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Medienschau : Amerikanische Notenbank senkt Konjunkturprognose erneut

  • Aktualisiert am

Intesa SanPaolo verkauft Findomestic-Anteil für 629 Millionen Euro an BNP

Die italienische Bank Intesa SanPaolo zieht sich vollständig aus der Finanzgruppe Findomestic zurück. Der verbliebene Anteil von 25 Prozent sei für 629 Millionen Euro an den französischen Konkurrenten BNP Paribas verkauft worden, teilte Intesa am Mittwoch mit. Der Überschuss erhöhe sich durch die Transaktion im zweiten Quartal um rund 130 Millionen Euro und das harte Kernkapital verbessere sich leicht. Da der Verkauf nicht kartellrechtlich geprüft werden müsse, soll er bereits am Wochenende abgeschlossen sein. (dpa-AFX)

Bristol und Pfizer - Machen Fortschritte mit Schlaganfall-Mittel

Die amerikanischen Konzerne Bristol-Myers Squibb und Pfizer melden einen wichtigen Forschungserfolg auf dem hochlukrativen Markt für Schlaganfall-Medikamente. Der von beiden Pharmariesen entwickelte Wirkstoff Apixaban habe in fortgeschrittenen Studien überzeugt, teilten die Unternehmen am Mittwoch mit. Der Gerinnungshemmer habe sich für die Behandlung bestimmter Herzpatienten effizienter erwiesen als Warfarin. Dieses Medikament hat sich zwar seit langem beim Schutz vor Schlaganfällen bewährt, ist aber unter anderem schwer zu dosieren. Mit der erfolgreichen Studie wächst der Druck auf die deutschen Rivalen Boehringer Ingelheim und Bayer. Das Mittel Pradaxa von Boehringer ist bereits zu kaufen. Xarelto von Bayer und amerikanische Partner Johnson & Johnson zum Schutz vor gefährlichen Blutgerinnseln ist in Europa bereits auf dem Markt. Die Zulassung in den Vereinigten Staaten ist beantragt. (Reuters)

Hannover Rück besorgt sich Extra-Schutz gegen Hurrikane in Vereinigten Staaten

Die Hannover Rück sucht nach immensen Naturkatastrophenschäden zu Jahresbeginn Schutz vor zu hohen Hurrikan-Belastungen. Für die diesjährige Wirbelsturm-Saison in den Vereinigten Staaten , die noch bis Ende November läuft, sei ein zusätzlicher Schutz von 100 Millionen Dollar erworben worden, teilte der weltweit drittgrößte Rückversicherer am Donnerstag mit. Rückversicherer, bei denen sich normale Assekuranzen gegen übermäßige Verluste absichern, schützen sich selbst durch sogenannte Retrozessionen. Dabei werden Risiken an andere Anbieter oder Investoren am Kapitalmarkt weitergereicht. Solche Instrumente hätten dem norddeutschen Konzern im ersten Quartal 2011 schon einen signifikanten Teil der Großschäden erspart, sagte Vorstandschef Ulrich Wallin laut einer Präsentation für Investoren. Für das zuletzt verlustreiche Schadengeschäft seien für April bis Dezember - abgesehen von der Hurrikan-Absicherung - noch Retrozessionen von 450 Millionen Euro vorhanden. Vor diesem Hintergrund bekräftigte der Konzern seine zuletzt gesenkte Gewinnprognose. Demnach soll sich der Überschuss 2011 auf rund 500 Millionen Euro belaufen - 150 Millionen weniger als vor dem verheerenden Erdbeben in Japan gedacht. 35 bis 40 Prozent des Geldes sind als Dividende für die Aktionäre vorgesehen. Die Beitragseinnahmen sollen um sieben bis acht Prozent zulegen. Im ersten Quartal hatten die Niedersachsen nur dank hoher Sondererlöse und aufgelöster Reserven einen kleinen Gewinn ausweisen können, während die viel größeren Erzrivalen Münchener Rück und Swiss Re tiefrote Zahlen schrieben. Wallin ergänzte, im Schaden-Bereich könnten Rückversicherer nach dem Japan-Beben höhere Preise durchsetzen. Wachstum erwarte das Unternehmen aber primär in der Personen-Rückversicherung, wozu unter anderem die Sparten Lebens- und Krankenversicherung gehören. Hier strebt die Hannover Rück bis 2020 Beitragseinnahmen von 11,9 (2010: 5,1) Milliarden Euro an. Der Überschuss der Personen-Rückversicherung soll sich im gleichen Zeitraum auf 477 (220) Millionen Euro mehr als verdoppeln. Der Marktanteil wird 2020 auf knapp 18 Prozent taxiert. Derzeit sind es erst gut zwölf Prozent. (Reuters)


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