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Medienschau : Auch Immobilienfonds der Deutschen Bank in Schwierigkeiten

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Die SEC wirft Goldman Sachs vor, ihre Kunden Anfang 2007 mit einem Finanzprodukt getäuscht und um mehr als eine Milliarde Dollar gebracht zu haben. Die Mittelstandsbank IKB, die vom deutschen Steuerzahler gerettet werden musste, hat laut Anklageschrift fast ihren gesamten Einsatz von 150 Millionen Dollar verloren. Goldman Sachs sieht sich als Opfer des Finanzgeschäfts. (dpa-AFX)

Auch ein Immobilienfonds der Deutschen Bank in Schwierigkeiten

Die Liste der strauchelnden Immobilienfonds wird immer länger: Nach Fonds der amerikanischen Banken Morgan Stanley und Goldman Sachs gibt es nun auch bei einem von der Deutschen Bank verwalteten Fonds Probleme.

Der „Rreef America Reit III“ war massiv im Wert gefallen, so dass das Frankfurter Geldhaus einschreiten musste. „Wir haben für den Fonds eine Restrukturierungslösung erarbeitet, bei der die Deutsche Bank, Kreditgeber und Investoren einen Beitrag geleistet haben“, sagte ein Sprecher am Samstag. Privatinvestoren seien nicht betroffen. Der Vorgang sei Ende 2009 abgeschlossen worden.

Hintergrund der Probleme ist der am Boden liegende Markt für Gewerbeimmobilien. Vor allem in den Vereinigten Staaten stehen wegen der Krise viele Büros, Läden und Fabrikhallen leer. Die Mieteinnahmen fehlen an allen Ecken und Enden, zudem sinkt der Wert der Immobilien rapide. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ hat der „Rreef America Reit III“ seinen Investoren einen Verlust von mindestens 65 Prozent beschert. Die Deutsche Bank sei an dem 2,6-Milliarden-Dollar- Fonds mit knapp zehn Prozent beteiligt, die restlichen Gelder stammten von amerikanischen Pensionsfonds. Diese beklagten vereinzelt bis zu 82 Prozent Verlust.

Einige Experten fürchten bereits, dass die nächste Welle der Finanzkrise droht. Nach Berechnungen des amerikanischen Kongresses schwebt fast jede Dritte der rund 8100 Banken des Landes in Gefahr, von platzenden Darlehen für Gewerbeimmobilien in den Abgrund gerissen zu werden. Auch viele Rentner wären betroffen: Ihre Pensionsfonds haben stark in Immobilien investiert. (dpa-AFX)

Niederländischer Halbleiterhersteller NXP will an amerikanische Börse

Der niederländische Halbleiterhersteller NXP Semiconductor will in den Vereinigten Staaten an die Börse und damit bis zu 1,15 Milliarden Dollar einnehmen. Einen entsprechenden Antrag reichte das Unternehmen am Freitag ein. NXP gehört zu 80 Prozent einer Reihe von Finanzinvestoren wie KKR, Bain Capital, Silver Lake Partners und Apax. 2006 hatte der niederländische Elektronikkonzern Philips sich von einem Großteil seiner Anteile an NXP getrennt und hält mittlerweile noch rund 20 Prozent an dem Unternehmen. NXP verbuchte 2009 einen Verlust von 161 Millionen Dollar. Im Jahr zuvor war es allerdings noch ein Minus von 3,57 Milliarden Dollar. (dpa-AFX)

Neue Ermittlungen gegen früheren Arcandor-Vorstand Middelhoff

Gegen den früheren Arcandor-Vorstandschef Thomas Middelhoff ermittelt jetzt neben der Staatsanwaltschaft in Bochum auch die Anklagebehörde in Köln. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Samstagsausgabe.

Im vergangenen Jahr hatte die Staatsanwaltschaft Bochum nach dem Fast-Zusammenbruch des Warenhauskonzerns gegen Middelhoff ein Verfahren wegen Verdachts der Untreue eingeleitet. Jetzt ermittele die Kölner Staatsanwaltschaft gegen den 56-Jährigen wegen Verdachts der Beihilfe zur Untreue, berichtet die Zeitung.

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