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Medienschau : Adidas-Rekordjagd geht voraussichtlich 2009 zu Ende

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Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Credit Agricole kürzt nach Gewinneinbruch DividendeHolcim mit deutlichem GewinnrückgangFrance Telecom steigert Umsatz, Gewinn und DividendeSymrise rechnet mit schwachem 1. Halbjahr 2009Deutlicher Gewinnrückgang bei ScorAdecco von Wirtschaftskrise gebremstNordex rechnet mit stagnierendem GesamtmarktIKB rechnet mit Verlust von 600 Millionen EuroPalm gibt Umsatzwarnung ausUnited Internet: Kundenwachstum enttäuschtKreise-Kapitalerhöhung von HSBC stößt auf InteresseNissan erwartet Produktionsrückgang um 27 ProzentUBS wechselt auch Präsidenten des Verwaltungsrats ausAmerikanischer Automarkt schwachAustraliens Wirtschaft schrumpftChinas Einkaufsmanagerindex an der WachstumsschwelleChinas Airlines: spätere Lieferung von MaschinenChina steigert Militärhaushalt um 14,9 ProzentAmerikaner sparen vor allem beim AusgehenFür 1,5 Millionen Beschäftigte Kurzarbeit angekündigt

          13 Min.

          Unternehmen

          Adidas-Rekordjagd geht voraussichtlich 2009 zu Ende

          Die Rekordjagd des Sportartikel-Herstellers Adidas geht offenbar zu Ende. 2008 erzielte der Konzern aus dem fränkischen Herzogenaurach zwar noch neue Bestwerte bei Umsatz und Gewinn, doch Adidas gibt sich wegen der weltweiten Rezession für 2009 vorsichtig. Der Überschuss kletterte im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf 642 Millionen Euro, der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 10,8 Milliarden, wie Adidas am Mittwoch mitteilte. Das Unternehmen lag damit leicht über den Analystenerwartungen. Der Branchenzweite nach amerikanische Marktführer Nike will nun eine unveränderte Dividende von 50 Cent je Aktie ausschütten. Für 2009 rechnet Adidas mit einem geringeren Gewinn je Aktie. Der Umsatz dürfte währungsbereinigt um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz sinken. Zudem soll der Schuldenberg von 2,2 Milliarden Euro, der zuletzt wegen Aktienrückkäufen anstieg, reduziert werden. Im Auftragseingang zeigt sich die Zurückhaltung der Konsumenten bereits: Bei der Kernmarke fielen die Orders zum Jahresende ohne Währungseffekte um sechs Prozent, bei der amerikanische Tochter Reebok um 17 Prozent. (Reuters)

          Credit Agricole kürzt nach Gewinneinbruch Dividende

          Die französische Großbank Credit Agricole ist im vierten Quartal wegen der Finanzkrise in die roten Zahlen gerutscht und hat im Gesamtjahr deutlich weniger verdient. Wegen des Gewinnrückgangs fährt die Bank die Ausschüttung an die Aktionäre deutlich zurück. Der Gewinn sei 2008 um knapp 59 Prozent auf 2,45 Milliarden Euro gesunken, teilte die im EuroStoxx 50 notierte Bank am Mittwoch in Paris mit. Für das vergangene Jahr will die Bank eine Dividende von 45 Cent je Aktie zahlen und damit deutlich weniger als für 2007, als die Bank noch 1,20 Euro je Anteilsschein bezahlt hatte. Die Erträge seien im vergangenen Jahr um vier Prozent auf 28,5 Milliarden Euro gesunken. Hier konnte die Bank die Einbrüche im Investmentbanking und im Kapitalmarktgeschäft durch eine solide Entwicklung im Filialgeschäft kompensieren. (dpa-AFX)

