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Medienschau : Auch Immobilienfonds der Deutschen Bank in Schwierigkeiten

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Das neue Verfahren wurde im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen die frühere Führung der Privatbank Sal. Oppenheim eingeleitet. Unmittelbar nachdem Middelhoff im Frühjahr 2009 bei dem Warenhauskonzern ausgeschieden war, hatte er von Sal. Oppenheim einen Beratervertrag in Sachen Arcandor bekommen. Middelhoff hatte die Öffentlichkeit darüber informiert, aber unter anderem sein Honorar verschwiegen.

Er selbst hatte es vor kurzem mit einem zweistelligen Millionenbetrag angegeben, eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gab es in einem Prüfbericht nach Informationen der Zeitung mit fünf Millionen Euro an, die Staatsanwaltschaft Köln gehe jetzt von 7,6 Millionen Euro aus. Die Behörde hat den Verdacht, dass dieses Honorar weit überhöht war. (dpa-AFX)

Bahn bereitet Arriva-Übernahme vor

Die Bahn bereitet ein konkretes Kaufangebot für das britische Verkehrsunternehmen Arriva vor. Der Bahn-Vorstand wolle sich auf einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am kommenden Mittwoch die Zustimmung für ein milliardenschweres Angebot sichern, zitierte der Berliner „Tagesspiegel“ konzernnahe Kreise. Ein Bahnsprecher wollte den Bericht am Samstag nicht kommentieren.

Die Bahn hat bislang nur ihr Interesse an Arriva bekundet, aber kein Angebot unterbreitet. Als weiterer möglicher Bieter wird demnach Frankreichs Staatsbahn SNCF gehandelt. Am Ende werde der Preis bei 2,1 oder 2,2 Milliarden Euro liegen, sagte ein konzernnaher Kenner des Vorgangs der Zeitung. Die Deutsche Bahn hofft, mit einem Kauf ihre Position in Europa deutlich verbessern. (dpa-AFX)

Daimlers Luxusmarke Maybach steht auf der Kippe

Die schwächelnde Luxusmarke Maybach steht im Automobilkonzern Daimler einem Zeitungsbericht zufolge auf der Kippe. „Das Zahlen sind so irrelevant, dass wir uns mit dem Maybach nicht beschäftigen“, sagte ein Daimler-Vorstand der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Ursprünglich wollte der Konzern dem Blatt zufolge von der 2002 wieder belebten Marke 1.000 bis 1.500 Exemplare pro Jahr verkaufen, dieses Ziel wurde nie erreicht.

Im vorigen Jahr wurde gerade noch 200 Superluxuswagen ausgeliefert, ein Absatzziel für dieses Jahr wollte der Konzern der Zeitung auf Anfrage nicht nennen. „Die Stückzahlen wurden von Anfang an drastisch verfehlt, ein Gewinn ist nicht vorstellbar“, sagte Autoexperte Stefan Bratzel, Professor an der Fachhochschule Bergisch-Gladbach der Zeitung. Sein schwäbischer Kollege Willi Diez sieht den Konzern im strategsichen Dilemma: „Die Marke ganz einzustellen wäre ein Gesichtsverlust, eine Offensive aber zu teuer, zudem würde damit die S-Klasse angegriffen“, sagte Diez dem Blatt. (dpa-AFX)


Wirtschaftsnachrichten

BDI und Regierung rechnen mit anhaltendem Wachstum

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ist bei seiner Wachstumsprognose für Deutschland etwas optimistischer als die Bundesregierung. „1,5 Prozent Wachstum ist wohl die richtige Prognose“, sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel am Sonntag in Hannover. Für 2010 rechnen die Konjunkturexperten der Bundesregierung mit 1,4 Prozent, wie der „Spiegel“ berichtete. Für 2011 erwarte der Bund zudem 1,6 Prozent und gebe sich damit für dieses Jahr etwas optimistischer als die führenden Forschungsinstitute. Die gehen in ihrem jüngsten Gutachten 1,5 Prozent Wachstum in diesem und 1,4 Prozent im nächsten Jahr aus.

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