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Medienschau : Australische Notenbank erhöht Leitzins

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Société Générale will Kapitalerhöhung über 4,8 Milliarden Euro, Bilfinger übernimmt MCE-Gruppe - Kapitalerhöhung, Tesco weist mehr Gewinn aus als erwartet, bei Air Berlin sinkt die Auslastung, Presse: Primus erhält Zuschlag für Taiwangeschäft von AIG, Caterpillar will ab Januar Preise erhöhen, Bosch droht angeblich höherer Verlust als erwartet, Konsortium will angeblich Volvo kaufen, Japan: Absatz von Importfahrzeugen minus 13,1 Prozent, Blatt- Golfstaaten wollen Dollar als Devise im Ölhandel ersetzen

          6 Min.

          Unternehmen

          Société Générale macht Kapitalerhöhung über 4,8 Milliarden Euro

          Die französische Großbank Societe Generale strebt eine Kapitalerhöhung über 4,8 Milliarden Euro an. Wie die SocGen am Dienstag mitteilte, sollen die neuen Aktien den bestehenden Aktionären angeboten werden. Die Aktionäre können zwei neue Aktien für neun bestehende zeichnen. Der Ausgabepreis liege bei 36 Euro je Anteilsschein. Mit dem frischen Geld will die Bank gewährte Staatshilfen zurückzahlen und sich für Zukäufe rüsten. Die Bank befindet sich bereits in Gesprächen mit Dexia über den Kauf von 20 Prozent an der Credit du Nord. Den Angaben zufolge soll die Ausgabe der neuen Aktien keine Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktie im nächsten Jahr haben. Zudem teilte die Bank mit, das dritte Quartal habe sich operativ ähnlich wie das erste Halbjahr entwickelt. (dpa-AFX)

          Bilfinger übernimmt MCE-Gruppe - Kapitalerhöhung

          Die Bilfinger Berger AG hat am 6. Oktober 2009 einen Kaufvertrag über sämtliche Anteile an der MCE Beteiligungsverwaltungs in Linz abgeschlossen. Der Kaufpreis beträgt 350 Millionen Euro. Die Akquisition steht noch unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Freigabe durch die Europäische Kommission. Zudem hat der Vorstand der Bilfinger Berger AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 7. Mai 2009 zur Erhöhung des Grundkapitals (Genehmigtes Kapital 2009) Gebrauch gemacht und eine Bezugsrechts-Kapitalerhöhung beschlossen. Das Grundkapital der Gesellschaft soll unter teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2009 durch Ausgabe von 8.828.025 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien erhöht werden, was rund 25 Prozent des bisherigen Grundkapitals entspricht. Die neuen Aktien werden durch die Mitglieder eines Bankenkonsortiums bestehend aus der Commerzbank, Deutscher Bank und BNP Paribas mit der Verpflichtung übernommen, sie den bezugsberechtigten Aktionären zu den im Bezugsangebot genannten Bedingungen im Verhältnis 4:1 (d.h. vier alte Aktien berechtigen zum Bezug von einer neuen Aktie) zum Bezug anzubieten. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2009 gewinnanteilsberechtigt. Der Bezugspreis beträgt Euro 30,60. Das Bankenkonsortium hat sich gegenüber der Bilfinger Berger AG zur vollständigen Übernahme der neuen Aktien zum Bezugspreis verpflichtet. (Ad-hoc)

          Tesco weist mehr Gewinn aus als erwartet

          Großbritanniens größter Einzelhändler Tesco hat im ersten Halbjahr einen höheren Gewinn erwirtschaftet als erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Gewinn vor Steuern und Sondereffekten um 8,6 Prozent auf 1,57 Milliarden britische Pfund (1,7 Milliarden Euro) gestiegen, teilte Tesco am Dienstag in London mit. Analysten hatten im Schnitt mit 1,48 Milliarden Pfund gerechnet. Der Umsatz legte in den 26 Wochen bis Ende August um 9,3 Prozent auf 27,78 Milliarden Pfund zu und fiel damit etwas niedriger als von den Experten geschätzt aus. Den Aktionären will der Konzern eine höhere Zwischendividende zahlen und sieht sich auf gutem Weg, sein Schuldenziel für dieses Jahr zu erreichen. „Wir sind gut positioniert für eine Erholung der Wirtschaft“, sagte Vorstandschef Terry Leahy. (dpa-AFX)