          Holcim mit deutlichem Gewinnrückgang

          Der Zementriese Holcim hat beim Gewinn im vergangenen Jahr deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Der Reingewinn brach im Vorjahresvergleich um 53,9 Prozent auf 1,782 Milliarden Franken (1,2 Milliarden Euro) ein, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das entspricht ziemlich genau den Erwartungen der Finanzanalysten. Der Gewinnschwund wird durch den Umstand relativiert, dass im Vorjahr eine Sonderdividende von 1,3 Milliarden aus dem Verkauf von Beteiligungen in Südafrika angefallen war. Ohne diesen Effekt hätte sich ein Rückgang des Reingewinns um 48 Prozent ergeben. Der Umsatz ging um sieben Prozent auf 25,157 Milliarden Franken zurück. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende erhalten, die allerdings nicht in bar, sondern in handelbare Anrechte auf Aktien ausgerichtet wird. Im Ausblick wird darauf hingewiesen, dass 2009 für die Bau- und Baustoffwirtschaft wiederum ein schwieriges Jahr werden dürfte. Solange klare Eckwerte über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft fehlten, werde auf eine konkrete Prognose über den Konzernerfolg für dieses Jahr verzichtet. Das Hauptaugenmerk liege bei einem rigorosen Kostenmanagement und bei der Erarbeitung eines möglichst hohen Cash-Flows. (AP)

          France Telecom steigert Umsatz und Gewinn - Dividende steigt um zehn Cent

          Der französische Telekomkonzern France Telecom hat im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn auf vergleichbarer Basis gesteigert und erhöht die Dividende leicht. Der Gewinn vor Sondereffekten sei um 14 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro geklettert, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Paris mit. Der Umsatz stieg bereinigt um Sondereffekte um knapp drei Prozent auf 53,5 Milliarden Euro. Beim operativen Gewinn legte France Telecom auf bereinigter Basis um 2,8 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro zu. Damit erfüllte France Telecom die Erwartungen der Analysten. Die Dividende für das vergangene Jahr werde um 10 Cent auf 1,40 Euro je Aktie erhöht. (dpa-AFX)

          Symrise rechnet mit schwachem 1. Halbjahr 2009

          Der Duft- und Geschmacksstoff-Spezialist Symrise stellt sich wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf ein schwieriges Jahr 2009 ein. „Wegen der Volatilität im gegenwärtigen ökonomischen Umfeld sind präzise Aussagen über Profitabilität und EbitA-Marge zurzeit nicht möglich“, sagte der im Oktober scheidende Konzernchef Gerold Linzbach am Mittwoch laut Mitteilung. Trotz des schwierigen Umfelds solle die Gesellschaft aber auch 2009 schneller wachsen als der Markt. Aufgrund der hohen Preise, zu denen Rohstoffe für die nächsten Monate eingekauft wurden, und aufgrund des negativen Einflusses der Wirtschaftskrise auf das Bestellverhalten der Kunden sei damit zu rechnen, dass das erste Halbjahr 2009 im Vergleich mit dem starken ersten Halbjahr 2008 schwächer ausfallen werde. (dpa-AFX)

          Deutlicher Gewinnrückgang bei Scor

          Beim französischen Rückversiciherer Scor ist der Gewinn im vierten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres um 68 Prozent auf 35 Millionen Dollar gefallen. Im Gesamtjahr ging der Nettogewinn um 23 Prozent auf 315 Millionen Euro zurück. Das Unternehmen hält die Dividende je Aktie unverändert bei 80 Cent. (Bloomberg)

          Personalvermittler Adecco von Wirtschaftskrise gebremst

          Der weltgrößte Personalvermittler Adecco ist im vergangenen Jahr durch die Wirtschaftskrise gebremst worden. Der Reingewinn verringerte sich im Vorjahresvergleich um einen Drittel auf 495 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch bekanntgab. Damit wurden die Erwartungen der Finanzanalysten deutlich enttäuscht. Der Umsatz schrumpfte um fünf Prozent auf 19,965 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 1,50 Franken erhalten, gleich viel wie auch im letzten Jahr. Lut Konzernchef Dieter Scheiff sah sich die Industrie insbesondere im vierten Quartal 2008 mit einem außergewöhnlich schwierigen Marktumfeld konfrontiert. Auf schwierige Zeiten stellt sich der Zeitstellenvermittler im Ausblick ein: So lag der Umsatz im Januar auf vergleichbarer Basis bereits einen Viertel unter dem Wert der entsprechenden Vorjahresmonats. Adecco will im ersten laufenden Halbjahr insgesamt 50 Millionen Euro für Kosteneinsparungen einsetzen. (AP)

