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Medienschau : Amerikanische Notenbank will wegen schwacher Konjunktur mehr Staatsanleihen kaufen

  • Aktualisiert am

Die Gewinne von Eon, Aurubis, KlöCo und Phoenix Solar steigen, Patrizia und Rheinmetall heben die Prognosen an. Eine amerikanische Studie entlastet Toyota, die HSH Nordbank steigt beim Fondshaus HCI ein und die EU genehmigt neue Milliardenhilfen für die Anglo Irish Bank.

          13 Min.

          Unternehmensnachrichten

          Operativer Gewinn von Eon gestiegen

          Der größte deutsche Energiekonzern Eon hat in der ersten Jahreshälfte dank eines gestiegenen Strom- und Gasabsatzes operativ mehr verdient. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) stieg um 11 Prozent auf knapp 6,1 Milliarden Euro, wie der im Dax notierte Versorger am Mittwoch mitteilte. Dabei profitierte Eon von der Wirtschaftserholung und dem langen Winter. Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 44,3 Milliarden Euro. Der Überschuss dagegen ging aufgrund höherer Zins- und Steuerbelastungen um 9 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zurück. Der für die Dividendenberechnung wichtige bereinigte Konzernüberschuss schwächte sich um 1 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro ab. (dpa-AFX)

          Kräftiger Umsatz- und Gewinnsprung bei Aurubis

          Europas größte Kupferhütte Aurubis blickt nach einem Umsatz- und Gewinnsprung in den ersten neun Monaten des Jahres weiterhin optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr 2009/10 (Ende September). Wie die im MDax gelistete Gesellschaft am Mittwoch in Hamburg mitteilte, kletterte der Umsatz wegen höherer Metallpreise um 50 Prozent auf 7,0 Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis kletterte auf 211 (Vorjahr: minus 8) Millionen Euro.

          Unter dem Strich erwirtschaftete der Konzern einen Gewinn von 151 (minus 9) Millionen Euro. Die Kennzahlen lagen über den Prognosen der Analysten. Der Konzern geht von einer Fortsetzung des guten Geschäftslage auch im vierten Quartal aus. Das Jahresergebnis werde deutlich über dem Vorjahr liegen. Dies spiegele die insgesamt gute Geschäftslage wider. Die negativen Bewertungseffekte aus den übernommenen Kupferbeständen der belgischen Cumerio seien vollständig aufgeholt worden bleibt optimistisch (dpa-AFX)

          Klöckner & Co (KlöCo) erhöht nach Gewinnzuwachs Prognose

          Die anziehende Nachfrage und gestiegene Preise haben dem Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) im ersten Halbjahr einen kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg beschert. Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro, wie die im MDax notierte Gesellschaft am Mittwoch in Duisburg mitteilte. Operativ (Ebitda) erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 292 Millionen Euro. Der Überschuss lag bei 49 Millionen Euro. Damit übertraf das Unternehmen die Schätzungen von Analysten. Vor einem Jahr hatte die Gesellschaft wegen der Wirtschaftskrise noch tief in den roten Zahlen gesteckt.

          Der Vorstand erhöhte seine Ergebnisprognose. Der operative Gewinn soll nun auf mehr als 200 Millionen Euro steigen, die Marge über 4 Prozent liegen. Zuvor hatte KlöCo mehr als 3 Prozent für realistisch gehalten. Seine Umsatzprognose bekräftigte das Unternehmen. Die Erlöse sollen im Gesamtjahr um gut ein Viertel steigern. Fast die Hälfte davon geht auf das Konto von Zukäufen. (dpa-AFX)