          Bei Air Berlin sinkt die Auslastung

          Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin konnte im Monat September eine Erlössteigerung pro Sitzplatzkilometer um 4,4 Prozent von 5,96 Vent im September 2008 auf 6,22 Cent im September 2009 verzeichnen. Mit 2.708.172 Gästen im September dieses Jahres beförderte das Unternehmen jedoch 5,1 Prozent weniger Passagiere als im Vergleichsmonat des Vorjahres (September 2008: 2.854.278). Grund dafür ist die gezielte Kapazitätsreduzierung von 4,8 Prozent. Gleichzeitig verringerte sich die Auslastung der Flugzeuge um 0,2 Prozentpunkte auf 82,3 Prozent (September 2008: 82,5 Prozent). Von Januar bis September 2009 flogen insgesamt 20.977.804 Gäste mit Air Berlin. Das entspricht einem Minus von 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2008: 22.107.115). Dem steht eine kumulierte Kapazitätsreduzierung von 3,5 Prozent gegenüber. Die Auslastung der Flugzeuge ging im 9-Monatsvergleich von 79,2 auf 77,9 Prozent zurück (-1,3 Prozentpunkte). (Ad-hoc)

          Presse: Primus erhält Zuschlag für Taiwangeschäft von AIG

          Der Finanzdienstleister Primus Financial erhält einem Zeitungsbericht zufolge den Zuschlag für das Taiwangeschäft der American International Group (AIG). Primus bezahle 2,2 Milliarden Dollar für die Sparte, schreibt die taiwanische Zeitung „Economic Daily“. Der Vertrag werde am Freitag unterschrieben. Der Preis ist höher, als das, was sich der amerikanische Versicherer erhofft hatte und am Markt erwartet worden war. Im Bieterkampf um das Taiwangeschäft habe Primus Chinatrust Commercial mit Zusagen für den Pensionsfonds und die Qualitätsstandards geschlagen. Chinatrust habe dem Bericht zufolge zwar mehr geboten, war dem Versicherer aber bei der Frage um die Pensionen nicht entgegen gekommen. (dpa-AFX)

          Caterpillar will ab Januar Preise erhöhen

          Der Baumaschinenhersteller Caterpillar erhöht die Preise für die meisten seiner Maschinen ab Januar 2010 um bis zu 2 Prozent. Die Preiserhöhung variieren je nach Region und Produkt, wie der amerikanische Konzern am Montag mitteilte. Einzelheiten würden den Händlern direkt bekannt gegeben. Investoren hatten befürchtet, der Konzern aus Peoria im Bundesstaat Illinois könnte seine Produkte im schwachen wirtschaftlichen Umfeld nur mit Rabatten absetzen. Das Management hatte im Sommer jedoch gegenüber Analysten erklärt, lieber die Produktionsrate drosseln als Rabatte gewähren zu wollen. Man gehe unverändert von einem kurzfristigen Nachfrageeinbruch aus. (Dow Jones Newswires)

          Bosch droht höherer Verlust als erwartet - Handelsblatt

          Der Automobilzulieferer Bosch ist möglicherweise tiefer in den roten Zahlen gerutscht, als bislang erwartet. Der Stuttgarter Konzern rechnet 2009 mit einem Verlust von bis zu 3 Milliarden Euro, berichtet das „Handelsblatt“ am Dienstag unter Berufung auf Unternehmenskreise. Dies wäre fast dreimal so viel, wie Vorstandsvorsitzender Franz Fehrenbach im April angekündigt hatte. Ein Sprecher der Robert Bosch GmbH war nicht umgehend für eine Stellungnahme zu erreichen. Im April hatte Fehrenbach noch mit einem Umsatzrückgang zwischen 10 Prozent und 15 Prozent gerechnet. Vor Steuern werde dann ein Verlust von bis zu 3 Prozent der Erlöse eintreten, führte er seinerzeit aus. Für Bosch wäre es der erste Verlust in der Nachkriegszeit. Allerdings stützte sich die Prognose auf die Hoffnung, dass sich die wirtschaftliche Lage ab der Jahresmitte bessert, schreibt das „Handelsblatt“. Eine nachhaltige Erholung sei aber bisher nicht eingetreten. Fehrenbach habe deshalb kürzlich auf der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt von einem Umsatzminus von 15 Prozent auf 38 Milliarden Euro im Konzern gesprochen und zugleich vor einem „deutlichen Verlust“ gewarnt. 2008 konnte Bosch einen Fehlbetrag gerade noch vermeiden. (Dow Jones Newswires)

