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Medienschau : Amerikanische Notenbank lockert Geldpolitik weiter

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Deutsche Telekom, Heidelbergcement, Drägerwerk und Rhön-Klinikum steigern den Gewinn, Adidas, Fraport und Wacker Chemie erhöhen die Prognosen. Kanada blockiert die Potash-Übernahme, SAP und Oracle einigen sich angeblich im Prozess.

          15 Min.

          Unternehmensnachrichten

          Gutes Mobilfunkgeschäft beschert Deutscher Telekom Gewinnplus

          Die Deutsche Telekom hat dank guten Geschäfte mit Handykunden in Deutschland wieder mehr verdient. Der Überschuss des Bonner Konzerns stieg nach dessen Angaben vom Donnerstag im dritten Quartal um acht Prozent auf 1,04 Milliarden Euro. Vor allem die hohe Nachfrage nach Smartphones wie dem iPhone von Apple und dazugehörigen Datentarifen habe das Geschäft gestützt. Hingegen sank der Konzernumsatz um vier Prozent auf 15,6 Milliarden Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten bei 15,5 Milliarden Umsatz mit 947 Millionen Euro Überschuss gerechnet.

          Für 2010 erwartet der Vorstand des rund 260.000 Mitarbeiter starken Konzerns unverändert einen Free Cash-Flow von 6,2 Milliarden Euro und ein bereinigtes Betriebsergebnis (Ebitda) von etwa 19,5 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten wurde ein bereinigte Ebitda von 14,9 Milliarden Euro eingefahren. (Reuters)

          Adidas erhöht Prognosen

          Der Sportartikel-Hersteller Adidas hat nach starken Impulsen durch die Fußball-WM und die Konjunkturerholung seine Geschäftsziele für 2010 abermals angehoben. Der Umsatz werde währungsbereinigt um acht Prozent zulegen, teilte der Branchenzweite nach Nike am Donnerstag im fränkischen Herzogenaurach mit. Damit dürfte er erstmals die Marke von elf Milliarden Euro knacken. Bisher war von einem mittleren einstelligen Prozent-Plus die Rede. Beim Nettogewinn rechnet Adidas nunmehr mit 560 bis 565 Millionen Euro - nach 245 Millionen im Krisenjahr 2009. Auch für nächstes Jahr hat Vorstandschef Herbert Hainer Wachstum in Aussicht gestellt.

          Im dritten Quartal 2010 erholte sich Adidas weiter, auch bei der lange schwächelnden amerikanischen Tochter Reebok ging es nach oben. Insgesamt legte der Umsatz um 20 Prozent auf 3,46 Milliarden Euro zu. Der Überschuss kletterte um 25 Prozent auf 266
          Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen von 3,25 Milliarden und einem Nettogewinn von 255 Millionen Euro gerechnet. (Reuters)

          Fraport erhöht nach Gewinnsprung Prognosen

          Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport erhöht nach Passagierrekorden und einem überraschend starken Gewinnsprung im Sommer die Prognosen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll im Gesamtjahr nun die Marke von 700 Millionen Euro erreichen, wie das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Bislang hatte der Vorstand lediglich 670 bis 680 Millionen in Aussicht gestellt, im Vorjahr waren es 570 Millionen Euro gewesen. Das Konzernergebnis soll 2010 weiterhin höher ausfallen als im Krisenjahr 2009, als der Flughafenbetreiber 152 Millionen Euro verdient hatte.

          Von Juli bis September zählte Fraport in Frankfurt 15,6 Millionen Passagiere, so viele wie nie zuvor in einem Quartal. Der Umsatz kletterte dabei um 14 Prozent auf rund 622 Millionen Euro, das Ebitda legte vor allem dank des brummenden Geschäfts an den Auslandsflughäfen in Antalya (Türkei) und Lima (Peru) um 36 Prozent auf gut 262 Millionen Euro zu. Das Konzernergebnis stieg um mehr als drei Viertel auf fast 110 Millionen Euro. Mit den Gewinnzahlen übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich.

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