährlich mindestens um zehn Prozent wachsen. Vorstandschef Peer Schatz sagte in einem Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zu den Wachstumszielen des TecDax-Konzerns: „Im Vordergrund steht das organische Wachstum aus eigener Kraft. Hier wollen wir jedes Jahr prozentual zweistellig zulegen.“ Zudem seien punktuelle Zukäufe vorgesehen, „wo es strategisch passt und technologisch sinnvoll ist“. (dpa-AFX)

Bahn-Chef Grube offen für Verkauf von Arriva-Sparten

Weitere Themen

Dax schleppt sich in ein leichtes Plus

Corona-Sorgen : Dax schleppt sich in ein leichtes Plus

Der deutsche Aktienmarkt kommt nur mühsam vom Fleck. Allerdings profitieren die Kurse der Pharmaunternehmen Biontech und Curevac von den Erfolgsmeldungen um ihre Impfstoffe. Der Konkurrent Merck setzt sich wegen einer Kaufempfehlung an die Spitze des Leitindex.

Topmeldungen

Die Bundeskanzlerin am Mittwoch vor der Pressekonferenz im Kanzleramt.

Verlängerter Teil-Lockdown : Wo ist der rote Faden?

Merkel und die Ministerpräsidenten stehen immer im Verdacht, selbst wenn sie noch so ausgewogen handeln, doch relativ wahllos zu entscheiden. Das mehrt die Unzufriedenheit – ist aber der goldene Mittelweg.

Zum Tod von Diego Maradona : In den Händen Gottes

Bei der WM 1986 wurde er in Argentinien zum Heiligen. Er war einer, der es nach ganz oben schaffte. Nun muss die Fußball-Welt sich von einem ihrer größten Spieler verabschieden: Im Alter von nur 60 Jahren ist Diego Armando Maradona gestorben.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.