          Nordex rechnet mit stagnierendem Gesamtmarkt

          Der Windenergieanlagenbauer Nordex rechnet trotz des schwierigen Marktumfelds weiter mit einer Umsatzsteigerung in diesem Jahr. Für die gesamte Branche erwartet das Unternehmen einen stagnierenden Absatz, wie Vorstandschef Thomas Richterich am Mittwoch laut Pressemitteilung sagte. Die Gesellschaft hatte zuletzt ein Umsatzwachstum von 10 bis 15 Prozent in Aussicht gestellt, wiederholte die Angaben nun aber nicht. Bei einer Veranstaltung in der Produktionsstätte in Rostock hatte der Unternehmenschef kürzlich gesagt, dass intern einmal 1,8 Milliarden Euro angestrebt waren, das Ziel nun aber 1,2 Milliarden Euro laute. Der Auftragsbestand erhöhte sich den Angaben zufolge im vergangenen Jahr von 2,9 auf 3,0 Milliarden Euro, wobei der Bestand fester Aufträge aufgrund der Finanzmarktkrise von 1 Milliarde auf 824 Millionen Euro gesunken sei. Der Bestand so genannter bedingter Aufträge (Rahmenverträge) stieg dagegen um 17 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Insbesondere im zweiten Halbjahr 2008 sei das Kreditvolumen für Kundenprojekte bei weiterhin hoher Nachfrage rückläufig gewesen, hieß es. (dpa-AFX)

          IKB rechnet mit Verlust von 600 Millionen Euro

          Der Verlust der krisengeschüttelten Mittelstandsbank IKB wird wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise im laufenden Geschäftsjahr 2008/09 höher ausfallen als bisher erwartet. Das Düsseldorfer Institut rechnet für das Ende des Monats auslaufende Geschäftsjahr nun mit einem Fehlbetrag nach deutschen Bilanzierungsregeln von rund 600 Millionen Euro. Im November hatte die Bank noch ein Minus von 400 Millionen Euro vorhergesagt. Gründe für die Einschätzung seien die geplante Reduzierung von Risiken in der Bilanz durch einen Abbau von Kreditportfolios und erhöhte Abschreibungen auf Kredite angesichts der Rezession sowie die Kosten der Sanierung der Bank. Nach dem internationalen Rechnungslegungsstandard IFRS drohen weitere Verluste durch die Bewertung von Papieren nach Marktpreisen. Allein im dritten Quartal (Ende Dezember) mussten deshalb 231 Millionen Euro abgeschrieben werden. Der Verlust lag im dritten Quartal bei 245 Millionen Euro. Wie das Ergebnis nach IFRS im Gesamtjahr ausfallen werde, lasse sich nicht abschätzen. In den ersten sechs Monaten hatte die Bank einen Gewinn von 250 Millionen Euro erwirtschaftet. Trotz der erwarteten Verluste werde die Kernkapitalquote der IKB zum Jahresende bei mehr als acht Prozent liegen, hieß es in der Mitteilung. Die Bank hatte ihr Eigenkapital im Herbst mit einer Kapitalerhöhung ihres Eigentümers, des Finanzinvestors Lone Star, aufgebessert. Vor Weihnachten erst hatte die IKB vom Staat bis zu fünf Milliarden Euro an Garantien für neue Anleihen erhalten. Die IKB versucht, sich mit einer Reduzierung der Bilanzsumme gesundzuschrumpfen. Sie hatte sich in großem Stil mit amerikanischen Ramschhypotheken verspekuliert und musste mehrmals mit Hilfe des Bundes vor dem Kollaps bewahrt werden. (Reuters)

          Palm gibt Umsatzwarnung aus

          Der amerikanische Taschencomputerhersteller Palm hat für das dritte Quartal eine Umsatzwarnung ausgesprochen. Aufgrund einer gesunkenen Nachfrage nach älteren Telefonen, der Wirtschaftsflaute und verspäteten Auslieferungen des Treo Pro werde Palm die Umsatzerwartungen der Wall Street verfehlen, teilte das Unternehmen am Dienstagabend nach Börsenschluss in New York mit. Vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal zufolge, das am 27. Februar endete, dürfte der Umsatz auf 85 bis 90 Millionen Dollar gefallen sein. Analsten hatten im Durchschnitt mit 155 Millionen Dollar gerechnet. Die Palm-Aktie verlor im nachbörslichen Handel mehr als zehn Prozent. (Reuters)

