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Marktbericht : Deutsche Aktien legen zu

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Euro klettert Richtung 1,32 amerikanischen Dollar

Die späte Erholung am amerikanischen Aktienmarkt hat den Euro am Freitag in Richtung 1,32 amerikanischen Dollar getrieben. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete im frühen Handel 1,3183 Dollar. Ein Dollar war 0,7584 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag noch auf 1,3050 (Mittwoch: 1,2947) Dollar festgesetzt. Im Mittelpunkt stehen aus Sicht der Helaba Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten und Deutschland: „Schwache amerikanischen Neubauverkäufe könnten den Euro belasten, während ein freundlicher ifo-Index temporär unterstützen sollte“, erwartet Helaba-Experte Ralf Umlauf. Trotz der düsteren Konjunkturprognosen gehen Experten davon aus, dass sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft leicht aufgehellt hat. Das wäre der erste Anstieg des ifo Geschäftsklimas nach zwei Rückgängen in Folge.

Ölpreise sinken Richtung 49 US-Dollar

Die Ölpreise sind am Freitag trotz der späten Erholung am US-Aktienmarkt weiter gesunken. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juni kostete im frühen Handel 49,13 Dollar und damit 49 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel um 61 Cent auf 49,50 Dollar. Händler begründeten den Preisrückgang mit der Aussicht auf eine geringere Nachfrage im Sog der globalen Wirtschaftskrise. Der Handel müsse an bestimmten Punkten die fundamentalen Bedingungen berücksichtigen, sagte ein Händler. Diese sprächen für eine geringere Nachfrage, was auf einen weiteren Rückgang der Ölpreise schließen lasse.

Japans Börse schließt mit Verlusten

Die Börse in Tokio hat am Freitag nach Gewinnmitnahmen mit Verlusten geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte verlor 139,02 Punkte oder 1,57 Prozent auf 8707,99 Punkte. Der breit gefasste Topix verlor 9,45 Punkte oder 1,13 Prozent auf 830,05 Punkte. In der gesamten Woche fiel der Nikkei um 2,24 Prozent, der Topix verlor 1,84 Prozent.

Die Börse in Hongkong zeigt sich am Freitagmittag (Ortszeit) etwas leichter. Der Hang-Seng-Index verliert 0,4 Prozent auf 15.148 Punkte, nachdem er im bisherigen Verlauf zwischen dem positiven und dem negativen Terrain geschwankt war. Bei der Stimmung der Anleger herrsche keine eindeutige Tendenz vor, heißt es. Marktexperten von Taifook kommentieren, dass geduldige Anleger eine vorsichtige Haltung beibehalten könnten und weiterhin auf die Volatilität achten.

Nach Veröffentlichung der Quartalsergebnisse steigen China Life um 0,4 Prozent auf 27,45 Hongkong-Dollar. PetroChina verlieren dagegen 0,9 Prozent auf 6,73 Hongkong-Dollar nachdem J.P. Morgan die Aktie auf Underweight von Neutral herabgestuft hat.

Wall Street schließt fester

Mit einem Schlussspurt haben die Kurse an Wall Street am Donnerstag eine volatile Sitzung beendet und fester geschlossen. Zunächst war das Sentiment durch schwächer als erwartet ausgefallene amerikanischen Konjunkturdaten belastet worden. In der Folge erholten sich die Aktienkurse zwar von ihren Tagestiefs, pendelten aber zwischen positivem und negativem Terrain, so ein Händler. In der letzten halben Stunde kam es dann zu einem deutlichen Anziehen der Kurse und der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) stieg bis auf sein Tageshoch bei 7.979 Punkten.

Der DJIA ging schließlich mit einem Plus von 0,9 Prozent oder 70 Punkte bei 7.957 aus der Sitzung. Im Tagestief war er schon bis auf 7.804 Punkte gefallen. Der S&P-500 stieg um 1,0 Prozent oder 8 Punkte auf 852 Stellen. Der technologielastige Nasdaq Composite kletterte um 0,4 Prozent oder sechs Punkte auf 1.652. Es wurden dabei an der New York Stock Exchange 1,56 (Mittwoch: 1,77) Milliarden Aktien umgesetzt. Auf 1.798 Kursgewinner kamen dabei 1.120 Verlierer. 98 Titel schlossen den Handel unverändert.

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