https://www.faz.net/-gv6-15aqs

Medienschau : Aixtron vervierfacht Dividende nach glänzenden Zahlen

  • Aktualisiert am

Volkswagen steigt bei SGL Carbon ein, Lanxess kauft das Materialschutz-Geschäft von Syngenta, Springer erwägt angeblich den abermaligen Einstieg bei ProSiebenSat.1. J.P. Morgan drohen hohe zusätzliche Rechtskosten aus Finanzkrise und die Vereinigten Staaten schulden China deutlich mehr Geld als angenommen.

          Unternehmensnachrichten

          Aixtron vervierfacht Dividende nach glänzenden Zahlen

          Der Ausrüster für die Halbleiterindustrie Aixtron hat im Jahr 2010 seine Gewinnkennziffern vervierfacht und damit die schon optimistischen Prognosen der Analysten übertroffen. Mit der auf 0,60 Euro ebenfalls vervierfachten Dividende sollen auch die Aktionäre an dem Erfolg teilhaben, wie der TecDax-Konzern am Dienstag mitteilte. Damit werden 31,5 Prozent des Netto-Konzerngewinns ausgeschüttet.

          Das Nettoergebnis erreichte 192,5 (44,8) Millionen Euro, während Analysten lediglich mit 185 Millionen Euro gerechnet hatten. Die Umsatzerlöse lagen mit 783,8 Millionen Euro beim Zweieinhalbfachen des Vorjahreswerts (302,9 Millionen Euro) und damit ebenfalls deutlich über den Analystenschätzungen (768 Millionen Euro). Höhere Umsatzerlöse in Kombination mit einem sinkenden Herstellungskostenanteil führten zu einer um neun Prozentpunkte verbesserten Bruttomarge von 53 Prozent.

          Auch für das laufende Jahr zeigte sich die Aixtron SE aus Herzogenrath zuversichtlich. Das Unternehmen sei mit einem Auftragsbestand von 302,3 Millionen Euro ins Jahr gestartet. Auf dieser Basis erwartet der Vorstand für 2011 einen Anstieg des Umsatzes auf 800 Millionen bis 900 Millionen Euro. Die Ebit-Marge soll bei 35 Prozent gehalten werden. 2010 war sie noch um 14 Prozentpunkte gestiegen (2009: 21 Prozent). (Dow Jones)

          Volkswagen steigt bei SGL Carbon ein

          Der auf leichte Bauteile unter anderem für die Autoindustrie spezialisierte Kohlefaserspezialist SGL Carbon hat einen neuen Großaktionär. Die Volkswagen AG habe vergangene Woche einen Anteil von insgesamt 8,18 Prozent der Aktien erworben, teilte der Wiesbadener Konzern am Montag mit. Das Paket hat aktuell einen Wert von rund 140 Millionen Euro.

          Volkswagen wolle vor allem von der wirtschaftlichen Entwicklung des Leichtbau-Konzerns profitieren, sagte ein Sprecher. Es handele sich insofern nicht um eine strategische, sondern eine Finanzbeteiligung. „Derzeit ist nicht geplant, den Anteil über 10 Prozent hinaus aufzustocken“, sagte er weiter.

          SGL sieht in der Beteiligung eine Wertschätzung der eigenen Entwicklungsaktivitäten in neue Werkstoffe und Technologien speziell im automobilen Leichtbau. Die Beteiligung unterstütze den langfristigen Plan zur Stärkung der eigenen Unabhängigkeit durch Aufbau einer kleinen Gruppe von Ankeraktionären, erklärte der Vorstandsvorsitzende Robert Koehler. Neben Volkswagen halten SKion, die Beteiligungsgesellschaft von BMW-Erbin Susanne Klatten, gut 22 Prozent und Voith gut 5 Prozent an SGL. (Dow Jones)

          Volkswagen-Finanzvorstand dämpft Hoffnung auf schnelle Scania-MAN-Fusion

          Volkswagen-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch hat die Hoffnungen auf einen schnellen Zusammenschluss der Lkw-Hersteller MAN und Scania unter dem eigenen Konzerndach gedämpft. Die geplante Integration des Autohändlers Porsche Salzburg in den Volkswagen-Konzern stehe kurz bevor, sagte Pötsch am Montagabend auf einer Veranstaltung im Vorfeld des Genfer Automobil-Salons. Danach folge die Kapitalerhöhung um 5 Milliarden Euro bei der Porsche Automobil Holding SE. Dazwischen sei wenig Zeit für andere Dinge.

          Die Aussichten für die geplante Fusion hatten sich in der vergangenen Woche wegen der weiterhin andauernden Ermittlungen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegen zwei ehemalige Porsche-Vorstände verdüstert. Da die Untersuchungen länger dauerten als geplant, verringere sich nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass die Verschmelzung wie geplant noch in diesem Jahr vonstatten gehe, sondern auch die Chance, dass die Transaktion überhaupt zustande komme, hatte Porsche mitgeteilt.
          Mit Blick auf die geplante europäische Lkw-Allianz zwischen der schwedischen Tochter Scania und MAN wiederholte VW-Aufsichtsratsvorsitzender Ferdinand Piech jüngst von Vorstandschef Martin Winterkorn gemachte Aussagen. Demnach muss vor einer Transaktion zunächst der Rechtsstreit über den verbleibenden Anteil von MAN an der früheren Tochter Ferrostaal geklärt werden. (Dow Jones)

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.