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Medienschau : Aktienoptionsgeschäfte beflügeln Porsche-Ergebnis

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Die Gläubiger von General Motors beraten über neues Umtauschangebot, Llodys prüft den Verkauf von Versicherungssparten, die Deutsche-Börse-Aktionäre TCI und Atticus beenden die Zusammenarbeit. KlöCo sieht den Tiefpunkt der Nachfrage noch nicht erreicht und die Arbeitslosenquote in Japan steigt auf ein Drei-Jahres-Hoch.

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          Unternehmen

          Gläubiger beraten über neues Angebot von General Motors

          Die Gläubiger von General Motors (GM) wollen Kreisen zufolge am Montagabend (amerikanischen Zeit) über einen neuen Plan zum Schuldenabbau beraten. Das Angebot, mit dem sich ein Ausschuss der GM-Bondbesitzer befassen wird, sieht drastische Einschnitte für die Anleiheninhaber vor, wie eine mit der Situation vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Pro Dollar Schulden wolle GM den Bondbesitzer acht Cent in bar und 16 Cent in neuen, ungedeckten Schuldverschreibungen bieten. Zudem sollen die Anleihenbesitzer einen Anteil von 90 Prozent an GM bekommen, womit die bisherigen Aktionäre nahezu gänzlich aus der Firma gedrängt würden.

          Die amerikanischen Regierung hatte den bisherigen Sanierungsplan von GM abgelehnt und dem Autobauer eine weitere Gnadenfrist von 60 Tagen gesetzt. Neben einer Einigung mit den Gewerkschaften gilt der Abbau der Schulden als Hauptproblem von GM. General Motors hat sich über Anleihen bei Investoren am Kapitalmarkt rund 28 Milliarden Dollar besorgt. Das Angebot würde somit eine Barzahlung von 2,2 Milliarden Dollar und neue Verbindlichkeiten in Höhe von 4,3 Milliarden Dollar bedeuten.

          Die GM-Anleiheninhaber äußerten sich enttäuscht, dass die Regierung und die Firma sie nicht genug in die Gesprächen über einen Rettungsplan eingebunden hätten. Sie seien jedoch generell weiter bereit, um über eine Schuldenreduzierung zu sprechen.

          Der krisengeschüttelte Autobauer schließt zur Sanierung eine geordnete Insolvenz nicht aus. Für eine erfolgreiche Restrukturierung werde der Konzern im Zweifel jeden nötigen Schritt gehen.

          Der am Montag ernannte neue GM-Chef Fritz Henderson kündigte an, der Konzern werde „rund um die Uhr“ an der Erfüllung der Forderungen der Regierung für weitere Milliardenhilfen arbeiten. (Reuters)

          Aktienoptionsgeschäfte beflügeln Porsche-Ergebnis

          Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche hat in der ersten Hälfte seines Geschäftsjahres (per Ende Juli) massiv von Aktienoptionsgeschäften profitiert. Insgesamt stieg das Konzernergebnis vor Steuern auf 7,34 Milliarden Euro von 1,66 Milliarden vor Jahresfrist, wie Porsche am Dienstag mitteilte. Der Umsatz von Porsche sank im Berichtszeitraum um 12,8 Prozent auf 3,04 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis von Porsche ging dem Umsatz entsprechend zurück.

          Der Ergebnisbeitrag aus Aktienoptionsgeschäften im Zusammenhang mit der Entwicklung der VW-Aktien stieg dagegen um 850 Millionen auf 6,84 Milliarden Euro. Porsche hält rund 51 Prozent an VW und hat diese Beteiligung Schritt für Schritt in den vergangenen drei Jahren aufgebaut. Die Stuttgarter wollen so schnell wie möglich ganz das Ruder bei VW übernehmen und auf eine Beherrschungsmehrheit von 75 Prozent kommen. Dies bekräftigten sie am Dienstag noch einmal. Der Konzern halte sich „alle Optionen offen“. (Reuters)

          Deutsche-Börse-Aktionäre TCI und Atticus beenden Zusammenarbeit

          Die beiden Hedgefonds TCI und Atticus haben ihre Kooperation bei der Deutschen Börse beendet. Zum 31. März ende das vergangenen September vereinbarte „Acting in Concert“, teilten die Investoren am Dienstag mit. Letzten Meldungen zufolge halten die beiden Hedgefonds gemeinsam 19,3 Prozent der Aktien des Frankfurter Börsenbetreibers. Seit einiger Zeit kursieren am Aktienmarkt aber immer wieder Gerüchte, die Hedgefonds wollten ihre Anteile verkaufen. Seit Jahren liegt der Frankfurter Börsenbetreiber mit den beiden Aktionären im Dauerclinch. Der Deutschen Börse zufolge drangen sie auch auf eine Zerschlagung des Unternehmens. (Reuters)

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