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Mehr Tierschutz : Investor Icahn nimmt McDonald’s ins Visier

  • -Aktualisiert am

Auch in Deutschland prangt das „goldene M“ von McDonald’s - seit über 50 Jahren jetzt Bild: dpa

Der aktivistische Investor Carl Icahn will McDonald’s zu mehr Tierschutz in der Lieferkette zwingen. Die Schnellrestaurant-Kette geht zum Gegenangriff über.

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          Der aktivistische Investor Carl Icahn will die Schnellrestaurantkette McDonald’s über Neulinge im Management zu mehr Tierschutz in der Lieferkette zwingen. Icahn schlug die Ökofonds-Managerin Leslie Samuelrich und die Restaurantkettenmanagerin Maisie Ganzler zur Wahl in den Verwaltungsrat bei der Hauptversammlung vor.

          Icahn kritisiert, McDonald’s lasse sich noch immer von Schweinefleischherstellern mit Kastenstandhaltung beliefern: Trächtige Säue werden dabei in enge Kästen gezwängt. Im Jahr 2012 hatte McDonald’s angekündigt, Lieferanten aus den Vereinigten Staaten sollten Pläne vorlegen, wie sie schrittweise diese Kästen abschafften. Nun teilte McDonald’s mit, man werde Icahns Kandidatinnen prüfen wie alle anderen Personen auch. Der Konzern sei in der Branche führend darin, die kritisierte Praxis zurückzudrängen. Bis Jahresende stammten voraussichtlich 85 bis 90 Prozent des Schweinefleischs von Säuen, die nicht in den Käfigen gehalten würden.

          Schweine und Wurstpellen

          Nach eigenen Angaben kauft McDonald’s etwa ein Prozent des Schweinefleischs in den USA. Der global bekannte Schnellrestaurantbetreiber ging zudem zum Gegenangriff über: Icahn halte nach eigenen Angaben 200 McDonald’s-Aktien und sei andererseits Mehrheitseigner des Wurstpellenherstellers Viskase, in Deutschland Kennern bekannt als Wettbewerber des hiesigen Anbieters Kalle, der früher zu Hoechst gehörte. Interessant sei, dass Icahn von Viskase bisher öffentlich noch keine ähnlichen Verpflichtungen eingefordert habe.

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