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Marktbericht : Dax startet lustlos

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Nach den deutlichen Kursgewinnen vom Vortag und ohne entscheidende Impulse zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag zu Handelsbeginn lustlos und notiert etwas leichter. Im Verlauf könnten Daten zum amerikanischen Verbrauchervertrauen Bewegung bringen.

          7 Min.

          Nach den deutlichen Kursgewinnen vom Vortag und ohne entscheidende Impulse zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag zu Handelsbeginn lustlos. Der Dax fällt um 0,15 Prozent auf 5728 Punkte, nachdem er am Vortag um 2,76 Prozent zugelegt hatte. Für den MDax mittelgroßer Werte notiert 0,1 Prozent leichter bei 7341 Punkten, während der TecDax mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 757 Zähler zulegen kann.

          Die Anleger hätten sich auf neue Übernahmephantasien gestürzt und zuletzt eher enttäuschende Unternehmens- und Konjunkturdaten ignoriert, sagt Marktanalyst Ben Potter von IG Markets. Am deutschen Markt hatten Börsianern zufolge vor allem die Kursgewinne bei Versorgern nach dem Sieg für Schwarz-Gelb bei der Bundestagswahl zuletzt für besonders gute Laune gesorgt.

          Die Vorgabe gibt unterdessen keinen starken Impuls: Der Future auf den amerikanischen Leitindex Dow Jones verlor seit dem Xetra-Schluss am Vortag gerade einmal 0,05 Prozent. Die Börse in Tokio schloss am Morgen etwas fester. Im Verlauf könnten Daten zum amerikanischen Verbrauchervertrauen nochmal Bewegung bringen.

          Auf Unternehmensseite sorgte unter anderem eine Branchenstudie zu den deutschen Banken von der Citigroup für etwas Bewegung. Die Analysten hatten ihre Kursziele für die Deutsche Bank, die Commerzbank sowie die Postbank angehoben. Commerzbank gewinnen 0,9 Prozent auf 8,78 Euro, Deutsche Bank notieren unverändert und im MDax verteuern sich die Anteilsscheine der Postbank um 1,4 Prozent auf 24,33 Euro.

          Salzgitter-Aktien bilden mit einem Kurabschlag von 1,9 Prozent auf 67,17 Euro das Schlusslicht im Leitindex. Das Stahlunternehmen will eine nicht nachrangige und nicht besicherte Wandelanleihe begeben. Nach dem Kurssprung von mehr als vier Prozent am Vortag, gewinnen RWE noch einmal 0,3 Prozent auf 64,98 Euro hinzu. Der Energiekonzern will zwischen dem 1. Oktober und dem 6. November maximal 550.000 eigene Aktien für bis zu 38,5 Millionen Euro zurückkaufen. Ein Händler sagte: „Das ist zu wenig und bewegt den Kurs nicht“. Im Gegenteil: Eon steigen stärker um 1,1 Prozent auf 29,81 Euro.

          Deutsche Anleihen mit leichten Abgaben

          Der deutsche Anleihemarkt tendiert am Dienstag etwas leichter. Der Kurs des für den Anleihemarkt richtungweisende Euro-Bund-Future sinkt um 12 Basispunkte auf 121,44 Prozent, der des Bobl-Future um 9 Basispunkte auf 115,40 Prozent.

          Die Europäische Zentralbank (EZB) wird im weiteren Handelsverlauf Gebote für den Zwölfmonatstender entgegennehmen. „Wenngleich die Ergebnisse dazu erst morgen veröffentlicht werden, könnte es schon heute Gerüchte über das Gesamtvolumen geben, was bei einem Betrag von über 150 Milliarden Euro an neuer Liquidität den Bund-Future unter Druck bringen sollte“, erwartet die HSH Nordbank in einer Tagesvorschau.

          Das Unternehmensvertrauen in der Industrie der Eurozone sollte sich dagegen zusammen mit dem Verbrauchervertrauen verbessert haben, dürften aber den Bund-Future kaum beeinflussen. Der Bund-Future sollte sich laut HSH Nordbank in einer Handelsspanne von 120,94 bis 121,91 Punkte bewegen.

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