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Medienschau : Allianz verdient weniger

  • Aktualisiert am

Kraft steigert Gewinn um 13 Prozent, Lanxess hebt Ergebnisprognose an, RBS: Erster Quartalsgewinn seit Krisenbeginn, Fannie Mae benötigt weitere Hilfsgelder, NXP nimmt bei IPO eine halbe Milliarde Euro ein, Schweizer Arbeitslosenquote geht zurück, Blatt - China weitet Stresstests auf Stahl- und Zementfirmen aus

          Unternehmensnachrichten

          Allianz verdient trotz operativen Fortschritten weniger

          Die Allianz hat im zweiten Quartal trotz operativer Fortschritte deutlich weniger verdient. Der Nettogewinn ging um 45,6 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro zurück, wie Europas größter Versicherer am Freitag in München mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 1,15 Milliarden Euro gerechnet. Im Vorjahr hatte der Dax-Konzern allein durch den Verkauf von Anteilen an der chinesischen Bank ICBC Sondererlöse von rund 650 Millionen Euro verbucht. Operativ stieg der Gewinn von April bis Juni dagegen überraschend stark um 23 Prozent auf 2,19 Milliarden Euro an. Verbesserungen gab es in der Kernsparte Schaden/Unfall sowie in der Vermögensverwaltung. In der Lebens- und Krankenversicherungen war das Ergebnis indes rückläufig. Die Allianz bekräftigte ihre Prognose, dieses Jahr operativ 7,2 Milliarden Euro zu verdienen. Zum Halbjahr waren es 3,9 Milliarden Euro. (Reuters)

          Kraft steigert Quartalsgewinn um 13 Prozent

          Kraft Foods, einer der größten Konkurrenten des Schweizer Nahrungsmittelriesen Nestlé SA, hat am Donnerstag nach Börsenschluss in New York für das zweite Quartal einen Gewinnanstieg von 13 Prozent berichtet. Besonders gut liefen die Geschäfte den Angaben zufolge in Europa und in Schwellenländern, während die Umsätze auf dem Heimatmarkt schwächer als erwartet ausfielen. Unterm Strich wies der Konzern einen Überschuss von 937 Mill. Dollar oder 60 Cent je Aktie aus - nach 827 Mill. Dollar oder 56 Cent je Titel im selben Zeitraum des Vorjahrs. Analysten waren vor der Bilanzvorlage im Durchschnitt lediglich von 52 Cent Gewinn je Aktie ausgegangen. Der absolute Umsatz kletterte um 25 Prozent auf 12,25 Milliarden Dollar, was in etwa den Prognosen der Analysten entsprach. (Bloomberg)

          Lanxess hebt Ergebnisprognose an

          Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat angesichts eines besser als erwartet verlaufenden zweiten Quartals seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2010 angehoben. Nun wird ein operatives Ergebnis (Ebitda vor Sondereinflüssen) von etwa 800 Millionen Euro erwartet, nachdem mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal im Mai noch 650 bis 700 Millionen Euro als Prognose genannt worden waren. Mit 269 Millionen Euro wurde das Ebitda vor Sondereinflüssen im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Der Konzern profitierte dabei insbesondere von der anhaltend starken Nachfrage nach synthetischem Kautschuk aus Asien und Lateinamerika. (Ad-hoc)

          Royal Bank of Scotland (RBS) erzielt ersten Quartalsgewinn seit Krisenbeginn

          Mit der verstaatlichten britischen Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) ist jetzt auch einer der größten Problemfälle der Finanzkrise in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Im zweiten Quartal stand unter dem Strich ein Gewinn von 257 Millionen Pfund (309 Millionen Euro), wie die Bank am Freitag in Edinburgh mitteilte. Im ersten Quartal hatte die Bank noch ein Minus von 248 Millionen Pfund verbucht. Die Royal Bank of Scotland profitierte dabei von gesunkenen Kosten und geringeren Verlusten im nicht zum Kerngeschäft gehörenden Bereichen. Der operative Gewinn im Kerngeschäft ging dagegen leicht zurück. Damit bleibt die RBS trotz ihres Quartalsgewinn hinter den teils blendenden Zahlen der Konkurrenten wie HSBC , Barclays der auch Lloyds zurück. Die RBS gehört weltweit zu den größten Verlierern der Finanzkrise. Der einstige Stolz der britischen Finanzbranche stand wegen der Krise und dem aggressiven Expansionskurs kurz vor dem Aus. Im vergangenen Jahr betrug der Fehlbetrag 3,6 Milliarden Pfund. 2008 verzeichnete die Bank mit 24,3 Milliarden Pfund den größten Verlust in Geschichte Großbritanniens. Die RBS musste mit mehreren Rettungspaketen gestützt werden und hängt immer noch am Tropf des Staates. (dpa-AFX)

          Fannie Mae benötigt weitere Hilfsgelder

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