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Marktbericht : Dax verliert deutlich

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Euro verliert in Fernost deutlich gegen Yen

Der Euro hat im Devisenhandel in Fernost am Dienstag deutlich gegen den Yen verloren. Der Euro verlor zwischenzeitlich auf ein Sieben-Wochen-Tief von 125,34 Yen, erholte sich aber wieder auf 125.70 Yen, ein Verlust von 0,3 Prozent gegenüber dem späten Handel in New York. Auch gegenüber dem Dollar legte der Yen zu. Der Dollar notierte bei 96,58 Yen mit 0,2 Prozent im Minus. Angesichts anhaltender Sorgen um eine Ausweitung der Schweinegrippe zögen es Händler vor, in als sicherer erachtete Währungen zu investieren, erklärten Händler zur Begründung. Der Euro stand zudem Händlern zufolge unter Druck, nachdem EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny erklärt hatte, die Zinsen in der Eurozone blieben für einige Zeit niedrig. Ein Euro wurde mit 1,3018 Dollar bewertet, ein Minus von 0,1 Prozent. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,5057 und zum Dollar mit 1,1568 .

Wall Street schließt leichter - Schweinegrippe verunsichert

Die Wall Street hat am Montag belastet vom Ausbruch der Schweinegrippe leichter geschlossen. Eines der zentralen Themen seien die möglichen Folgen der Krankheit für die Weltwirtschaft gewesen, hieß es aus dem Handel. Der Dow Jones Industrial Average Index (DJIA) verlor 0,6 Prozent oder 51 Punkte auf 8.025. Der breiter gefasste S&P-500 sank um 1 Prozent oder 9 Zähler auf 858 und der Nasdaq Composite ermäßigte sich um 0,9 Prozent oder 15 Punkte auf 1.679. Es wurden an der New York Stock Exchange 1,40 (Freitag: 1,73) Milliarden Aktien umgesetzt. Auf 857 Kursgewinner kamen dabei 2.060 Verlierer, 76 Titel schlossen den Handel unverändert.

Händlern zufolge habe sich zunehmend die Ansicht durchgesetzt, dass sich die Schweinegrippe nicht pandemisch ausbreiten wird. „Das hat anfangs die Risikoaversion anspringen lassen, was sich als kurzfristig erweisen dürfte“, sagte ein Händler. Einige Analysten zogen durchaus Vergleiche mit dem Ausbruch der SARS-Epidemie im Jahr 2003. Allerdings sei die Furcht vor einem Einbruch der Märkte übertrieben. Der übergeordnete Markttrend sei weiter intakt, hieß es weiter.

„Die Schweinegrippe hat durchaus das Potenzial, die Märkte weltweit zu bewegen, sollte sie sich zu einer Pandemie ausweiten. Allerdings ist es noch viel zu früh, den weiteren Verlauf vorherzusehen“, sagte Analyst Lars Christensen von Danske Bank. Allerdings seien Anleger verunsichert.

Pharmawerte profitierten von den Schlagzeilen über die Ausbreitung der Krankheit. In der ersten Reihe zogen Pfizer um 2,4 Prozent auf 13,49 Dollar an und Merck & Co bewiesen Relative Stärke und schlossen nahezu unverändert bei 23,44 Dollar. Die Aktien von Fluglinien, die besonders unter der Angst vor einer Ausbreitung der Schweinegrippe litten, wurden dagegen gemieden. Die UBS hat vor diesem Hintergrund einige amerikanischen Fluggesellschaften heruntergestuft. Continental Airlines stürzten um 16,4 Prozent auf 11,08 Dollar und US Airways Group um 17,4 Prozent auf 4,00 Dollar ab. Der Dow Jones Transportation Average fiel mit einem Minus von 4,7 Prozent besonders deutlich.

Auffälligster Wert im DJIA waren allerdings GM mit einem Aufschlag von 20,7 Prozent auf 2,04 Dollar. Die Titel profitierten von der Präsentation eines veränderten Sanierungsplans. Der Automobilkonzern will die Zahl seiner amerikanischen Händler um 42 Prozent reduzieren und mindestens sechs weitere Werke schließen. Ferner soll die Zahl der Belegschaft in Kanada bis 2014 auf 4.400 von aktuell 10.300 gesenkt werden.

Außerdem sollen die Anleihe-Besitzer von GM im Rahmen eines „debt-to-equity-swaps“, bei dem Anleihen in Aktien gewandelt werden, mit 10 Prozent am Eigenkapital beteiligt werden. Bei dem Angebot sollen Anleihehalter 225 Aktien je 1.000 Dollar Anleihewert erhalten. Damit will der Konzern seine Verbindlichkeiten um 44 Milliarden Dollar senken. Marktbeobachter zeigten sich allerdings erstaunt, dass trotz des Tauschs von Anleihen in Aktien die Aktie so deutlich zulegte.

Der Telekommunikationskonzern Verizon Communications hat ungeachtet des schwierigen Umfelds im ersten Quartal Nettoergebnis und Umsatz gesteigert und dabei die Markterwartung im Großen und Ganzen erfüllt. Die Aktie verlor 1,5 Prozent auf 30,54 Dollar. Als Belastung nannten Händler zurückhaltende Aussagen des Vorstandschef zu Gesprächen über eine „iPhone“-Partnerschaft.

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