          United Internet: Kundenwachstum enttäuscht

          Die Aktien von United Internet werden am Mittwoch nach Aussagen zum Kundenwachstum schwächer erwartet. Der Internetdienstleister hat im vierten Quartal 2008 nur 40.000 neue DSL-Kunden hinzugewonnen, wie Robert Hoffmann, Vorstandssprecher der 1&1 Internet AG, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (siehe: United Internet gewinnt nur 40 000 neue DSL-Kunden) sagte. Zuvor waren 60.000 Neukunden für das vierte Quartal in Aussicht gestellt worden. Händler werteten die Aussagen negativ und rechnen mit erneutem Druck auf die Aktie. (dpa-AFX)

          Kreise-Kapitalerhöhung von HSBC stößt auf großes Interesse

          Die Kapitalerhöhung von Europas größter Bank HSBC hat Kreisen zufolge das Interesse mehrerer Investoren gefunden, die mindestens fünf Milliarden Pfund (rund 5,6 Milliarden Euro) investieren wollen. Das wären 40 Prozent der mit 12,5 Milliarden Pfund größten Kapitalerhöhung der britischen Wirtschaftsgeschichte. Die Ausgabe neuer Aktien werde von Hongkongs reichstem Mann Li Ka-shing und weiteren Investoren aus der ehemaligen britischen Kolonie in China unterstützt, die jeweils rund 300 Millionen Dollar investieren wollten, sagten am Dienstag mit dem Vorgang vertraute Personen. Auch institutionelle Investoren, Hedgefonds, bestehende Anteilseigner und Banken wollten die HSBC-Anteile den Angaben zufolge ihrem Portfolio hinzufügen. HSBC will gut fünf Milliarden Aktien für je 254 Pence verkaufen. Dabei räumt das Geldhaus den Anlegern einen unerwartet hohen Rabatt auf den Aktienkurs vom Montag ein, der zu Wochenbeginn in London um rund zwölf Prozent nachgab. Mehrere Großaktionäre hatten bereits zu dem Zeitpunkt angekündigt, die Kapitalerhöhung mitzutragen, um Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen. Den bisherigen Rekord für eine britische Kapitalerhöhung hält die RBS, die sich im vergangenen April auf diesem Weg zwölf Milliarden Pfund besorgte. (Reuters)

          Zeitung - Nissan erwartet Produktionsrückgang um 27 Prozent

          Der drittgrößte japanische Autobauer Nissan erwartet einem Zeitungsbericht zufolge für das im April beginnende Geschäftshalbjahr einen Produktionsrückgang um 27 Prozent. Bei einer Konferenz mit Zulieferern habe Nissan eine Zielmarke von 1,29 Millionen Fahrzeugen für die Zeit von April bis September genannt, berichtete die Wirtschaftszeitung „Nikkei“ am Mittwoch. Wegen des ungewissen Konjunkturausblicks habe das Unternehmen aber keine Zahl für das zweite Geschäftshalbjahr genannt. Ein Unternehmenssprecher bestätigte, dass Zulieferer über die Produktionspläne unterrichtet worden seien, wollte aber keine Zahlen nennen. Angesichts der weltweiten Rezession drosseln alle Autohersteller ihre Produktion. Auf dem auch für Nissan sehr wichtigen amerikanische Automarkt war der Absatz im Februar um über 41 Prozent eingebrochen. „Nikkei“ zufolge dürfte Toyota im kommenden Geschäftsjahr seine Produktion um zwölf Prozent zurückfahren, Honda erwarte einen Rückgang zwischen drei und neun Prozent. Nissan werde im laufenden Geschäftsjahr wohl 17 Prozent weniger Autos produzieren und mit 2,93 Millionen Fahrzeugen erstmals seit sechs Jahren unter die Drei-Millionen-Marke fallen, hieß es in dem Bericht weiter. Die Aktien von Nissan gaben um 1,7 Prozent auf 298 Yen nach. (Reuters)

