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Einmal lächeln und zahlen : Mastercard startet biometrischen Bezahlvorgang

Mastercard startet das biometrische Checkout-Programm. Bild: obs

Eigentlich ist der amerikanische Konzern für seine Kreditkarten bekannt. In fünf Supermärkten in Brasilien startet Mastercard nun ein Bezahl-Pilotprojekt – gezahlt wird dort kontaktlos mittels einer Gesichtserkennung.

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          Das lästige Kramen nach der Geldbörse an der Kasse soll es in der Zukunft aus Sicht des amerikanischen Finanzdienstleisters Mastercard nicht mehr geben. In fünf St.-Marche-Supermärkten in der Millionenmetropole São Paulo in Brasilien startet das Unternehmen ein Pilotprogramm für einen biometrischen „Check-out“ – also Bezahlvorgang. Damit können die Kunden laut Mastercard kontaktlos mittels einer Gesichtserkennung oder eines Winkens im Einzelhandel zahlen.

          Antonia Mannweiler
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Wer die biometrische Bezahlmethode nutzen will, muss sich zuvor in der App des Händlers oder des Identitätsprüfers angemeldet haben und dort seine biometrischen Daten hinterlegen. Im Anschluss können die Nutzer an der Kasse mit einem Blick in die Kamera zahlen – ähnlich wie etwa die Face-ID von Apple für die Entsperrung von iPhones genutzt wird – oder indem sie ihre Hand in einem Lesegerät bewegen. Der US-Konzern Mastercard arbeitet dafür mit dem brasilianischen Finanz-Start-up Payface zusammen, das die App für die Supermärkte entwickelt hat.

          „Wir haben den Nahen Osten und Afrika im Visier, Asien und Lateinamerika“, sagte Nili Klenoff, leitende Vizepräsidentin der Produktinnovation bei Mastercard, in einem Interview. Man freue sich wirklich darauf, diese Lösung überall anzubieten. Auch weitere Funktionen, die diese Technologie nutzten, seien in Arbeit. Wann die Bezahlmethode aber genau in anderen Ländern an den Start gehen soll, ist noch unklar.

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