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Medienschau : Amerikanischer Automarkt bricht drastisch ein

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Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Mit dramatischen Umsatzeinbrüchen zeigte sich der Oktober als „schlimmster Monat seit dem Zweiten Weltkrieg“ für den amerikanischen Automarkt, nicht zuletzt wohl, weil, wie die Fed feststellt, sich die Kreditvergabe in Vereinigten Staaten weiter verschärft hat. Dafür hält man die Inflationsrisiken für zerstoben.Die Quartalszahlen von Mastercard sind besser als erwartet, Viacom erleidet derweil einen Gewinneinbruch. Adecco rechnet mit schwierigen Marktbedingungen für das restliche Jahr. Der Rückversicherer Swiss Re rutscht überraschend in die roten Zahlen, FMC und Wacker Chemie bekräftigten ihre Prognosen, die Kuka ebenso wie Pfeiffer Vacuum dagegen senkt. Clariant erhöht den Neunmonats-Gewinn, Beiersdorf erfüllt die Umsatzerwartungen.Siemens steigt aus der Computer-Sparte aus und Porsche plant angeblich eine hohe Sonderdividende. Die WestLB wird das Rettungspaket des Bundes nutzen, die Osteuropabank erwartet wegen der Finanzkrise weitere Notfälle. Ein deutsches Gericht entscheidet, dass ein Geschlossener Immobilienfonds keine sichere Altersvorsorge sei.

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          Unternehmen

          „Schlimmster Monat seit dem Zweiten Weltkrieg“ für amerikanischen Automarkt

          Schwarzer Oktober am amerikanischen Automarkt: Die Verkäufe sind erneut massiv eingebrochen, auch deutsche Hersteller wurden von dem Abwärtssog mitgerissen. Besonders schwer traf es abermals die amerikanischen Autogiganten. Die Opel-Mutter General Motors erlitt einen erdrutschartigen Absatzeinbruch von 45 Prozent. GM-Manager Michael DiGiovanni sprach vom schlimmsten Monat seit dem Zweiten Weltkrieg. Allerdings verkaufte der größte amerikanischen Hersteller mit seinen gut 170.000 Fahrzeugen immer noch mehr als doppelt so viel wie die deutsche Konkurrenz.

          Der gesamte amerikanische Automarkt dürfte im Oktober Branchenschätzungen zufolge um 31 Prozent auf 850.000 Fahrzeuge geschrumpft sein. Experten erwarten, dass im gesamten Jahr weniger als 14 Millionen Fahrzeuge verkauft werden - der weltgrößte Automarkt schrumpft damit rapide auf das Niveau von Anfang der 80er Jahre.

          Der aktuelle freie Fall ist vor allem eine Folge der Kreditkrise und der Wirtschaftsschwäche. Immer mehr Kunden bekommen entweder keine Kredite oder halten angesichts der unsicheren Lage ihr Geld zusammen

          Das „erschreckendste“ an der Entwicklung im Oktober sei, dass von September auf Oktober beim hochgerechneten Jahresabsatz zwei Millionen Fahrzeuge wegbrachen, sagte GM-Manager DiGiovanni in einer Telefonkonferenz am Montag. Bereinigt um den Anstieg der Einwohnerzahl dürfte die Branche den schlechtesten Monat seit Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt haben. GM-Verkaufschef Mark LaNeve stimmte zu: „Es war, als hätte jemand das Licht ausgeknipst.“ Er habe in 27 Jahren im Geschäft so etwas noch nie erlebt.

          Auch in Japan ist der Kfz-Absatz im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,1 Prozent gesunken. Damit wurde den dritten Monat in Serie ein Rückgang verzeichnet. Experten rechnen damit, dass der japanische Kfz-Markt in diesem Jahr auf das niedrigste Niveau seit Jahrzehnten zurückgehen wird. (dpa)

          Swiss Re rutscht überraschend in die roten Zahlen

          Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re ist wegen der Finanzkrise im dritten Quartal überraschend in die roten Zahlen gerutscht. Zwischen Juli und Ende September habe der Verlust 304 Millionen Franken nach einem Gewinn von 1,47 Milliarden Franken im Vorjahr betragen, teilte das im Stoxx50 notierte Unternehmen am Dienstag in Zürich mit. Von der Schweizer dpa-AFX-Partneragentur AWP befragte Branchenexperten hatten im Durchschnitt mit einem Gewinn von 343 Millionen Franken gerechnet. Die Swiss Re setzt wegen der Kreise zudem sein aktuelles Aktienrückkaufprogramm aus. (dpa-AFX)

          FMC bekräftigt Prognosen nach Gewinnanstieg im Quartal

          Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) hat im dritten Quartal bei Umsatz und Gewinn weiter zugelegt. Der Überschuss erhöhte sich um 14 Prozent auf 206 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 209 Millionen Dollar etwas mehr erwartet. Der Umsatz kletterte binnen Jahresfrist um zwölf Prozent auf 2,713 Milliarden Dollar. Der durchschnittliche Umsatz je Behandlung in den Vereinigten Staaten, eine der wichtigsten Kennzahlen von FMC, lag bei 333 (Vorjahr: 327) Dollar.

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