          UBS wechselt auch Präsidenten des Verwaltungsrats aus

          Die Schweizer Großbank UBS wechselt nach dem Konzernchef auch den Präsidenten des Verwaltungsrats aus. UBS-Präsident Peter Kurer werde vom früheren Bundesrat Kaspar Villiger abgelöst, teilte die UBS am Mittwoch mit. Der Wechsel soll am 15. April auf der Generalversammlung der UBS vollzogen werden. Kurer sagte erklärte laut Mitteilung, für ihn sei es an der Zeit, die seit einem Jahr eingeleitete Transformation abzuschließen und sein Amt zur Verfügung zu stellen. Villiger, der von 1989 bis 2003 Mitglied des Bundesrats gewesen war, sprach von außergewöhnlichen Zeiten für die UBS und die Schweiz. Der 68-Jährige kündigte an, alle übrigen Verwaltungsratsmandate abzugeben. Er sitzt unter anderem bei Swiss Re und Nestle im Verwaltungsrat. Erst vor knapp einer Woche war Konzernchef Marcel Rohrer durch den früheren Credit-Suisse-CEO Oswald Grübel abgelöst worden. Dass sich die UBS auch von Kurer trennt, kommt nicht überraschend. Er war in der Ära Ospel zum Chefjuristen der Bank aufgestiegen und ist auch in der Steueraffäre in den Vereinigten Staaten stark exponiert, obwohl ihm die Finanzmarktaufsicht kein Mitwissen über die Verfehlungen anlastete. Villiger war in den vergangenen Tagen als möglicher Kurer-Nachfolger gehandelt worden, ebenso wie Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Dieser hatte aber schon mehrmals abgewunken. (AP)



          Wirtschaft

          Amerikanischer Automarkt bricht immer stärker weg

          Der amerikanische Automarkt bricht immer stärker weg. Dies bekamen im Februar auch die deutschen Hersteller zu spüren, deren Absätze prozentual zweistellig in den Keller rutschten. Noch stärker waren die Rückgänge der amerikanischen Branchengrößen General Motors und Ford. Die beiden kündigten am Dienstag deutliche Produktionskürzungen an. Volkswagen verkaufte im vergangenen Monat, der einen Verkaufstag weniger hatte als der Februar 2008, 13.660 Fahrzeuge, das waren 17,5 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Daimler gab für Mercedes-Benz Cars ein Minus von 20,6 Prozent bekannt, BMW einen Einbruch um knapp 35 Prozent auf 15.805 Autos. Die VW-Tochter Audi lieferte in den Vereinigten Staaten 4653 Autos aus, 24,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Porsche teilte einen Rückgang in Nordamerika um zwölf Prozent auf 1622 Fahrzeuge mit. Der schwer angeschlagene GM-Konzern setzte auf dem heimischen Markt 50 Prozent weniger Pkw ab als im Februar des Vorjahres. Er kündigte eine Produktionsdrosselung um rund 34 Prozent im zweiten Quartal an. Bei Ford fielen die Verkäufe um 48,4 Prozent auf 99.400 Fahrzeuge. Der zweitgrößte amerikanische Autobauer will im zweiten Quartal 38 Prozent weniger produzieren als vor Jahresfrist. Chrysler setzte im Berichtsmonat 44 Prozent weniger Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten ab. Weltmarktführer Toyota Motor verkaufte im Februar mit 109.583 Fahrzeugen fast 40 Prozent weniger. (Reuters)

          Australiens Wirtschaft schrumpft im vierten Quartal 2008

          Die australische Wirtschaft ist in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres überraschend geschrumpft. Wie die nationale Statistikbehörde am Mittwoch berichtete, fiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,5 Prozent zum Vorquartal. Das ist der erste Rückgang der Wirtschaftsleistung seit dem vierten Quartal im Jahr 2000. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten hingegen einen BIP-Anstieg um 0,1 Prozent erwartet. Im dritten Quartal war die australische Wirtschaft noch um 0,1 Prozent expandiert. (Dow Jones Newswires)