          Tui wegen Aschewolke in roten Zahlen

          Der weltgrößte Reisekonzern Tui ist wegen der Flugausfälle nach dem Vulkanausbruch in Island im dritten Quartal erneut in die roten Zahlen gerutscht. Dank der positiven Entwicklung der Container-Reederei Hapag-Lloyd erwartet der Vorstand im laufenden Geschäftsjahr (bis Ende September) dennoch eine Rückkehr in die Gewinnzone, wie das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Hannover mitteilte. In den Monaten April bis Juni reduzierte Tui den Verlust unter dem Strich von 470,1 auf 9,4 Millionen Euro und schnitt damit besser ab als von Experten erwartet. Ein Jahr zuvor hatte die Schieflage von Hapag-Lloyd das Unternehmen tief in die Verlustzone gerissen. Der Konzernumsatz schrumpfte nun vor allem wegen der Aschewolke um 4,2 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

          Douglas verdient in den ersten neun Monaten mehr

          Der Handelskonzern Douglas hat in den ersten neun Monaten seines Geschäftsjahres 2009/10 (Ende September) dank seines Deutschlandgeschäfts mehr umgesetzt und verdient als im Vorjahr. Der Umsatz stieg von Oktober bis Juni um 3,2 Prozent auf 2,56 Milliarden Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte der Gewinn um 10,2 Prozent auf 228,3 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdiente Douglas 89 Millionen Euro nach 75,3 Millionen im Jahr zuvor. Der Konzern zählt mit seinen Parfümerien, Buchhandlungen, Schmuckgeschäften und Süßwarenläden zu den klassischen Profiteuren von Weihnachts- und Ostergeschäft. Im Gesamtjahr will Douglas weiter wachsen. (dpa-AFX)

          Rheinmetall hebt Jahresprognose an

          Der Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall hebt wegen der gestiegenen Automobilproduktion seine Jahresprognose für 2010 an. Der Hersteller von Kolben und Motorblöcken sowie Panzern, Waffen und Munition will nun einen Umsatz von rund 3,9 Milliarden Euro erzielen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

          Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll 2010 von 15 Millionen Euro im Vorjahr auf 260 Millionen bis 280 Millionen Euro steigen. Bislang hatte der Düsseldorfer MDax-Konzern eine Umsatzsteigerung von 3,4 Milliarden auf rund 3,7 Milliarden Euro sowie ein Ebit von 220 Millionen bis 250 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

          Für das zweite Halbjahr rechnen die Düsseldorfer mit einer weiter positiven Entwicklung. Dabei dürfte das Umsatzwachstum im Automobilzulieferergeschäft aber unter der Rate der ersten Jahreshälfte zurückbleiben.

          Im zweiten Quartal erzielte das Unternehmen ein Umsatzplus von knapp 17 Prozent auf 928 Millionen Euro. Das Ebit legte von minus 44 Millionen Euro auf plus 62 Millionen Euro zu. Unterm Strich blieben im Zeitraum von April bis Juni 38 Millionen Euro. (dpa-AFX)

          Solarboom treibt Umsatz und Gewinn von Phoenix in die Höhe

          Der Boom in der Solarstrombranche hat dem Anlagenbauer Phoenix Solar im zweiten Quartal Rekordwerte beschert. Der Umsatz schnellte um 145 Prozent auf 283,6 Millionen Euro in die Höhe, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Analystenschätzungen wurden damit um rund 30 Millionen übertroffen. Der operative Gewinn (Ebit) vervielfachte sich noch stärker auf 22,3 (Vorjahr: 0,1) Millionen Euro. Netto verdiente der Konzern 15,9 (1,1) Millionen Euro. Damit habe Phoenix erstmals in der Firmengeschichte bereits im ersten Halbjahr die Hälfte des geplanten Jahresumsatzes und mehr als zwei Drittel des Ebit-Ziels erreicht.

          Dabei profitierte Phoenix Solar wie auch andere Firmen aus der Solarbranche von dem Nachfrageboom nach Solaranlagen vor den Förderkürzungen in Deutschland, die im Juli in Kraft traten.

