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Medienschau : Amerikanische Notenbank will wegen schwacher Konjunktur mehr Staatsanleihen kaufen

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Während das Paketgeschäft wieder wuchs, waren die Umsätze im Briefgeschäft wie auch bei anderen Postunternehmen wie der Deutschen Post weiter rückläufig, weil mehr und mehr Menschen und Firmen elektronisch kommunizieren. Die Erlöse stiegen dank des guten Paketgeschäftes leicht auf 564,5 Millionen Euro nach 560,8 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Betriebsgewinn stieg auf 29,2 (Vorjahr: 27,6) Millionen Euro.

Das mehrheitlich staatliche Unternehmen bekräftigte die Prognose. In diesem Jahr werden die Umsätze nach Einschätzung der Post um ein bis zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr schrumpfen. Die Ebitda-Marge werde zwischen zehn und zwölf Prozent, liegen, hieß es. Im Berichtsquartal betrug sie zehn Prozent. (Reuters)

JPMorgan kauft Kreditportfolio der Citibank

JPMorgan Chase hat von ihrem Wettbewerber Citibank ein 3,5 Milliarden Dollar schweres Kreditportfolio übernommen. Finanzielle Details und Bedingungen der Transaktion wollte das Institut am Dienstag jedoch nicht nennen. In dem Zukauf sieht das JPMorgan eine strategische Ergänzung ihres bestehenden Kreditgeschäfts.

Das Portfolio beinhalte rund 3.800 Darlehen, hauptsächlich für Mehrfamilienhäuser in Kalifornien, New York und Illinois. Umfasst seien zudem nur Kredite, die regelmäßig bedient würden, teilte die New Yorker Bank weiter mit. (Dow Jones)


Wirtschaftsnachrichten

Amerikanische Notenbank will wegen schwacher Konjunktur mehr Staatsanleihen kaufen

Die amerikanische Notenbank will wegen der schwachen Konjunktur Rückflüsse aus bisher aufgekauften Kreditpapieren nicht mehr stilllegen, sondern in langlaufende Staatsanleihen investieren. Die konjunkturelle Erholung dürfte in den kommenden Monaten schwächer als erwartet verlaufen, schreibt die Fed in ihrem am Dienstag veröffentlichten Kommentar zu ihrer Zinsentscheidung. Das Erholungstempo bei der Produktion und der Beschäftigung habe sich in den vergangenen Monaten abgeschwächt. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erforderten daher weiterhin ein „außergewöhnlich niedriges Zinsniveau über einen längeren Zeitraum.“ Der Leitzins bleibt weiterhin bei 0,0 bis 0,25 Prozent.

Um die Konjunktur zu stützen, will die amerikanische Notenbank ihre Bestände an aufgekauften Anleihen nicht vermindern. Rückflüsse aus hypothekenbesicherten Papieren und Schuldverschreibungen der Baufinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac im Besitz der Notenbank sollen in langlaufende Staatsanleihen umgeschichtet werden. Zudem soll das Geld aus auslaufenden Staatsanleihen wieder in Staatsanleihen angelegt werden. Die in der Finanzkrise stark aufgeblähte Bilanzsumme der Fed soll also nicht vermindert werden.

Die Notenbank hat laut Commerzbank die Tür zu weitergehenden Maßnahmen geöffnet. „Denn man kann die Entscheidung, die Bilanzsumme konstant zu halten, durchaus als Vorbote weiterer Aktionen sehen“, begründete Volkswirt Bernd Weidensteiner in einer am Dienstag veröffentlichten Studie seine Einschätzung. Insgesamt sehe es aber so aus, als wolle die Fed auf Zeit spielen. Nur bei einer Fortsetzung der jüngsten Abschwächung der Konjunkturdynamik dürfte die Fed nochmals auf das „Gaspedal“ treten.

Inflationsgefahren sieht die Notenbank nicht. Angesichts der Unterauslastung der Kapazitäten und niedrigem Kostendruck blieben auch die langfristigen Inflationserwartungen stabil. Skeptisch äußerte die Fed sich sich zum Häusermarkt.

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