          Chinas Einkaufsmanagerindex an der Wachstumsschwelle

          Der chinesische Einkaufsmanagerindex ist im Februar den dritten Monat in Folge gestiegen, was auf eine baldige Erholung der Konjunktur hindeuten könnte. Nach amtlichen Angaben vom Mittwoch stieg der Index auf 49,0 Punkte von 45,3 Punkten im Januar. Ab einem Wert von 50 Punkten wird Wachstum signalisiert. Im November war das Konjunkturbarometer auf ein Rekordtief von 38,8 Punkten gefallen. Chinas Wirtschaft befinde sich möglicherweise an der Schwelle zu einer nachhaltigen Erholung, sagte der Regierungs-Wirtschaftswissenschaftler Zhang Liqun. Die Politik der Wachstumsanreize zeige Wirkung. Die chinesische Regierung hat zur Überwindung der Krise ein Konjunkturprogramm von vier Milliarden Yuan (rund 500 Milliarden Euro) aufgelegt. Angesichts der trüben Wirtschaftsaussichten hatte Präsident Hu Jintao vergangene Woche weitere Impulse zur Ankurbelung der heimischen Nachfrage angekündigt. Am Samstag hatte Ministerpräsident Wen Jinbao erklärt, die Ausgaben zur Konjunkturstützung zeigten erste Wirkung und lenkten die Wirtschaft in die richtige Richtung. Allerdings könnte sich die weltweite Finanzkrise noch einmal verschlimmern, warnte er zugleich. Am Donnerstag beginnt in Peking die jährliche Sitzung des Volkskongresses, auf dem die Wirtschaftskrise auch ein beherrschendes Thema sein dürfte. Im Vorfeld wurden zahlreiche Offizielle, von Zentralbankern bis hin zum Finanzminister, nicht müde zu versichern, dass China trotz des weltweiten konjunkturellen Gegenwinds sein Wachstumsziel von acht Prozent in diesem Jahr erreichen könne. (Reuters)

          Chinas Airlines wollen spätere Liefertermine für Maschinen

          Die chinesischen Fluggesellschaften wollen nach amtlichen Angaben die Abnahme neuer Flugzeuge verschieben. Die Unternehmen würden unterzeichnete Verträge achten, sagte der Generaldirektor der Zivilluftfahrtbehörde, Li Jiaxiang, am Mittwoch vor Journalisten in Peking. Allerdings sollte über die Auslieferungen neu verhandelt werden. Derzeit überprüften alle Airlines ihren Bedarf an neuen Flugzeugen entsprechend den geänderten Marktbedingungen. Das könnte auch dazu führen, dass die Zusammensetzung von Bestellungen hin zu mehr kleineren Maschinen geändert werden könnte, sagte Li. (Reuters)

          China steigert Militärhaushalt um 14,9 Prozent

          China wird seinen Verteidigungshaushalt in diesem Jahr um 14,9 Prozent steigern. Damit wachsen die offiziellen Militärausgaben etwa doppelt so schnell wie die chinesische Wirtschaft. Einen Tag vor Beginn der diesjährigen Plenarsitzung des Volkskongresses in Peking sagte Tagungssprecher Li Zhaoxing, der Zuwachs des Verteidigungsetats solle dem Lebensstandard der Truppen und der Modernisierung der militärischen Ausrüstung zugute kommen. Die Fähigkeiten der Volksbefreiungsarmee, im Informationszeitalter das Land zu verteidigen, müssten ebenso verbessert werden wie ihr Einsatz im Katastrophenschutz und in der Terrorismusbekämpfung. Im vergangenen Jahr hatte China seinen Militärhaushalt sogar noch um 17,5 Prozent gesteigert. Die amerikanische Regierung geht allerdings davon aus, dass die tatsächlichen Ausgaben für Chinas Volksbefreiungsarmee zwei- bis dreimal höher sind und aus anderen Haushalten kommen. Im Januar hatte die chinesische Regierung ihre hohen Militärausgaben auch mit der Überlegenheit anderer Staaten gerechtfertigt. Mit Hinweis auf die verstärkte Präsenz der Vereinigten Staaten in der Asien-Pazifik- Region wurde eine „Eindämmungspolitik von außen“ gegenüber China kritisiert. Auch wurden separatistische Kräfte im Land als Bedrohung beschrieben. (dpa)