          Angesichts der reduzierten Einspeisevergütung für Solarstrom geht der Vorstand für den Rest des Jahres von einem deutlich schwächeren Geschäftsverlauf aus. Nun würden Kraftwerksprojekte im Ausland abgewickelt, die zuvor wegen des Booms auf dem Heimatmarkt verschoben worden seien. Zudem gebe es Anzeichen für einen Nachfrageschub im vierten Quartal. Auch habe der bayerische Konzern mit 282 Millionen Euro (plus 55,4 Prozent) ein gutes Auftragspolster im Rücken. (Reuters)

          Patrizia hebt Gewinnprognose für 2010 an

          Die Immobiliengesellschaft Patrizia hat dank der regen Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland ihre Gewinnprognose für dieses Jahr angehoben. Operativ, also vor Steuern und Effekten der Zinsabsicherung, werde nunmehr ein Ergebnis von zehn Millionen Euro angestrebt, teilte Patrizia am Mittwoch in Augsburg mit. Bisher hatte der Konzern eine „spürbare Verbesserung“ der 2,4 Millionen Euro aus 2009 in Aussicht gestellt. In den ersten sechs Monaten 2010 kam Patrizia aber bereits auf fünf Millionen Euro.

          Im zweiten Quartal ergab sich das zuletzt bereits bekannte Bild: operative Fortschritte, unter dem Strich aber rote Zahlen. Aus Derivaten, mit denen sich Patrizia auf Jahre niedrige Zinsen sichert, entstanden von Anfang April bis Ende Juni Belastungen von 3,4 Millionen Euro. Das führte zu einem Konzernverlust von 1,1 (Vorjahr plus 1,1) Millionen Euro. Finanzchef Arwed Fischer sagte Reuters, der Boden bei den Zinsen müsste langsam erreicht sein. Im dritten Quartal sollten sich die Derivate neutral auswirken. Im vierten Quartal könne es dann womöglich Wertaufholungen, also positive Sondereffekte, geben.

          Im operativen Geschäft profitierte Patrizia von mehr Wohnungsverkäufen an private Anleger, Selbstnutzer und Profi-Investoren: Veräußert wurden 474 (147) Wohneinheiten. Der Umsatz verdoppelte sich auf gut 98 Millionen Euro. Im dritten Quartal habe es weitere Transaktionen gegeben, erklärte der Konzern. Anleger, die eine sichere Rendite im Auge hätten, seien primär in München, Hamburg und Teilen Berlins auf der Suche.

          Der Patrizia-Vorstand, der sich zuletzt auf den Verkauf konzentriert hatte, will nun auch wieder verstärkt Wohnungen erwerben. Es sei im Moment aber nicht leicht, zu günstigen Preisen Objekte zu finden, sagte Fischer. (Reuters)

          Studie entlastet Toyota

          Der japanische Autohersteller Toyota kann aufatmen: Nicht technische Unzulänglichkeiten waren Auslöser für viele der Unfälle in den Vereinigten Staaten, sondern Fehler der Fahrer. Eine vorläufige Regierungsstudie hat 58 Unfallschreiber, die sogenannten Black Boxes, ausgewertet. Dabei wurde festgestellt, dass bei mindestens 35 Unfällen die Fahrer überhaupt nicht auf die Bremse getreten hatten; in anderen Fällen bremsten sie nur halbherzig oder in letzter Sekunde. (dpa-AFX)

          HSH Nordbank steigt mit 15 Prozent bei Fondshaus HCI ein

          Die verlustträchtige HSH Nordbank ist bei der Fondsgesellschaft HCI Capital AG eingestiegen. Durch die Umwandlung von Krediten von knapp unter 30 Millionen Euro wird die HSH Nordbank auf einen Anteil von 15,5 Prozent kommen, wie HCI am Dienstag mitteilte. Als Ergebnis der Umwandlung erwartet die HCI Gruppe für 2010 ein positives Konzernergebnis, denn es fallen für die Summe keine Zinsen mehr an.

