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Marktbericht : Dax steigt nach Jobdaten aus Amerika noch etwas weiter

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Besser als erwartet ausgefallene Beschäftigungszahlen aus Amerika haben dem Dax am Freitag weiterenAuftrieb gegeben. Der deutsche Leitindex, der tags zuvor bereits von der neuen Geldflut durch die Fed profitiert hatte, stieg um weitere 0,29 Prozent auf 6754,20 Punkte.

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          Mit seinem Tageshoch bei 6775 Punkten und dem neuen Schlussstand rückte der Dax damit noch etwas näher an das zuletzt vor zweieinhalb Jahren erreichte Niveau heran. Auf Wochensicht gewann der deutsche Leitindex 2,3 Prozent. Der MDax schloss am Freitag kaum verändert mit minus 0,06 Prozent auf 9450,82 Punkte. Der TecDax sank um 0,50 Prozent auf 817,68 Punkte.

          Aktie von HeidelbergCement an der Dax-Spitze

          Marktstratege Carsten Klude von der Hamburger Privatbank M.M.Warburg sprach von „guten Arbeitsmarktzahlen“, die für etwas neuen Schwung gesorgt hätten. In Amerika war die Beschäftigung im Oktober mehr als doppelt so stark gestiegen wie erwartet. „Ansonsten ist die Luft nach der sehr guten Entwicklung der vergangenen Tage aber etwas raus“, resümierte er. Das ändere jedoch nichts daran, dass die fundamentalen Aussichten für den Aktienmarkt weiterhin gut seien. Die 7000-Punkte-Marke im Dax könnte nach Ansicht verschiedener Experten bald schon überwunden werden.

          Spitzenwert im Dax war mit plus 2,23 Prozent auf 41,860 Euro die Titel von HeidelbergCement. Nach einer anfänglichen Talfahrt gaben Aussagen des Unternehmenschefs den Aktien neuen Auftrieb. In der „Börsen-Zeitung“ hatte sich Bernd Scheifele optimistisch geäußert, im kommenden Jahr wieder Preiserhöhungen in den USA durchsetzen zu können. Zudem war bekanntgeworden, dass Ludwig Merckle, Alleinerbe der Merckle-Gruppe und ehemaliger Mehrheitsaktionär von HeidelbergCement, seinen Anteil an dem Baustoffkonzern auf eine Sperrminorität aufgestockt hat.

          Übernahmegerüchte helfen Praktiker

          Zu den schwächsten Dax-Werten gehörten dagegen die Anteilsscheine von Adidas, die weiter unter ihren negativ aufgenommenen Quartalszahlen samt Ausblick litten. Sie verloren 0,43 Prozent auf 46,300 Euro. Auch die Aktien der Deutschen Telekom gaben mit minus 0,54 Prozent auf 10,215 Euro weiter nach. Das „Handelsblatt“ hatte berichtet, dass die Telekom-Manager im neuen Jahr ihre Erträge stärker als bisher in Aussicht gestellt steigern müssen, um die langfristigen Konzernziele nicht zu verfehlen.

          Gerüchte über ein Interesse des amerikanischen Einzelhändlers Home Depot an der Baumarktkette Praktiker ließen deren Anteile im MDax um 5,64 Prozent auf 7,057 Euro steigen. Dass der Rüstungskonzern EADS von den sieben Käuferländern grünes Licht für den Bau des Militärtransporters Airbus A400M bekommen hat, gab den Aktien kaum Auftrieb. Sie rückten um moderate 0,30 Prozent auf 18,415 Euro vor. Händlern zufolge lastet die aktuelle Dollarschwäche auf den Papieren.

          Dollar deutlich erholt

          Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte schlossen uneinheitlich: Der EuroStoxx 50 verlor 0,29 Prozent auf 2875,94 Punkte. Der Pariser Cac-40-Index beendete den Tag prozentual unverändert und der britische Leitindex FTSE 100 legte leicht zu. In Amerika sanken die wichtigsten Indizes leicht, nachdem der Dow Jones tags zuvor auf dem höchsten Stand seit der Lehman-Pleite geschlossen hatte.

          Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,11 (Vortag: 2,23) Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,36 Prozent auf 127,57 Punkte. Der Bund Future stieg minimal um 0,17 Prozent auf 130,21 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4084 (1,4244) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7100 (0,7021) Euro.

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