          Konsortium will angeblich Volvo kaufen

          Für die zum Verkauf stehende schwedische Ford-Tochter Volvo gibt es offenbar einen zweiten Interessenten. Ein amerikanische Konsortium unter Beteiligung des früheren Ford-Direktors Michael Dingman sei in das Bieterrennen um die Verluste schreibende Tochter eingestiegen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Montag. Die Gespräche würden seit einiger Zeit geführt. Ein Ford-Sprecher bestätigte, es werde mit mehreren Parteien verhandelt. Zum Zeitplan oder zu den Beteiligten wollte er sich nicht äußern. Die sich Crown-Konsortium nennende Gruppe macht dem chinesischen Autokonzern Geely Konkurrenz, der sein Kaufinteresse schon Anfang September bekundet hatte. Laut der „Financial Times“ hat sich das amerikanische Konsortium bereits die komplette Finanzierung gesichert. Zu der Bietergruppe gehörten neben Dingman auch das ehemalige Mitglied des Chrysler-Managements, Shamel Rushwin. Crown biete deutlich weniger für den Kauf von Volvo als Geely. Geely soll knapp zwei Milliarden Dollar offeriert haben. In beiden Fällen seien indes zusätzliche Investitionen von mehr als drei Milliarden Dollar vorgesehen. Ford hatte im Dezember mitgeteilt, über einen Volvo-Verkauf nachzudenken. Die Marken Aston Martin, Jaguar und Land Rover sind bereits veräußert worden. Die letzten beiden gingen an den indischen Konzern Tata Motors. Der amerikanische Autohersteller will sich künftig auf seine Marken Ford, Mercury und Lincoln konzentrieren. (Reuters)

          Wirtschaft

          Australische Notenbank erhöht Leitzins zum ersten Mal seit März 2008

          Die australische Notenbank hat ihren Leitzins zum ersten Mal seit März 2008 erhöht. Wegen der wieder anziehenden Wirtschaft und besseren Aussichten werde der Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 3,25 Prozent angehoben, teilte die Notenbank am Dienstag in Sydney mit. Die Währungshüter Australiens hatten im Zuge der Finanzkrise wie alle Notenbanken weltweit den Zinssatz, zu dem sich Banken refinanzieren können, kräftig gesenkt. Vor der Krise hatte der Leitzins in Australien bei 7,25 Prozent gelegen. Die australische Notenbank hatte ihn dann in sechs teils deutlichen Schritten um 4,25 Prozentpunkte reduziert - zuletzt im April. Damals wurde der Leitzins allerdings nur noch um 0,25 Prozentpunkte zurückgenommen. (dpa-AFX)

          Japan: Absatz von Importfahrzeugen minus 13,1 Prozent

          Der Verkauf von Importfahrzeugen ausländischer Hersteller in Japan ist im September auf Jahressicht um 13,1 Prozent zurückgegangen. Wie die Japan Automobile Importers Association (JAIA) am Dienstag mitteilte, wurden insgesamt 19.367 Fahrzeuge verkauft. Von Januar bis September belief sich der Absatz auf 119.458 Automobile, ein Rückgang um 21,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. (Dow Jones Newswires)

          Blatt- Golfstaaten wollen Dollar als Devise im Ölhandel ersetzen

          Die arabischen Golfstaaten erwägen einem Zeitungsbericht zufolge, den Dollar als Zahlungsmittel im Rohölhandel zu ersetzen. Zu diesem Zweck hätten die arabischen Golfstaaten bereits geheime Gespräche mit Russland, China, Japan und Frankreich geführt, berichtet die britische Zeitung „The Independent“ auf ihrer Internetseite am Dienstag. Anstelle der amerikanische Devise solle es einen Währungskorb geben, der unter anderen aus dem japanischen Yen, dem chinesischen Yuan, dem Euro und Gold bestehen werde. Für den Übergang sei ein Zeitrahmen von neun Jahren vorgesehen.“Geheime Treffen sind bereits von Finanzministern und Zentralbankgouverneuren mit Russland, China, Japan und Brasilien abgehalten worden, um an dem Plan zu arbeiten. Das Vorhaben bedeutet, dass der Ölpreis nicht länger in Dollar festgesetzt wird“, zitierte das Blatt chinesische Bankenkreise in Hongkong. Die meisten arabischen Golfstaaten haben ihre Währungen an den Dollar angebunden. (Reuters)

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