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Medienschau : Arques verschiebt erneut Veröffentlichung von Geschäftszahlen

  • Aktualisiert am

Thyssen-Krupp-Chef Schulz warnt vor „Rohstoff-Zockern“, Krones stellt für 2010 eine Dividende in Aussicht, Müller erhöht die Beteiligung an Douglas. EZB-Chefvolkswirt Stark kündigt eine rigidere Geldpolitik an und Fitch senkt sein Spanien-Rating auf „AA+“.

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          Unternehmen

          Arques verschiebt erneut Veröffentlichung von Geschäftszahlen

          Die krisengeplagte Beteiligungsgesellschaft Arques hat die für Montag geplante Vorlage der Geschäftszahlen für 2009 erneut verschoben. Entgegen den Erwartungen habe die den Jahresabschluss 2009 beeinflussende Transaktion noch nicht abgeschlossen werden können, teilte das Unternehmen am Sonntag zur Begründung mit. Der Vorstand habe deswegen entschieden, die für Montag geplante Veröffentlichung der Zahlen für das abgelaufenen Jahr sowie für das erste Quartal 2010 abzusagen. Ein neuer Veröffentlichungstermin werde in Kürze bestimmt. Erst Ende April hatte die Beteiligungsgesellschaft die Veröffentlichung des Jahresabschluss auf den 31. Mai verschoben. Arques kämpft seit längerem mit tiefroten Zahlen. (Reuters)

          Thyssen-Krupp-Chef warnt vor „Rohstoff-Zockern“

          Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz befürchtet eine gewaltige Spekulationsblase an den internationalen Rohstoffmärkten. Diese könne in ihren „Dimensionen sogar noch größer werden als das Immobilienproblem in den Vereinigten Staaten vor zwei Jahren“, sagte Schulz dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Im Kampf gegen die Zocker hat ThyssenKrupp neben dem Bundeskartellamt und der Europäischen Kommission auch die Bundesregierung um Hilfe gebeten, die das Thema auf dem nächsten G20-Gipfel in Toronto Ende Juni ansprechen will.

          Hintergrund für die Sorge des Stahlmanagers sind die sprunghaft gestiegenen Preise für Eisenerz auf dem Weltmarkt, die sich Schulz zufolge innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt haben. Wenige große Produzenten nutzten ihre Marktmacht „unverantwortlich“ aus. Diese Entwicklung rufe große Investmentbanken auf den Plan, warnte Schulz: „Sie sind derzeit in unseren Märkten unterwegs, heuern Rohstoffspezialisten an, kaufen Handelshäuser und mieten Lagerflächen in großen Häfen, um Erze zu Spekulationszwecken zwischenzulagern.“ Dabei seien die geplanten Geschäfte „reine Wetten auf bestimmte Preisentwicklungen“, alle „ohne realwirtschaftlichen Hintergrund“.

          Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft könnten nach Einschätzung von Schulz verheerend sein. Allein in Deutschland seien 35 Prozent der industriellen Wertschöpfung vom Stahl abhängig. „Keine Brücke, kein Hochhaus und keine Autoproduktion wäre berechenbar, wenn der Erz- und damit der Stahlpreis sich ständig ändert und zum Spielball von Spekulanten wird“, warnte der Manager. (dpa-AFX)

          Gerüchte um Übernahme von Gildemeister

          Nach einem Bericht der „Financial Times Deutschland“, ist der japanische Konzern Mori Seiki an einer schrittweisen Übernahme des deutschen Werkzeugmaschinenbauers Gildemeister interessiert. Es werde erwartet, dass Mori Seiki möglichst schnell einen Anteil von 30 Prozent erwerben wolle. Schon jetzt solle er zehn Prozent der Anteile inne haben. Zudem schreibe das Blatt über die Ablösung von Finanzvorstand Michael Welt. Die Trennung sei Mitte Mai erfolgt, weil sich Welt mit Vorstandschef Rüdiger Kapitza bei der Bewertung von Beständen uneinig gewesen sei. Er war durch Kathrin Dahnke ersetzt worden. Als Quelle nenne die Zeitung Firmen-Insider. (dpa-AFX Broker)

          Krones stellt für 2010 Dividende in Aussicht

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