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Marktbericht : Satte Gewinne für den Dax

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Der Mix aus überraschend starken Konjunkturindizes aus den Euro-Ländern und soliden Quartalsberichten von Konzernen aus Amerika ist am Donnerstag am deutschen Aktienmarkt sehr gut angekommen. Der Dax stieg um 2,5 Prozent auf 6142,15 Punkte.

          Eine Flut starker Unternehmenszahlen aus Amerika hat dem deutschen Aktienmarkt am Donnerstag satte Kursgewinne beschert. Anders als zuletzt so häufig fehlten diesmal Störfeuer von der Konjunkturfront: Ermutigende amerikanische Daten etwa aus dem Immobiliensektor gaben dem Dax am Nachmittag einen weiteren Schub, so dass der Leitindex mit einem satten Plus von 2,53 Prozent bei 6.142,15 Punkte aus dem Handel ging. Der MDax legte um 2,95 Prozent auf 8.414,38 Punkte zu und der TecDax gewann 1,67 Prozent auf 783,70 Punkte.

          „Diesmal haben sowohl die volkswirtschaftliche Seite als auch die Unternehmensergebnisse den Markt angetrieben“, sagte Händler Stefan de Schutter von der Alpha Wertpapierhandels GmbH. „Daher sehen wir heute auch so einen fulminanten Ausbruch.“ Sollten die Signale seitens der Unternehmen und der Konjunktur positiv bleiben, dann könnte der Markt sich aus seinem Abwärtstrend befreien.

          Vorgaben ausländischer Konkurrenten sorgen für Bewegung

          Bei Einzelwerten sorgten vor allem die Vorgaben ausländischer Konkurrenten für Bewegung. So ließen starke Quartalszahlen des schwedischen Lastwagenherstellers Volvo und ein laut Analysten konservativer Ausblick die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) um 4,32 Prozent auf 78,72 Euro steigen. Die Papiere von MAN verteuerten sich an der Dax-Spitze um 4,45 Prozent auf 74,70 Euro. Hier gab es zudem die Nachricht, dass auf Betreiben von Großaktionär VW die Zusammenarbeit zwischen MAN und der schwedischen VW-Tochter Scania konkretere Formen annehmen soll.

          Aktien der Deutschen Bank verteuerten sich vor den am Freitagabend anstehenden Stresstest-Ergebnissen für die europäischen Banken um 4,12 Prozent auf 49,690 Euro und Commerzbank-Titel rückten um 2,75 Prozent auf 6,318 Euro vor. Um die Mittagszeit hatte es Gerüchte über eine frühere Veröffentlichung gegeben, die sich aber nicht bewahrheiteten. Die Experten erwarten, dass die deutschen Banken mit Ausnahme der am staatlichen Tropf hängenden Hypo Real Estate den Test bestehen werden.

          Praktiker von eigenen Zahlen belastet

          Bei Siemens ließen positiv aufgenommene Zahlen des schweizerischen Wettbewerbers ABB die Aktien um 3,64 Prozent auf 76,01 Punkte steigen. Ein französischer Zeitungsbericht über einen möglichen Auftrag des Bahnunternehmens Eurostar stieß am Markt allerdings auf Skepsis. Auch Anteilsscheine der Deutschen Post profitierten mit marktkonformen Gewinnen von 2,41 Prozent auf 12,970 Euro von Zahlen eines Konkurrenten. Das amerikanische Logistikunternehmen United Parcel Service (UPS) überraschte mit seiner Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal ebenso positiv wie mit einem höheren Jahresausblick.

          Dagegen sorgten im MDax bei Praktiker eigene Zahlen nicht für Euphorie: Händler sahen die Quartalsergebnisse als durchwachsen oder unter den Markterwartungen, was die Aktien der Baumarktkette prozentual unverändert bei 5,462 Euro schließen ließ. Eine Branchenstudie von Goldman Sachs bewegte die Titel von Medienunternehmen. ProSiebenSat.1 gewannen 5,49 Prozent auf 12,110 Euro, nachdem die amerikanische Bank die Aktien hochgestuft hatte und nun eine Kaufempfehlung ausspricht. Die Anteilsscheine des Bezahlsenders Sky Deutschland , die die Analysten nur noch neutral bewerten, gewannen nur unterdurchschnittliche 1,26 Prozent auf 1,368 Euro.

          Auch internationale Indizes deutlich höher

          Der EuroStoxx 50 schloss 2,83 Prozent höher bei 2714,21 Punkten. In Paris und London ging es für die nationalen Indizes ebenfalls deutlich nach oben. Der New Yorker Dow Jones) zeigte sich zum europäischen Handelsschluss über zwei Prozent im Plus.

          Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,27 (Vortag: 2,30) Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,02 Prozent auf 126,72 Punkte zu. Der Bund Future sank um 0,19 Prozent auf 128,66 Punkte. Der Referenzkurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,2850 (1,2817) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7782 (0,7802) Euro.

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