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Medienschau : Amerikanisches Mai-Defizit: 57,64 Milliarden Dollar

  • Aktualisiert am

Telefonica bläst Atento-Börsengang ab, Glencore plant angeblich Milliardenübernahme, Lloyds will scheinbar weitere 15.000 Stellen streichen, Italiens Industrieproduktion steigt stärker als erwartet, AKP gewinnt Wahl in Türkei, Japans Maschinenbauaufträge im April überraschend gefallen, Proteste in Athen, Blatt - Amerikanische Banken treffen Vorsichtsmaßnahmen wegen Budget-Streit

          5 Min.

          Unternehmensnachrichten

          Telefonica bläst Atento-Börsengang ab

          Der spanische Telekomkonzern Telefonica hat den geplanten Börsengang seines Call-Centers Atento abgesagt. Offiziell begründet wurde der Schritt am Freitagabend in Madrid mit den „ungünstigen Marktbedingungen“. Bereits am Vortag war bekannt geworden, dass die Telefonica SA nicht die erhofften bis zu 1,5 Milliarden Euro aus dem Börsengang würde erlösen können. Zuletzt war für die zum Verkauf gestellten bis zu 51 Prozent an Atento noch ein Erlös von 500 Millionen bis 750 Millionen Euro angepeilt worden. Das IPO wäre das erste in Spanien seit dem Listing des Reiseanbieters Amadeus im April 2010 gewesen. (Dow Jones Newswires)

          Glencore fasst 12 Milliarden Pfund schwere Übernahme ins Auge - Zeitung

          Der Rohstoffgigant Glencore zieht einem Zeitungsbericht zufolge einen 12 Milliarden Pfund schweren Zukauf in Erwägung. Objekt der Begierde ist die in London gelistete Eurasian Natural Resources Corp plc (ENRC), wie die „Sunday Times“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichtet. Glencore-CEO Ivan Glasenberg soll in den vergangenen Wochen bereits Gespräche mit den Milliardären Alexander Mashkevitch, Patokh Chodiev und Alijan Ibragimov geführt haben, die gemeinsam rund 45 Prozent an ENRC halten. Weitere 12 Prozent an dem kasachischen Minenkonzern werden von der Regierung Kasachstans gehalten, bei der Glasenberg ebenfalls schon vorgefühlt haben soll. Die Resonanz war laut Zeitung positiv. Weder Glencore noch ENRC waren für eine Stellungnahme zu erreichen. Das Börsendebüt von Glencore im Mai dieses Jahres war der bislang größte Börsengang in London. (Dow Jones Newswires)

          Lloyds will weitere 15.000 Stellen streichen - Sunday Telegraph

          Bei der Lloyds Banking Group stehen einem Zeitungsbericht zufolge weitere umfangreiche Stellenkürzungen auf der Agenda. Wie der „Sunday Telegraph“ berichtet, will die britische Bank, die sich zu 41 Prozent im Besitz des Staates befindet, im Rahmen ihres 1 Milliarden Pfund umfassenden Sparprogramms weitere 15.000 Stellen streichen. Seit der Übernahme von HBOS im Jahr 2008 hat Lloyds bereits rund 27.500 Stellen abgebaut. Eine Sprecherin der Bank sagte auf Anfrage, das Institut äußere sich nicht zu Marktspekulationen. (Dow Jones Newswires)


          Wirtschaftsnachrichten

          Amerikanische Haushaltsdefizit im Mai bei 57,64 Milliarden Dollar

          Die Ausgaben des amerikanischen Staates sind im Mai erneut größer gewesen als die Einnahmen. Wie das amerikanische Finanzministerium am Freitagabend mitteilte, belief sich der Fehlbetrag im Staatshaushalt auf 57,64 Milliarden Dollar. In den ersten acht Monaten des Fiskaljahres, das am 1. Oktober 2010 begann, ist damit ein Budgetdefizit von 927,44 Milliarden Dollar aufgelaufen. Für das Gesamtjahr 2011 hat der überparteiliche amerikanische Rechnungshof ein Haushaltsdefizit von fast 1,5 Billionen Dollar vorhergesagt. Die amerikanische Regierung von Präsident Barack Obama hat angesichts der größten Wirtschaftskrise seit Generationen eine massive Verschuldung in Kauf genommen, um die weg brechenden Ausgaben der Verbraucher und der Unternehmen durch staatliche Impulse zu ersetzen. Mittelfristig will die Regierung die Verschuldung wieder zurückfahren. (Dow Jones Newswires)

          Italien: Industrieproduktion steigt deutlich stärker als erwartet

          In Italien ist die Industrieproduktion im April deutlich stärker gestiegen als erwartet. Im Monatsvergleich sei die Produktion um 1,0 Prozent geklettert, teilte die Statistikbehörde Istat am Montag in Rom mit. Ökonomen hatten mit einem geringfügigen Zuwachs um 0,1 Prozent gerechnet. Zudem wurde der Anstieg im Vormonat mit 0,7 (zunächst 0,4) Prozent höher als bislang ausgewiesen. Im Jahresvergleich stieg die Produktion im April um bereinigt 3,7 Prozent, nach 3,4 Prozent im März. (dpa-AFX)

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