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Medienschau : Apple steigert den Gewinn um 165 Prozent

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Die größte deutsche Landesbank LBBW hat im zweiten Quartal 2010 Kreisen zufolge rote Zahlen geschrieben. Die Landesbank Baden- Württemberg habe von April bis Juni einen Verlust im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich eingefahren, bestätigten Eigentümerkreise am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa einen entsprechenden Bericht des Südwestrundfunks (SWR). Grund sind dem Bericht zufolge Abschreibungen auf Staatsanleihen von Griechenland, Spanien und Portugal. Ein LBBW-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. „Die Zahlen zum 30. Juni liegen noch nicht vor“, sagte er. Im Auftaktquartal 2010 hatte das Geldhaus zwar noch einen kleinen Gewinn von 136 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war das allerdings ein Einbruch um 42 Prozent. 2008 und 2009 hatte das Institut tiefrote Zahlen geschrieben und musste von seinen Eignern - dem Land Baden-Württemberg, den Sparkassen und der Stadt Stuttgart - gestützt werden. In den neuen Aufsichtsrat der LBBW ziehen ausschließlich Mitglieder der schwarz-gelben Koalition ein. Im Landtagspräsidium wurde am Dienstagabend verkündet, dass Finanzminister Willi Stächele (CDU) und Justizminister Ulrich Goll (FDP) das Land in dem Gremium vertreten sollen. Wie die Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart erfuhr, gilt als sicher, dass CDU-Fraktionschef Peter Hauk den dritten Platz einnehmen soll. Damit geht die SPD-Opposition leer aus. Der neue Aufsichtsrat ersetzt von September an die Trägerversammlung und den Verwaltungsrat der LBBW. Die Haupteigentümer, das Land, die Sparkassen und die Stadt Stuttgart, hatten sich gegenüber der EU verpflichtet, ein neues Aufsichtsgremium zu schaffen. Dafür billigte die Europäische Kommission die Milliardenhilfe für die Bank. (dpa-AFX)

FDA lehnt Roche-Medikament Avastin ab

Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche hat mit seinem umsatzstarken Krebs-Medikament Avastin in den Vereinigten Staaten einen herben Rückschlag erlitten. Ein Beraterausschuss der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA empfahl am Dienstagabend, die Zulassung des Medikaments zur Brustkrebsbehandlung zurückzuziehen. Bisher ist das wichtigste Medikament von Roche in den Vereinigten Staaten für diese Indikation nur vorläufig zugelassen. Das Gremium votierte mit zwölf zu einer Stimme für den Entzug der Zulassung. Die Mitglieder des Ausschusses erklärten, der Nutzen von Avastin bei Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium sei nicht groß genug, um die erheblichen Risiken zu rechtfertigen. Das letzte Wort hat allerdings die FDA selbst. Die Behörde folgt aber üblicherweise den Empfehlungen ihrer Expertengremien, wenngleich sie nicht daran gebunden ist. Seit der vorläufigen Zulassung im Februar 2008 wird Avastin in den Vereinigten Staaten für die Erstbehandlung von Brustkrebspatientinnen in Kombination mit einer Chemotherapie eingesetzt. Die FDA hatte die endgültige Marktfreigabe von weiteren klinischen Tests abhängig gemacht, die die Wirksamkeit von Avastin bestätigten sollten. Am Freitag hatten für das Expertentreffen vorbereitete Dokumente Zweifel an der Wirksamkeit von Avastin geweckt. Der Roche-Genussschein war daraufhin an der Börse eingebrochen. Das von der amerikanischen Tochter Genentech entwickelte Avastin, das mit einem Jahresumsatz von zuletzt 6,2 Milliarden Franken inzwischen das umsatzstärkste Medikament des Basler Konzerns ist, wird auch gegen Darm-, Lungen-, Hirn- und Nierenkrebs eingesetzt. Analysten schätzen, dass rund zehn Prozent der Avastin-Umsätze aus der Brustkrebs-Behandlung kommen. (Reuters)

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