          Sowohl die HSH Nordbank als auch HCI Capital haben in den vergangenen Jahren Verluste eingefahren. Die HSH wollte auf Anfrage den Grund für den Einstieg nicht kommentieren.
          Es ist nicht selten, dass Kreditgeber ihre Gelder in Eigenkapital des Schuldners umwandeln, wenn sie so höhere Chancen auf eine Rückzahlung sehen. Die HSH wollte nicht bestätigen, dass das bei der jetzigen Umwandlung der Fall ist. (apn)

          Freenet übertrifft Erwartungen und bestätigt Prognose

          Der Mobilfunkdienstleister Freenet hat im zweiten Quartal trotz rückläufiger Umsätze seinen operativen Gewinn erhöht und die Markterwartungen übertroffen. Wie der TecDax-Konzern am Mittwoch mitteilte, sanken die Erlöse in der Periode auf 838,2 Millionen Euro von 891,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte hingegen leicht auf 95 Millionen Euro von 93,3 Millionen Euro zu. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt.

          Mit den Zweitquartalszahlen schnitt Freenet besser ab als erwartet. Von Dow Jones befragte Analysten hatten im Konsens mit einem Umsatz von 818 Millionen Euro und einem Rückgang beim um Einmalkosten bereinigten Ebitda auf 85 Millionen Euro gerechnet. Unter dem Strich verdiente Freenet 23,6 (Vorjahr: 9,4) Millionen Euro. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern weiter ein bereinigtes Ebitda von 350 Millionen Euro im Kerngeschäft an, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage sagte. (Dow Jones)

          Disney steigert Gewinn um 40 Prozent

          Der amerikanische Unterhaltungskonzern Disney hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2009/10 dank Kassenschlagern wie dem Film „Toy Story 3“ und der Erholung des Werbemarkts seinen Gewinn um 40 Prozent gesteigert und die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Doch das Geschäft mit Freizeitparks und DVDs bleibt weiterhin schwierig. Im dritten Quartal, das am 3. Juli endete, erhöhte die Walt Disney ihren Gewinn auf 1,33 Milliarden Dollar oder 0,67 Dollar je Aktie von 954 Millionen Dollar oder 0,51 Dollar je Aktie, wie der Konzern aus Burbank am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 10 Milliarden Dollar. Damit übertraf Disney die Erwartungen der von Thomson Reuters befragten Analysten deutlich, die im Mittel mit einem Gewinn je Aktie von 0,58 Dollar bei Erlösen von 9,38 Milliarden Dollar gerechnet hatten.

          Ein Grund für das unerwartet gute Abschneiden war die Filmsparte, die in die Gewinnzone zurückkehrte und einen operativen Gewinn von 123 Millionen Dollar erzielte nach dem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 12 Millionen Dollar verbucht worden war. Der Umsatz der Sparte kletterte um 30 Prozent auf 1,64 Milliarden Dollar. Profitieren konnte Disney dabei von den Kassenschlagern „Toy Story 3“, „Alice in Wonderland“ und „Iron Man 3“. Allerdings musste Disney-Vorstandschef Bob Iger eingestehen, dass das Geschäft mit dem Verkauf von DVDs „weiterhin schwierig bleibt und schwierig bleiben wird“. Einen Großteil ihrer Gewinne erzielen Filmstudios mit dem Verkauf von DVDs. (Dow Jones)

          ING kommt zunehmend besser aus der Krise

          Der vom Staat gestützte niederländische Finanzkonzern ING kommt zunehmend besser aus der schärfsten Krise der Firmengeschichte. Der vor der Aufspaltung stehende Konzern verdiente zwischen April und Ende Juni wie schon im ersten Quartal mehr als eine Milliarde. Der Überschuss habe 1,09 Milliarden Euro nach 71 Millionen Euro im zweiten Quartal 2009 betragen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Amsterdam mit. Mit dem Überschuss übertraf ING die Erwartungen der Experten deutlich.

