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Marktbericht : Dax startet freundlich ins neue Jahr

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Für die Anleger beginnt das neue Aktienjahr verheißungsvoll: Am ersten Handelstag hat der Dax die 4.000-Punkte-Marke überwunden. Am Höhenflug der Aktien ändert auch das neue Allzeithoch des Euro nichts.

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          Zum Auftakt des Neues Jahres hat der Deutsche Aktienindex (Dax) eine psychologisch wichtige Hürde genommen und ist über die Marke von 4.000 Punkten gesprungen. Die Hoffnung, daß er dieselbe nachhaltig gewinnen könnte, hat im Verlauf des Tages indes mehrfach getrogen. Zum guten Ende reichte es jedoch zu einem Plus von 1,35 Prozent auf 4.018,50 Zähler. Mehr als 4.000 Punkte hatte der Index zuletzt im Juli 2002 aufgewiesen.

          Der Dax strafte folglich Händler Lügen, die bezweifelten, daß Deutschlands wichtigstes Börsenbarometer die am Dienstag nur knapp verfehlte Marke von 4.000 Zählern nachhaltig überspringen könne.

          Wie der Dax, verbessern sich auch der MDax und der TecDax. Der Mittelwerte-Index stieg um 1,34 Prozent auf 4.528,91 Punkte und damit auf ein neues 19-Monatshoch. Der TecDax legte ebenfalls um 2,10 Prozent auf gut 552,67 Punkte zu. Derweil hält sich der Euro mit 1,2593 Dollar nahe an seinem Allzeithoch von 1,2629 Dollar, das er am Vormittag erreicht hatte. Am Rentenmarkt kam es im Tagesverlauf zu einer kleinen Trendwende. Die längste Zeit lag der Bund-Future in positivem Territorium. Als allerdings in Amerika positive Konjunkturdaten veröffentlicht wurden, wechselte er abrupt die Richtung und schloß mit einem Minus von 38 Stellen bei 112,74 Prozent.

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          Adidas bester Dax-Titel - Depfa im MDax mit Allzeithoch

          Stärkster Titel im Dax war Adidas-Salomon mit einem Aufschlag von 4,88 Prozent auf 94,71 Euro, nachdem der Vorstandschef von einer Erholung des Amerika-Geschäfts gesprochen hatte. Den zweiten Platz belegte Infineon, das sich um 3,54 Prozent verteuerte, gefolgt von Deutsche Telekom und der HypoVereinsbank mit einem Aufschlag von 3,1 und 3,05 Prozent. Von den 30 Dax-Werten ging lediglich RWE mit einem leichten Minus von 0,45 Prozent aus dem ersten Handelstag des neuen Jahres.

          Im MDax fielen Vossloh, AMB Generali und Eads mit einem Abschlag von 2,68 Prozent, 1,23 und 1,15 Prozent aus dem Rahmen. Bester Titel war Thiel mit einem Plus von 6,5 Prozent vor Techem, die sich um 4,95 Prozent verteuerten. Depfa bauten mit einem Plus von 2,55 Prozent ihr Allzeithoch auf 102,65 Euro aus. Im TecDax zeigten sich Web.de und Lion Bioscience stark, die 8,64 und 6,79 Prozent gewinnen konnten, sowie Evotec mit einem Plus von 6,5 Prozent.

          Der Aktienmarkt hatte am Nachmittag zunächst positive Impulse von außen aus Amerika erhalten: Dort fiel der Einkaufsmanager-Index von Chicago mit 66,2 für den Dezember unerwartet gut aus und führte zur Überlegung, daß sich die amerikanische Wirtschaft weiterhin gut entwickeln würde.

          Kräftige Gewinne 2003

          Nach drei Verlustjahren in Folge hat das Jahr 2003 den Aktienmärkten in der Welt mit teils kräftigen Gewinnen die Wende beschert. Der Dax stieg um 37 Prozent. Die amerikanischen Standardwerte im Dow Jones haben im Schnitt 26 Prozent zugelegt. Im Euro-Stoxx-50, der die wichtigsten Werte im Euro-Raum umfaßt, betrug das Jahresplus rund 15 Prozent.

          Vorsichtiger Optimismus für 2004

          Doch für das Aktienjahr 2004 verbreiten die Aktienstrategen der Banken vorsichtigen Optimismus. Einer Umfrage dieser Zeitung zufolge prognostizieren sie für den Dax zum Jahresende 2004 im Schnitt einen Stand von 4300 Punkten und damit einen Anstieg um 7,5 Prozent (F.A.Z. vom 30. Dezember). Die Aktienkurse dürften zwar zunächst, gestützt durch positive Wirtschaftsdaten und Unternehmenszahlen, vor allem bis zur Jahresmitte noch weiter steigen, doch die Aufwärtsdynamik lasse nach.

          Hintergrund der verhaltenen Prognosen ist die Annahme, daß in den Vereinigten Staaten im Jahresverlauf eine erste Erhöhung der Leitzinsen bevorstehe und die Wachstumsdynamik nachlasse. Neben dem steigenden Euro, der die Konjunkturerholung in Europa bremsen könnte, bleibt auch der relativ hohe Ölpreis ein Risiko für 2004.

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