https://www.faz.net/-gv6-1580v

Medienschau : Amerikanische Notenbank will wegen schwacher Konjunktur mehr Staatsanleihen kaufen

  • Aktualisiert am

Die Immobiliengesellschaft Patrizia hat dank der regen Nachfrage nach Wohnungen in Deutschland ihre Gewinnprognose für dieses Jahr angehoben. Operativ, also vor Steuern und Effekten der Zinsabsicherung, werde nunmehr ein Ergebnis von zehn Millionen Euro angestrebt, teilte Patrizia am Mittwoch in Augsburg mit. Bisher hatte der Konzern eine „spürbare Verbesserung“ der 2,4 Millionen Euro aus 2009 in Aussicht gestellt. In den ersten sechs Monaten 2010 kam Patrizia aber bereits auf fünf Millionen Euro.

Im zweiten Quartal ergab sich das zuletzt bereits bekannte Bild: operative Fortschritte, unter dem Strich aber rote Zahlen. Aus Derivaten, mit denen sich Patrizia auf Jahre niedrige Zinsen sichert, entstanden von Anfang April bis Ende Juni Belastungen von 3,4 Millionen Euro. Das führte zu einem Konzernverlust von 1,1 (Vorjahr plus 1,1) Millionen Euro. Finanzchef Arwed Fischer sagte Reuters, der Boden bei den Zinsen müsste langsam erreicht sein. Im dritten Quartal sollten sich die Derivate neutral auswirken. Im vierten Quartal könne es dann womöglich Wertaufholungen, also positive Sondereffekte, geben.

Im operativen Geschäft profitierte Patrizia von mehr Wohnungsverkäufen an private Anleger, Selbstnutzer und Profi-Investoren: Veräußert wurden 474 (147) Wohneinheiten. Der Umsatz verdoppelte sich auf gut 98 Millionen Euro. Im dritten Quartal habe es weitere Transaktionen gegeben, erklärte der Konzern. Anleger, die eine sichere Rendite im Auge hätten, seien primär in München, Hamburg und Teilen Berlins auf der Suche.

Der Patrizia-Vorstand, der sich zuletzt auf den Verkauf konzentriert hatte, will nun auch wieder verstärkt Wohnungen erwerben. Es sei im Moment aber nicht leicht, zu günstigen Preisen Objekte zu finden, sagte Fischer. (Reuters)

Studie entlastet Toyota

Der japanische Autohersteller Toyota kann aufatmen: Nicht technische Unzulänglichkeiten waren Auslöser für viele der Unfälle in den Vereinigten Staaten, sondern Fehler der Fahrer. Eine vorläufige Regierungsstudie hat 58 Unfallschreiber, die sogenannten Black Boxes, ausgewertet. Dabei wurde festgestellt, dass bei mindestens 35 Unfällen die Fahrer überhaupt nicht auf die Bremse getreten hatten; in anderen Fällen bremsten sie nur halbherzig oder in letzter Sekunde. (dpa-AFX)

HSH Nordbank steigt mit 15 Prozent bei Fondshaus HCI ein

Die verlustträchtige HSH Nordbank ist bei der Fondsgesellschaft HCI Capital AG eingestiegen. Durch die Umwandlung von Krediten von knapp unter 30 Millionen Euro wird die HSH Nordbank auf einen Anteil von 15,5 Prozent kommen, wie HCI am Dienstag mitteilte. Als Ergebnis der Umwandlung erwartet die HCI Gruppe für 2010 ein positives Konzernergebnis, denn es fallen für die Summe keine Zinsen mehr an.

Sowohl die HSH Nordbank als auch HCI Capital haben in den vergangenen Jahren Verluste eingefahren. Die HSH wollte auf Anfrage den Grund für den Einstieg nicht kommentieren.
Es ist nicht selten, dass Kreditgeber ihre Gelder in Eigenkapital des Schuldners umwandeln, wenn sie so höhere Chancen auf eine Rückzahlung sehen. Die HSH wollte nicht bestätigen, dass das bei der jetzigen Umwandlung der Fall ist. (apn)

Freenet übertrifft Erwartungen und bestätigt Prognose

Weitere Themen

Weltgrößter Börsengang erfolgreich Video-Seite öffnen

Aramco-Aktie im Plus : Weltgrößter Börsengang erfolgreich

Der weltgrößte Börsengang des Ölkonzerns Saudi Aramco ist ein Erfolg: Die Aktien der saudiarabischen Staatsfirma debütierten am Mittwoch mit 35,2 Riyal an der Börse in Riad. Das ist ein Plus von zehn Prozent im Vergleich zum Ausgabepreis.

Topmeldungen

Christine Lagarde auf der Pressekonferenz in Frankfurt

EZB-Präsidentin Lagarde : Zinsentscheid mit einem Lächeln

Die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, stellt sich erstmals nach einer Ratssitzung der Presse. Den Zinssatz lässt sie unverändert, doch ihr Stil unterscheidet sich deutlich von dem ihres Vorgängers Draghi.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.