          Sorgen bereitete allerdings die zum Verkauf stehende Versicherungssparte des Konzerns. Diese rutschte im zweiten Quartal in die roten Zahlen, während die Niederländer im Bankgeschäft den Gewinn sogar im Vergleich zum bereits starken ersten Quartal steigern konnten. Die ING will sich von ihrem Geschäft mit Versicherungen trennen, um so die Auflagen der EU infolge der erhaltenen Staatshilfen zu erfüllen. (dpa-AFX)

          Nestle bekräftigt Jahresprognose

          Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestle hat seine Ziele für das Gesamtjahr 2010 bekräftigt. Es soll in dem Zeitraum ein organisches Wachstum von rund 5 Prozent sowie eine Verbesserung der Ebit-Marge bei konstanten Wechselkursen gegenüber dem Vorjahr erreicht werden, teilte der Konzern am Mittwochmorgen mit. Als Grund für die Ausblickbestätigung führte das Unternehmen das organische Wachstum sowie die Ebit-Marge der Gruppe in der ersten Jahreshälfte an. Im ersten Halbjahr 2010 erzielte die Nestlé-Gruppe ein organisches Wachstum von 6,1 Prozent, das ein internes Realwachstum von 4,6 Prozent beinhaltet. (Dow Jones)

          Adecco schreibt dank Arbeitsmarkt-Erholung wieder Gewinn

          Der weltgrösste Personalvermittler Adecco hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Laut einer Mitteilung vom Mittwoch erzielte der Konzern einen besser als erwarteten Reingewinn von 97 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 147 Millionen Euro angefallen. Das Umfeld habe sich im abgelaufenen Quartal in den Hauptmärkten Frankreich und in den Vereinigten Staaten bedeutend verbessert. Aber auch die andere Märkte seien zweistellig gewachsen. Im Juni sei der Umsatz organisch und um Arbeitstage bereinigt um rund 16 Prozent gewachsen, hieß es weiter. Der Umsatz wuchs im Berichtszeitraum um fast ein Drittel auf 4,646 Milliarden Euro. Analysten hatten mit einem Reingewinn von 82,6 Millionen Euro und einem Umsatz von 4,527 Milliarden Euro gerechnet. (Reuters)

          EU genehmigt neue Milliardenhilfen für Anglo Irish Bank

          Die Europäische Union hat der irischen Regierung grünes Licht für eine weitere milliardenschwere Kapitalspritze an die Anglo Irish Bank gegeben. Die EU genehmigte am Dienstag neue Hilfen über 8,58 Milliarden Euro - etwa eine halbe Milliarde mehr als ursprünglich geplant. Der EU zufolge könnte das Volumen noch auf mehr als zehn Milliarden Euro anwachsen. Abhängig sei dies davon, was das Geldhaus für die an die „Bad Bank“ des Landes verkauften Kredite bekomme, hieß es weiter. Dem irischen Finanzministerium zufolge könnten die Hilfen das ohnehin hohe Staatsdefizit weiter anschwellen lassen. (Reuters)

          China Everbright erlöst bei Börsengang bis zu 3,2 Milliarden Dollar

          Die China Everbright Bank wird bei ihrem Börsengang Kreisen zufolge voraussichtlich bis zu 3,2 Milliarden Dollar einstreichen. Angesichts des großen Interesses von Investoren sei der Ausgabepreis am oberen Ende der anvisierten Spanne von 2,85 Yuan bis 3,10 Yuan pro Aktie festgelegt worden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. China Everbright lehnte eine Stellungnahme ab.

