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Medienschau : Amerikanische Notenbank von Konjunkturerholung enttäuscht

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Air Berlin verzeichnet 2010 einen operativen Verlust, Symantec verdient weniger und das Hynix-Ergebnis sinkt. Die Software AG schließt 2010 über den Erwartungen ab, Smartphones und Tablet-Computer bescheren Qualcomm, Logitech und Motorola Mobility gute Geschäfte. Die Vereinigten Staaten steuern 2011 auf ein Rekord-Haushaltsdefizit zu.

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          Unternehmensnachrichten

          Software AG schließt 2010 über den Erwartungen ab

          Der Darmstädter Softwarehersteller Software AG hat 2010 dank der Übernahme von IDS Scheer einen Umsatz- und Gewinnsprung erzielt und die Markterwartungen übertroffen. Der Umsatz erhöhte sich von 847,4 Millionen Euro auf 1,12 Milliarden Euro, wie das im TecDax notierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Überschuss legte von 140,8 auf 175,6 Millionen Euro zu. Die Walldorfer kündigten für das laufende Jahr weitere Steigerungen an. 2011 soll der Jahresumsatz währungsbereinigt um fünf bis sieben Prozent zulegen. Dank der Synergien mit IDS Scheer erwartet die Software AG 2011 eine Steigerung des Überschusses zwischen 10 und 15 Prozent. (dpa-AFX)

          Air Berlin verzeichnet 2010 operativen Verlust

          Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin ist im vergangenen Jahr operativ in die Verlustzone gesackt. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) dürfte nach vorläufigen Daten ein Ergebnis „im negativen einstelligen Millionenbereich“ erzielt worden sein, teilte das Unternehmen in einer Börsen-Pflichtmitteilung am Mittwochabend mit. Hintergrund seien Sondereinflüsse im November und Dezember, vor allem heftiges Winterwetter und ein Fluglotsenstreik in Spanien. Mitte November hatte Air Berlin einen operativen Verlust im vierten Quartal angedeutet, aber die Prognose bekräftigt, dass das Ebit 2010 höher ausfallen sollte als 2009 mit 28,5 Millionen Euro. (dpa-AFX)

          Smartphone- und Tablet-Boom beschert Qualcomm satte Zuwächse

          Der Siegeszug von Smartphones und Tablet-Computern füllt dem amerikanischen Handychip-Hersteller Qualcomm die Kassen. Der Konzern sagte am Mittwoch (Ortszeit) kräftige Geschäftszuwächse für die kommenden Jahre voraus und übertraf mit Quartalsergebnissen wie Prognosen die Markterwartungen. Die Qualcomm-Aktie schnellte im nachbörslichen Handel um sechs Prozent in die Höhe.

          Für das laufende zweite Geschäftsquartal stellte das Management einen Umsatzanstieg auf 3,45 bis 3,75 Milliarden Dollar in Aussicht, während Branchenexperten im Schnitt bislang nur mit 3,1 Milliarden rechnen. Die Firmenprognose für den Gewinn je Aktie liegt mit 77 bis 81 Cent ebenfalls deutlich über den Analystenschätzungen. Fürs Gesamtjahr sagt Qualcomm einen Umsatz von 13,6 bis 14,2 Milliarden Dollar voraus. Die Markterwartung beläuft sich bisher auf 12,8 Milliarden.

          Der Aufwärtstrend soll sich mittelfristig fortsetzen: Für die nächsten fünf Jahre geht der Konzern von einer mindestens zehnprozentigen jährlichen Steigerung der Erlöse und des Ergebnisses je Aktie aus. Im vergangenen Vierteljahr erhöhte das Unternehmen, das mit Texas Instruments und Nvidia konkurriert, seinen Umsatz um 25 Prozent auf 3,35 Milliarden Dollar und lag damit über den Vorhersagen von Analysten. Das Nettoergebnis sprang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39 Prozent auf 1,17 Milliarden Dollar. (Reuters)

          Douglas sieht Müller-Einstieg als kartellrechtlich kritisch an

          Die jüngsten Zukäufe von Douglas-Aktien seitens des Drogeriemarkt-Unternehmers Erwin Müller sollten nach Ansicht von Douglas-Vorstandschef Henning Kreke die Wettbewerbshüter auf den Plan rufen. Denn mit seiner Ausrichtung unter anderem auf gehobene Kosmetik gelte Müller als wichtiger Wettbewerber der Douglas-Parfümerien, sagte Kreke der FAZ. Spätestens wenn Müller seine Ankündigungen wahr mache und auf 15 Prozent aufstocken sollte, dürfte es wettbewerbsrechtlich kritisch werden, glaubt Kreke. (Dow Jones)

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