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Maschinenbau : Wacker Construction: Mit neuer Kraft

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Kraftvoll: Wacker Construction Bild: Wacker Construction

Einen zweiten Anlauf zur Börse nimmt Wacker Construction, nachdem der Börsengang im Juni 2006 abgesagt wurde. Im Rückblick war dies wohl klug, denn Wacker hat die für das Jahr 2006 in Aussicht gestellten Ziele übertroffen.

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          Einen zweiten Anlauf zur Börse nimmt Wacker Construction. Im Juni 2006, als die Aktienmärkte in einer schwierigen Phase waren, hatte der Baumaschinenhersteller aus München durch einen Börsengang das Kapital um 100 Millionen Euro erhöhen und zugleich dem Finanzinvestor Lindsay Goldberg & Bessemer (LGB) den Verkauf seines Aktienpakets für 250 Millionen Euro ermöglichen wollen. Die Anleger waren indes nicht bereit gewesen, auf die Preisvorstellungen von Vorstand und LGB einzugehen. Daher wurde der Börsengang abgesagt.

          Im November 2006 kaufte dann die Familie Wacker LGB den 31,5- Prozent-Anteil ab und stockte ihren Anteil auf rund 90 Prozent auf. Jetzt will die Familie über einen Börsengang dieses Aktienpaket wieder loswerden.

          Im Rückblick war es wohl klug, den Börsengang zu verschieben, denn Wacker hat die für das Jahr 2006 in Aussicht gestellten Ziele übertroffen. Analysten hatten vor dem ersten Anlauf zur Börse unterstellt, dass Wacker einen Gewinn (Ebitda) von 95 Millionen erzielen würde. Daraus hatten sie einen Unternehmenswert von 650 Millionen Euro abgeleitet.

          Tatsächlich erreicht hat Wacker im Jahr 2006 ein Ebitda von 100 Millionen Euro. Analysten taxieren nun den Unternehmenswert nach einer geplanten Kapitalerhöhung auf 0,8 bis 1,2 Milliarden Euro.

          Wacker stellt zum Beispiel Presslufthämmer her und ist am ehesten vergleichbar mit den börsennotierten österreichischen Unternehmen Palfinger, Komatsu in Japan und Caterpillar aus Amerika. Deutsche Bank, UBS und Sal. Oppenheim begleiten federführend den Börsengang dieses S-Dax-Kandidaten.

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