          In der vergangenen Woche hatte Chinas elftgrößtes Institut mitgeteilt, dass die für das IPO in Shanghai vorgesehenen Anteilsscheine nahezu 17-fach überzeichnet seien. Das Geldhaus hat Kreisen zufolge Investoren mit einer vergleichsweise niedrig angesetzten Preisspanne geködert. Der Börsengang soll am 18. August erfolgen. (Reuters)

          Österreichs Post mit Gewinnrückgang im Quartal

          Die Österreichische Post hat im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang um mehr als acht Prozent verbucht und damit die Erwartungen des Marktes knapp verfehlt. Unter dem Strich verdiente die Post 20,6 Millionen Euro nach 22,5 Millionen Euro in der Vorjahresperiode, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten 21,2 Millionen Euro im Durchschnitt erwartet.

          Während das Paketgeschäft wieder wuchs, waren die Umsätze im Briefgeschäft wie auch bei anderen Postunternehmen wie der Deutschen Post weiter rückläufig, weil mehr und mehr Menschen und Firmen elektronisch kommunizieren. Die Erlöse stiegen dank des guten Paketgeschäftes leicht auf 564,5 Millionen Euro nach 560,8 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Betriebsgewinn stieg auf 29,2 (Vorjahr: 27,6) Millionen Euro.

          Das mehrheitlich staatliche Unternehmen bekräftigte die Prognose. In diesem Jahr werden die Umsätze nach Einschätzung der Post um ein bis zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr schrumpfen. Die Ebitda-Marge werde zwischen zehn und zwölf Prozent, liegen, hieß es. Im Berichtsquartal betrug sie zehn Prozent. (Reuters)

          JPMorgan kauft Kreditportfolio der Citibank

          JPMorgan Chase hat von ihrem Wettbewerber Citibank ein 3,5 Milliarden Dollar schweres Kreditportfolio übernommen. Finanzielle Details und Bedingungen der Transaktion wollte das Institut am Dienstag jedoch nicht nennen. In dem Zukauf sieht das JPMorgan eine strategische Ergänzung ihres bestehenden Kreditgeschäfts.

          Das Portfolio beinhalte rund 3.800 Darlehen, hauptsächlich für Mehrfamilienhäuser in Kalifornien, New York und Illinois. Umfasst seien zudem nur Kredite, die regelmäßig bedient würden, teilte die New Yorker Bank weiter mit. (Dow Jones)


          Wirtschaftsnachrichten

          Amerikanische Notenbank will wegen schwacher Konjunktur mehr Staatsanleihen kaufen

          Die amerikanische Notenbank will wegen der schwachen Konjunktur Rückflüsse aus bisher aufgekauften Kreditpapieren nicht mehr stilllegen, sondern in langlaufende Staatsanleihen investieren. Die konjunkturelle Erholung dürfte in den kommenden Monaten schwächer als erwartet verlaufen, schreibt die Fed in ihrem am Dienstag veröffentlichten Kommentar zu ihrer Zinsentscheidung. Das Erholungstempo bei der Produktion und der Beschäftigung habe sich in den vergangenen Monaten abgeschwächt. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erforderten daher weiterhin ein „außergewöhnlich niedriges Zinsniveau über einen längeren Zeitraum.“ Der Leitzins bleibt weiterhin bei 0,0 bis 0,25 Prozent.

          Um die Konjunktur zu stützen, will die amerikanische Notenbank ihre Bestände an aufgekauften Anleihen nicht vermindern. Rückflüsse aus hypothekenbesicherten Papieren und Schuldverschreibungen der Baufinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac im Besitz der Notenbank sollen in langlaufende Staatsanleihen umgeschichtet werden. Zudem soll das Geld aus auslaufenden Staatsanleihen wieder in Staatsanleihen angelegt werden. Die in der Finanzkrise stark aufgeblähte Bilanzsumme der Fed soll also nicht vermindert werden.

          Die Notenbank hat laut Commerzbank die Tür zu weitergehenden Maßnahmen geöffnet. „Denn man kann die Entscheidung, die Bilanzsumme konstant zu halten, durchaus als Vorbote weiterer Aktionen sehen“, begründete Volkswirt Bernd Weidensteiner in einer am Dienstag veröffentlichten Studie seine Einschätzung. Insgesamt sehe es aber so aus, als wolle die Fed auf Zeit spielen. Nur bei einer Fortsetzung der jüngsten Abschwächung der Konjunkturdynamik dürfte die Fed nochmals auf das „Gaspedal“ treten.

