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Marktbericht : Dax startet schwächer

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Der Dax ist am Donnerstag nach schwachen Vorgaben der amerikanischen Börsen mit Kursverlusten in den Handel gestartet. Der Dow-Jones-Index und der S&P-500 waren nach Handelsschluss in Europa ins Minus gerutscht.

          Der Dax ist am Donnerstag nach schwachen Vorgaben der amerikanischen Börsen mit Kursverlusten in den Handel gestartet. Der Leitindex fällt um 1,2 Prozent auf 4540 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte gibt 0,3 Prozent auf 5205 Punkte nach. Der TecDax büßt 1,3 Prozent auf 557 Zähler ein. Der Dow-Jones-Index und der S&P-500 waren nach Handelsschluss in Europa ins Minus gerutscht.

          Optisch größte Verlierer im Leitindex sind RWE und Münchener Rück. Bereinigt um die erfolgte Dividendenausschüttung liegen die Papiere jedoch gar leicht im Plus.

          Bei Siemens kommt es laut Händlern zu einem erneuten Belastungstest für das Anlegervertrauen. Mitarbeiter des amerikanischen Verteidigungsministeriums hatten am Mittwoch den amerikanischen Hauptsitz einer Tochter des Industriekonzerns durchsucht. Es gehe um Untersuchungen im Zusammenhang mit einem Auftrag des amerikanischen Militärs, hieß es. Siemens kooperiere bei den Ermittlungen. „Das belastet das Vertrauen der Anleger erneut und damit auch den Kurs“, sagte ein Börsianer. Siemens-Aktien gehören mit minus 2,5 Prozent auf 46,69 Euro zu den schwächsten Dax-Werten.

          Trotz freundlich beurteilter Zahlen der Schweizer Credit Suisse präsentieren sich Bankentitel uneinheitlich. Während Papiere der Deutschen Bank unterdurchschnittliche 0,5 Prozent auf 40,34 Euro einbüßten, geht es für Aktien der Commerzbank um 2,1 Prozent auf 5,08 Euro nach unten. Am Mittwoch hatten die Commerzbank-Papiere allerdings fast 10 Prozent gewonnen und sich damit von den ebenfalls sehr festen Titeln des Branchenprimus noch deutlich abgesetzt.

          Software AG stehen nach Quartalszahlen unter Druck. Die im TecDax notierten Papiere geben mehr als 13 Prozent auf 49,21 Euro nach, nachdem Gewinn und Umsatz im ersten Quartal unter den Markterwartungen lagen.

          Deutsche Anleihen tendieren schwächer

          Der deutsche Rentenmarkt tendiert am Donnerstag schwächer. Der für den Rentenmarkt richtungweisende Euro-Bund-Future fällt um 15 Basispunkte auf 122,14 Prozent, der Bobl-Future um drei Basispunkte auf 115,405 Prozent.

          Die Analysten der Helaba rückten für den weiteren Handelsverlauf zahlreiche Konjunkturdaten aus der Eurozone und den Vereinigten Staaten in den Fokus. Während steigende Frühindikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes tendenziell belasten könnten, wirken den Experten zufolge schwach erwartete realwirtschaftliche Daten unterstützend. Insbesondere bei den Eigenheimverkäufen aus den Vereinigten Staaten sehen sie nach einem Anstieg im Februar das Risiko eines erneuten Rückgangs. „Darauf weisen erste Verkaufszahlen aus der Region Kalifornien hin“, hieß es in einem Morgenkommentar.

          Euro hält sich über 1,30 Dollar

          Der Kurs des Euro hat sich am Donnerstag über der Marke von 1,30 Dollar gehalten. Die Gemeinschaftswährung kostete im frühen Handel 1,3021 Dollar. Ein Dollar war damit 0,7679 Euro wert. Die EZB hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,2947 (Dienstag: 1,2932) Dollar festgesetzt. Der Helaba zufolge könnten die in der Eurozone anstehenden Konjunkturdaten wie insbesondere die Einkaufsmanagerindizes aber auch das französische Geschäftsvertrauen den Euro unterstützen. Für beide Indikatoren seien Verbesserungen möglich. „Bleibt zudem eine negative Überraschung am amerikanischen Immobilienmarkt aus, sehen wir Chancen auf Kursgewinne“, schrieben die Experten in einem Morgenkommentar.

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