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Marktbericht : Dax startet mit Kursverlusten in die Woche

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Der deutsche Aktienmarkt ist mit Kursverlusten in die neue Woche gestartet. Ohne neue Impulse von der Nachrichtenseite herrsche zunächst eine gewisse Richtungslosigkeit, heißt es. Es gebe kaum marktbewegende Termine. Am Nachmittag könnten aber amerikanische Konjunkturdaten neue Bewegung bringen.

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          Der deutsche Aktienmarkt ist mit Kursverlusten in die neue Woche gestartet. Der Leitindex Dax verlor am Montag in den ersten eineinhalb Handelsstunde 2 Prozent auf 5.206 Zähler. Der MDax der mittelgroßen Werte gab 1,8 Prozent auf 6.408 Punkte nach. Der Technologiewerte-Index TecDax fiel um 1,7 Prozent auf 689 Zähler. Ohne neue Impulse von der Nachrichtenseite herrsche zunächst eine gewisse Richtungslosigkeit, sagte Matt Buckland, Aktienhändler bei CMC Markets. Auf der Agenda stehen hierzulande nach dem Höhepunkt der Berichtssaison in der Vorwoche kaum potenziell marktbewegenden Termine. Am Nachmittag könnten aber amerikanische Konjunkturdaten neue Bewegung bringen.

          Nachdem im frühen Handel alle dreißig Dax-Werte ins Minus gesackt waren, kletterten die Papiere von Adidas mit einem knappen halben Prozent Plus in die Gewinnzone. Aktien von Volkswagen verharrten mit einem Kursverlust von 5,89 Prozent auf 179,46 Euro weiter am Indexende. Der Autobauer hält eine Verschmelzung mit Porsche unter günstigen Umständen bereits im kommenden Jahr für möglich. „Wenn es auch konjunkturell runder läuft oder die Situation an den Finanzmärkten besonders günstig ist, können wir auch mehr Gas geben und die Konzerne durchaus schon 2010 verschmelzen“, sagte VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch der Tageszeitung „Die Welt“ (Montagausgabe).

          Bankaktien wie Titel der Commerzbank und der Postbank kamen unter Druck. Die Papiere der Commerzbank verloren mit 1,10 Prozent auf 5,875 Euro am deutlichsten. Bundesbankpräsident Axel Weber hatte in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt, er sehe die deutschen Banken und Sparkassen noch nicht über den Berg. „Ich warne davor, das Ende der Finanzkrise zu früh auszurufen“. Ein Aktienhändler sagte, der gegenwärtige Kursanstieg suggeriere eine übliche Erholung, diese könne vor dem Hintergrund der mit Schulden finanzierten Konjunkturprogramme aber ausgeschlossen werden.

          Metro-Titel fielen um 0,42 Prozent auf 37,67 Euro, Arcandor verloren im MDax 3,23 Prozent auf 0,30 Euro. Händler verwiesen auf einen Bericht des Magazins „Fokus“, demzufolge der Metro-Konzern die Übernahmepläne für rund 60 Karstadt-Warenhäuser des insolventen Wettbewerbers Arcandor neu durchrechnet. Die wirtschaftliche Lage einiger Karstadt-Filialen habe sich offenbar derart verschlechtert, dass sie für den größten deutschen Handelskonzern nicht mehr interessant sein könnten, schreibt das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Konzernkreise. Unterdessen geht der vorläufige Insolvenzverwalter von Arcandor, Klaus Hubert Görg, mit dem früheren Management des Handelskonzerns hart ins Gericht und verpasste Metro einen Dämpfer. „Es wird keinen schnellen Verkauf einzelner Häuser geben“, sagte er.

          Gestützt auf positive Analystenkommentare stiegen die Aktien von Hochtief und Rheinmetall an die MDax-Spitze. Hochtief legten 2,50 Prozent auf 47,11 Euro zu. Merrill Lynch erhöhte das Kursziel für die Aktien des Baukonzerns von 46 auf 55 Euro und bekräftigte die Empfehlung „Buy“. Zudem sprangen die Aktien der australischen Tochter Leighton am Morgen in Sydney um 6,31 Prozent nach oben.

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