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Medienschau : Amerikanische Banken brauchen mehr Kapital

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Die amerikanischen Banken brauchen offenbar erheblich mehr frisches Kapital, derweil der Automarkt des Landes immer weiter schrumpft. Solarworld steigert den Umsatz, doch der Ertrag leidet. Die Hypo Real Estate macht wohl weiter Verluste.

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          Unternehmen

          Solarworld steigert Umsatz trotz Krise

          Die Solarworld AG hat im ersten Quartal trotz Wirtschaftskrise und schlechten Wetters ihren Umsatz gesteigert. Die Erlöse stiegen um fünf Prozent auf 176 Millionen Euro, wie die TecDax-Gesellschaft am Montag in Bonn mitteilte. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen derAnalysten, die im Schnitt mit einem Umsatz von 173 Millionen Euro gerechnet hatten.

          Wegen des Preisverfalls für Solaranlagen ging die operative Marge von 23,3 auf 22,2 Prozent zurück. Das Ergebnis von Steuern und Zinsen (Ebit) habe mit 39 Millionen Euro stagniert. Der Überschuss lag bei 24 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen knapp 35 Millionen Euro Nettogewinn angegeben, als Vergleichszahl aus den ersten drei Monaten 2008 gab es diesmal einen „operativen“ Konzerngewinn von damals 19 Millionen Euro an. (dpa-AFX)

          Bank of America und Citigroup brauchen mehr Kapital

          Die Bank of America will sich einem Zeitungsbericht zufolge im Zuge der staatlichen Stresstests frisches Kapital in Höhe von mehr als zehn Milliarden Dollar beschaffen. Die Tests der Regierung hätten allerdings einen Kapitalbedarf von deutlich über zehn Milliarden Dollar bei dem Branchenprimus ergeben.

          Die Bank of America hat von der Regierung bislang Hilfen von 45 Milliarden Dollar erhalten. Bei der Großbank war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Regionalbanken Wells Fargo und PNC Financial zählten voraussichtlich ebenfalls zu den Finanzinstituten, die mehr Kapital benötigten, berichtet das Blatt weiter. Sie verhandelten aber noch mit den Behörden über die Ergebnisse.

          Auch die angeschlagene Citigroup könnte einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge im Rahmen der Stresstests bis zu zehn Milliarden Dollar frisches Geld brauchen. Experten gehen davon aus, dass sich die amerikanischen Banken insgesamt wohl 150 Milliarden Dollar frisches Kapital beschaffen müssen.

          Unterdessen stieg die Zahl der in diesem Jahr geschlossenen amerikanischen Banken von am Freitag von 29 auf 32. Die Einlagensicherungsbehörde FDIC machte drei weitere Regionalinstitute dicht: Die Silverton Bank im Bundesstaat Georgia, die Citizens Community Bank in New Jersey und die America West Bank in Utah. Die größte von ihnen, die Silverton Bank, hatte eine Bilanzsumme von 4,1 Milliarden Dollar. (Reuters, dpa-AFX)

          Citigroup verkauft japanisches Wertpapiergeschäft an SMFG

          Die Citigroup wird ihr japanisches Wertpapiergeschäft und Investmentbanking an Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG) verkaufen. Der Kaufpreis liege bei 5,9 Milliarden amerikanischen Dollar, teilten beide Unternehmen am Freitag in Tokio mit. Sumitomo Mitsui ist Japans drittgrößte Bank und wird mit dem Schritt auch im Wertpapier-Geschäft zu einem der größten Anbieter. (dpa-AFX)

          Hypo Real Estate macht weiter Verluste

          Die Probleme der Hypo Real Estate (HRE) haben sich einem Zeitungsbericht zufolge weiter verschärft. Im ersten Quartal habe der angeschlagene Immobilienfinanzierer erneut hohe Verluste geschrieben, berichtet das „Handelsblatt“ (HB - Montagsausgabe). „Das frisst das Eigenkapital weiter auf“, hieß es laut der Zeitung in Finanzkreisen.

          Der Quartalsverlust beläuft sich laut Branchenschätzung auf etwa 500 Millionen Euro, wie das Blatt berichtet. Damit wachse der Druck, rasch eine Lösung für die Rettung der Hypo Real Estate zu finden.

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