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Medienschau : Autoabsatz in den Vereinigten Staaten boomt

  • Aktualisiert am

Kuka schreibt schwarze Zahlen, Roche dämpft die Erwartungen. Sanofi hebt wohl die Übernahmeofferte für Genzyme an, Electronic Arts die Gewinnprognose. Die Citigroup übernimmt EMI, der Euro-Rettungsfonds womöglich griechische Staatsanleihen.

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          Unternehmensnachrichten

          Kuka schreibt schwarze Zahlen

          Der Roboterbauer Kuka bekommt den Aufschwung in der Autoindustrie zu spüren. Im vierten Quartal verzeichneten die Augsburger einen operativen Gewinn (Ebit) von 11,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahr war noch ein Verlust von knapp 25 Millionen Euro zu Buche gestanden. Der Umsatz kletterte binnen Jahresfrist um knapp ein Drittel auf 324,6 Millionen Euro.

          Für das neue Jahr zeigte sich Vorstandschef Till Reuter angesichts eines dicken Auftragspolsters optimistisch. „Kuka blickt zuversichtlich ins Jahr 2011“, erklärte er. Das Volumen der neuen Orders nahm den Angaben zufolge um gut ein Fünftel auf rund 280 Millionen Euro zu. Der Auftragsbestand zum Jahresende lag bei 1,14 Milliarden Euro, gut ein Viertel mehr als noch Ende 2009. „Kunden im Segment Automotive haben im vierten Quartal weniger Großprojekte innerhalb der Rahmenverträge abgerufen, jedoch im Januar 2011 konnte wieder ein starker Anstieg bei den Auftragseingängen verzeichnet werden“, teilte Kuka mit. „Damit bleibt der positive Trend der hohen Investitionsbereitschaft bei den Kunden ungebrochen.“ (Reuters)

          Roche dämpft Erwartungen für 2011

          Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche geht mit geringeren Erwartungen als früher ins Jahr 2011. Der Konzern erwartet unter Ausschluss von Wechselkursänderungen und den stark schwankenden Tamiflu-Verkäufen ein Umsatzwachstum im unteren einstelligen Bereich. Das spiegle auch die Auswirkungen der Gesundheitsreform in den Vereinigten Staaten und die europäischen Sparmaßnahmen wider, teilte Roche am Mittwoch mit. In den vergangenen Jahren hatte Roche zumindest ein mittleres
          einstelliges Wachstum anvisiert.

          2010 sank der Umsatz um drei Prozent auf 47,47 Milliarden Franken (36,8 Milliarden Euro). Im Lokalwährungen gerechnet stagnierten die Verkäufe. Weil Kosten für die Genentech-Übernahme wegfielen, stieg der Reingewinn dennoch um vier Prozent auf
          8,89 Milliarden Franken. Der Basler Arzneimittelhersteller schnitt damit schlechter als im Markt erwartet ab.

          Für das laufende Jahr stellte Roche einen Anstieg des bereinigten Gewinns je Genussschein und Inhaberaktie um einen hohen einstelligen Prozentsatz in Aussicht.
          Roche will die Dividende auf 6,60 Franken je Titel von sechs Franken im Vorjahr anheben. (Reuters)

          Sanofi hebt Übernahmeofferte für Genzyme an

          Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis hebt Kreisen zufolge seine Übernahmeofferte für die amerikanischen Biotechfirma Genzyme an. Sanofi biete nun „etwas mehr“ als 70 Dollar, nachdem das Angebot bislang bei 69 Dollar lag und Genzyme damit mit 18,65 Milliarden Dollar bewertete, erfuhr Reuters am Dienstag von einer mit der Sache vertrauten Person. Zudem sei eine Sonderzahlung geplant, die vom Erfolg eines geplanten Genzyme-Medikaments abhänge. Auf die von Genzyme geforderten 75 Dollar habe Sanofi sein Angebot aber nicht aufgestockt. Das tatsächliche Gebot hänge vom Ergebnis einer Prüfung der Genzyme-Bücher durch die Franzosen ab.

          Reuters hatte bereits am Montag aus Kreisen erfahren, beide Seiten hätten sich im Grundsatz auf die Umrisse einer Übernahmevereinbarung geeinigt. Am 15. Februar läuft die ursprüngliche Offerte von Sanofi aus, die Genzyme als zu niedrig abgelehnt hatte. (Reuters)

          Autoabsatz in den Vereinigten Staaten boomt

          Die Autobranche hat ihre Verkaufszahlen in den Vereinigten Staaten im Januar um rund 18 Prozent gesteigert. Zuwächse verbuchten vor allem Porsche sowie die heimischen Hersteller General Motors und Chrysler, die ihren Rivalen Marktanteile abjagten. Der Januar zählt üblicherweise zu den schwächsten Verkaufsmonaten für die Autohersteller.

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