          Umfrage: Amerikaner sparen vor allem beim Ausgehen

          Die Amerikaner sparen angesichts der Wirtschaftskrise laut einer Umfrage vor allem bei den Ausgaben fürs Kino, für Restaurants oder andere Vergnügungen. 70 Prozent der amerikanische Bürger gaben bei einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Zogby-Meinungsforschungsinstituts (Utica, New York) an, in erster Linie beim Ausgehen zu sparen. 40 Prozent der Befragten haben demnach ihre Ausgaben für größere Anschaffungen wie Computer oder Autos reduziert, ebenfalls 40 Prozent sparten bei den Ausgaben für den täglichen Haushalt. 39 Prozent sagten, sie hätten ihren persönlichen Urlaubsetat reduziert. Die Sparwelle hat dem Institut nach auch die Besserverdienenden mit einem Einkommen von über 100 000 Dollar (80 000 Euro) erreicht. Bei den Geringverdienenden (unter 25 000 Dollar) berichteten 64 Prozent, dass sie ihre täglichen Haushalts-Ausgaben verringert hätten. Am stärksten schränkt sich der Umfrage zufolge die Altersgruppe von 18 bis 29 Jahren ein. (Bei der repräsentativen Umfrage wurden den Angaben zufolge 1474 amerikanische Bürger befragt.) (dpa)

          Für fast 1,5 Millionen Beschäftigte Kurzarbeit angekündigt

          Als Folge des Wirtschaftsabschwungs sind inzwischen fast 1,5 Millionen Arbeitnehmer von Kurzarbeit bedroht. Die Zahl der vorsorglichen Anzeigen für die Zwangspause ist im Februar nochmals drastisch gestiegen. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) kündigten im zurückliegenden Monat fast 17.000 Unternehmen für 700.000 Arbeitnehmer Kurzarbeit an, weil sie ihre Produktion aus konjunkturellen Gründen zurückfahren, wie Reuters am Dienstag erfuhr. Die BA will die Zahlen am Mittwoch bekanntgeben. Damit haben die Unternehmen seit Oktober, als die Wirtschaftskrise den Arbeitsmarkt erreichte, für fast 1,5 Millionen Arbeitnehmer Kurzarbeit angekündigt. Betroffen sind vor allem Beschäftigte in der Automobil-, Metall- und Kunststoffindustrie. Wie viele Beschäftigte tatsächlich in die Zwangspause geschickt werden, ist aber noch offen. Viele Betriebe kündigen nur vorsorglich Kurzarbeit an, weil dies eine Bedingung für die spätere Zahlung von Kurzarbeitergeld ist. Im Dezember bezogen 201.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld aus konjunkturellen Gründen, nachdem ursprünglich für über 480.000 Beschäftigte Kurzarbeit angekündigt worden war. Die Zahl der Anzeigen lag im Februar mehr als doppelt so hoch wie im Januar und betrug etwa das 45fache der Anzeigen vor einem Jahr. Sie ist ein Hinweis darauf, wie pessimistisch die Unternehmen die Entwicklung einschätzen. Insgesamt verzeichnete die BA im Februar knapp 724.000 neue Anzeigen für Kurzarbeit. Zu den Zwangspausen wegen Auftragsflauten kommt noch die Kurzarbeit aus Saisongründen etwa wegen schlechten Wetters am Bau hinzu. Mit reduzierter Arbeitszeit und geringeren Lohnzahlungen können Unternehmen in der Krise Entlassungen zunächst vermeiden. Die Bundesregierung hatte die Firmen ausdrücklich ermutigt, Kurzarbeit zu nutzen, um ihre Mitarbeiter zu halten. Ein Teil der Lohneinbußen wird aus der Arbeitslosenversicherung ausgeglichen. Kurzarbeiter bekommen 60 Prozent (Beschäftigte mit Kindern 67 Prozent) des ausgefallenen Nettolohns erstattet. (Reuters)

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