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Marktbericht : Dax zum Start ohne große Bewegung

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Nach dem deutlichen Minus von 2,44 Prozent am Dienstag ist der deutsche Leitindex am Mittwoch zum Start wieder leicht im Plus gestartet. Die Börse in Tokio folgt am Dienstag den Wall-Street-Vorgaben abwärts und zeigt sich schwächer.

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          Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch kaum verändert in den Handel gestartet. Der Leitindex Dax stieg in den ersten Minuten um minimale 0,01 Prozent auf 5.286,35 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,16 Prozent auf 683,10 Zähler. Der MDax gab hingegen um 0,11 Prozent auf 6.308,27 Zähler nach. Erneut stehen laut Händlern Quartalsberichte im Blick der Anleger und dürften vor allem Einzelwerte aus der zweiten Reihe bewegen. Im Dax sind es die Zahlen des Versorgers Eon, denen das Hauptaugenmerk gilt.

          Die Vorgaben der Börsen aus Übersee lieferten erneut kein klares Bild, so dass es von dieser Seite kaum Impulse für den Markt gab. Unter den amerikanischen Konjunkturdaten dürfte die größte Aufmerksamkeit der Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank zuteil werden, die jedoch erst am späteren Abend und damit nach Börsenschluss in Europa ansteht. Erwartet wird, dass die Fed eine anhaltende Nullzinspolitik signalisieren und die Konjunkturaussichten positiver beurteilen wird.

          Deutsche Anleihen: Freundlicher Start

          Der deutsche Rentenmarkt ist am Mittwoch freundlich in den Handel gestartet. Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future kletterte im frühen Handel um 0,13 Prozent auf 120,65 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,472 Prozent. Im Handelsverlauf hätten die Festverzinslichen aber einiges zu verdauen, hieß es am Markt. Etwas Gegenwind kommt der Helaba zufolge vom Primärmarkt. „Vor allem das lange Ende könnte durch die Emissionstätigkeit der Vereinigten Staaten und der Eurozone belastet werden“, schreiben die Experten in einem Morgenkommentar. Die deutsche Finanzagentur habe eine Aufstockung der zehnjährigen Bundesanleihe um sechs Milliarden Euro angekündigt und in den Vereinigten Staaten müsse das Angebot ebenfalls zehnjähriger Anleihen im Volumen von 23 Milliarden Dollar verkraftet werden. Zudem steht am Abend die Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank Fed an.

          Aktien in Tokio schwächer

          Die Tokioter Börse hat am Mittwoch Verluste verbucht. Der Nikkei-225-Index fiel um 1,42 Prozent auf 10.435,00 Punkte und entfernte sich damit wieder von seinem am Vortag erzielten 10-Monats-Hoch. Der breiter gefasste TOPIX sank um 1,40 Prozent auf 959,87 Zähler. Händler sprachen von einem nervösen Handel vor der Leitzinsentscheidung der amerikanischen Notenbank.

          Euro in Fernost gegenüber Dollar unverändert

          Der Euro hat sich am Mittwoch im fernöstlichen Devisenhandel gegenüber dem Dollar behauptet. Die europäische Einheitswährung notierte weitgehend unverändert bei 1,4143 Dollar. Zur japanischen Währung gab der Euro 0,5 Prozent auf 135,17 Yen nach. Der Dollar verlor gegenüber dem Yen 0,5 Prozent auf 95,55 Yen. Der Schweizer Franken notierte bei rund 1,0820 Franken je Dollar und bei 1,5306 Franken je Euro.

          Finanzwerte schicken Wall Street auf Talfahrt

          Die anhaltende Unsicherheit über die Entwicklung des Bankensektors hat die amerikanischen Börsen am Dienstag ins Minus gedrückt. Die Grundlagen der Finanzindustrie hätten sich nicht wirklich verbessert, sagte der einflussreiche Bankenanalyst Richard Bove. Zudem befürchteten Investoren anlässlich des unerwartet großen Rückgangs der Bestände von Großhändlern, dass die Unternehmen nicht an eine wachsende Nachfrage glaubten und deswegen ihre Lager vorerst nur zögerlich bestückten. Viele Anleger zeigten sich auch angesichts der zweitägigen Sitzung der Notenbank Fed vorsichtig.

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