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Marktbericht : Dax zeigt sich leicht freundlich

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Der Dax hat am Freitag etwas höher als am Donnerstag eröffnet. Händler sprachen von einer technischen Erholung, nachdem der Index am Vorabend 3,8 Prozent verloren hatte. Zu den größten Gewinnern zählten im frühen Geschäft die Finanzwerte.

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          Nach dem kräftigen Verlust am Vortag hat der deutsche Aktienindex Dax am Freitag im frühen Handel leicht zugelegt. Es dürfte ein ruhiger und ereignisloser Handelstag bleiben, da keine marktbewegenden Konjunkturdaten anstünden und die amerikanische Börsen wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen blieben, sagten Händler. Der Dax stieg um 0,27 Prozent auf 4.731,32 Punkte. Der TecDax legte um 0,11 Prozent auf 623,72 Punkte zu. Der MDax der mittelgroßen Werte hingegen gab um 0,29 Prozent auf 5.745,39 Zähler nach.

          Nach fast vier Prozent Minus im Dax am Donnerstag sei es nicht überraschend, dass das Pendel nun in die Gegenrichtung ausschlage, sagte ein Börsianer. Zudem seien die Verluste an der Wall Street vom Vorabend bereits größtenteils in den Kursen enthalten und in Asien hielten sich die Abschläge in Grenzen.

          Mit minus 1,49 Prozent auf 40,43 Euro war der Titel des Salz- und Düngemittelspezialisten K+S schwächster Dax-Wert. Der Konzern sieht sich inmitten der Wirtschaftskrise nach Übernahmezielen um. „Wir können nur wachsen, indem wir akquirieren“, sagte Vorstand Joachim Felker der „Börsen-Zeitung“ (Freitag). Allerdings seien hohe Übernahmepreise noch ein Problem. Mit schnellen Schritten sei vorerst nicht zu rechnen.

          Die Aktien der Commerzbank erholten sich an der Dax-Spitze von ihren kräftigen Vortagsverlusten und stiegen um 3,76 Prozent auf 5,100 Euro. Auch die Anteilsscheine der Deutschen Bank zählten zu den Favoriten. Sie gewannen 1,76 Prozent auf 42,705 Euro.

          Von Studien wurden im MDax die Titel von Lanxess und Symrise bewegt. Die Papioere von Lanxess gewannen an der Index-Spitze 5,34 Prozent auf 18,95 Euro. Das Chemieunternehmen sollte reif für eine Erholung in der Gummisparte mit einer wieder lebhafteren Nachfrage nach Reifen sein, hieß es seitens der Deutschen Bank. Die Kosteneinsparungen dürften zudem die Gewinnsituation verbessern, schrieb Analyst Martin Dunwoodie und hob die Aktie von „Hold“ auf „Buy“ an und das Kursziel von 16 auf 25 Euro. Symrise büßten am Ende der 50 Titel umfassenden Kursliste 3,95 Prozent auf 9,97 Euro ein. Morgan Stanley stufte die Aktie auf „Equal-weight“ ab.

          Die Titel von Klöckner & Co (KlöCo) litten unter einer negativen Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) und verloren 0,71 Prozent auf 15,41 Euro. Diese hatte den Ausblick für die Kreditwürdigkeit des Stahlhändlers von „Stable“ auf „Negative“ gesenkt und dies mit den kurzfristig weiter schwierigen Handelsbedingungen im Sektor begründet. Auch seien die Chancen auf eine Erholung 2010 ungewiss.

          Die Anteilsscheine der Baumarktkette Praktiker gewannen 1,49 Prozent auf 6,81 Euro. Laut einem spekulativen Börsenblatt werden für das zweite Quartal gute Zahlen für das Deutschlandgeschäft bei einer positiven flächenbereinigten Umsatzentwicklung erwartet. Ein Händler sagte: „Nach der Ergebnisvorlage von Hornbach wäre alles andere eine Enttäuschung.“

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