          Inflationsgefahren sieht die Notenbank nicht. Angesichts der Unterauslastung der Kapazitäten und niedrigem Kostendruck blieben auch die langfristigen Inflationserwartungen stabil. Skeptisch äußerte die Fed sich sich zum Häusermarkt.

          Erneut stimmte Thomas Hoenig gegen den Kommentar. Nach seiner Einschätzung erholt sich die Konjunktur wie erwartet. Er warnte davor, weiterhin ein außergewöhnlich niedriges Zinsniveau über einen längeren Zeitraum zu signalisieren. Dies erschwere es der Fed in der Zukunft falls nötig die Zinspolitik anzupassen. Er sprach sich zudem auch gegen die Beibehaltung der Bilanzsumme aus. (dpa-AFX)

          Amerikanische Aufsichtsbehörden suchen Alternative zu Kreditratings

          Die amerikanischen Aufsichtsbehörden haben am Dienstag eine Konsultation über alternative Maßstäbe zur Bestimmung der Kreditwürdigkeit von Banken eingeleitet. „Mit dieser Vorankündigung wollen die Behörden Informationen sammeln, während sie damit anfangen, Alternativen zum Gebrauch von Kreditratings bei ihren Kapitalregeln zu entwickeln“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Federal Reserve, Office of the Comptroller of the Currency (OCC) und Federal Deposit Insurance Corp (FDIC).

          Die Aufsichtsbehörden ersuchten um Stellungnahmen zu einer Reihe von Kriterien, die ihrer Einschätzung nach für die Festlegung der neuen Kreditwürdigkeitstandards wichtig sind, darunter Risikoanfälligkeit, Transparenz, Konsistenz und Simplizität. Die alternativen Maßstäbe zur Bestimmung der Kreditwürdigkeit sollen anstelle von Kreditratings genutzt werden, wie aus der Mitteilung hervorgeht. (Dow Jones)

          Preisauftrieb in China nimmt im Juli zu

          Der Preisdruck in China hat sich im Juli merklich erhöht, hauptsächlich verursacht von höheren Preise für Lebensmittel und vielen Überflutungen in mehreren Landesteilen. Volkswirte zeigten sich angesichts des höheren Preisauftriebs aber wenig besorgt und sprachen von Einmaleffekten, in den kommenden Monaten dürfte der Inflationsdruck wieder abflauen. Wie die nationale Statistikbehörde am Mittwoch berichtete, stiegen die Verbraucherpreise im Juli um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ökonomen hatten mit einem Plus von 3,4 Prozent gerechnet, nachdem im Juni eine Rate von 2,9 Prozent verzeichnet worden war. (Dow Jones)

          Bank of Japan lässt Beurteilung der Wirtschaftslage unverändert

          Die Bank of Japan (BoJ) hat die Einschätzung der Wirtschaftslage in ihrem Monatsbericht für August unverändert gelassen. Wie in den zwei vorangegangenen Monaten erklärte die BoJ in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht, dass die japanische Wirtschaft „weitere Zeichen für eine moderate Erholung zeigt“. Der Aufwärtstrend beim Export und der Industrieproduktion dürfte anhalten, während die Inlandsnachfrage weiter anziehen sollte. Auch die schwierige Lage für Arbeitssuchende habe sich leicht verbessert.

          Die Auftragseingänge der japanischen Maschinenbauunternehmen sind im Juni in der Kernberechnung überraschend schwach gestiegen. Wie das Kabinettsbüro der Regierung am Mittwoch mitteilte, wurde gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt ein Plus von 1,6 Prozent verzeichnet. Analysten hatten im Mittel mit einem Anstieg um 5,5 Prozent gerechnet. (Dow Jones)

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