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Marktbericht : Dax schließt gut gehalten

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Euro wenig verändert - Warten auf Spanien

An den Devisenmärkten verändern sich die Kurse auch am Mittwochnachmittag nur noch wenig. Der Euro steht gegen 17.05 Uhr bei 1,2313 Dollar nach 1,2302 Dollar am Mittag. Händler sprechen von einer Verschnaufpause, nachdem der Euro zum Dollar in den vergangenen sechs Handelstagen deutlich zugelegt hat. Wie schon am Dienstagabend ist der Euro gegen 9.00 Uhr MESZ am Versuch, über die technische Widerstandsmarke bei 1,2350 Dollar zu springen, gescheitert und daraufhin etwas zurückgefallen. Auch zum Yen hat der Euro leicht nachgegeben. „Konsolidierung ja, Trendwende nein“, merkt Armin Mekelburg vom UniCredit zum Euro an. Risiko-Indikatoren wie die Volatilität an den Aktienmärkten oder die Risikoprämien im Anleihenhandel seien zwar auf dem Rückzug. Für eine „völlige Entwarnung“ bewegten sie sich aber noch immer auf zu hohem Niveau. Die Blicke der Marktteilnehmer richten sich besonders intensiv auf Spanien, denn dort steht am Donnerstag eine Schlüsselauktion zehn- und dreißigjähriger Staatsanleihen auf der Agenda.

„Sobald sich die Anzeichen für eine mögliche Ausweitung der Schuldenkrise verstärken würden, in erster Linie Spanien betreffend, geriete die aktuelle Konsolidierungsbereitschaft kräftig ins Wanken“, prognostiziert Mekelburg mit Blick auf die als risikoreich geltenden Währungen wie den Euro und die Dollars aus Neuseeland, Australien und Kanada. Auch der Gipfel der EU-Regierungschefs in Brüssel könnte am Donnerstag für Impulse sorgen, heißt es am Markt. Unterschiedliche Ziele Frankreichs und Deutschlands in den Vorstellungen zur Haushaltskontrolle könnten den Euro schwächen, so Händler. Daten zum amerikanische Immobilienmarkt sind am Nachmittag sehr schwach ausgefallen mit einem Minus der Neubauverkäufe um 10 Prozent. Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung sind dagegen besser ausgefallen als erwartet. Impulse könnten am Donnerstag von den amerikanischen Verbraucherpreisen, den Erstanträgen auf amerikanische Arbeitslosenhilfe und dem Konjunkturindex der Notenbank-Filiale in Philadelphia ausgehen, heißt es am Markt. Außerdem werden die amerikanische Frühindikatoren veröffentlicht. Aus technischer Sicht liegt oberhalb von 1,2350 Dollar laut einem Beobachter bei 1,25 Dollar ein weiterer technischer Widerstand für den Euro. Dort verläuft die gleitende Durchschnittslinie der vergangenen 38 Handelstage. Unterstützt sei der Euro bei den Tiefständen im Mai bei 1,2150 bis 1,2140 Dollar. Die Feinunze Gold ist am Nachmittag in London mit 1.234,50 Dollar gefixt worden nach 1.235,50 Dollar zum Vormittag-Fixing.

Rentenmarkt zeigt sich freundlich

Die Renten-Futures zeigen sich am Mittwoch im Verlauf des Nachmittaghandels freundlich. Der Bund-Future gewinnt gegen 16.53 Uhr 40 Ticks auf 128,52 Prozent. Das Tageshoch liegt bei 128,70 Prozent und das Tagestief bei 127,92 Prozent. Der Umsatz ist mit 717.000 Kontrakten niedrig. Der Bobl-Future steigt um 26 Ticks auf 120,60 Prozent. „Der Bund-Future ist nicht klein zu kriegen“, so ein Marktteilnehmer. Der niedrige Umsatz deute allerdings auch auf eine technische Reaktion auf die Verluste vom Dienstag hin. Die Nachfrage nach der Aufstockung der zehnjährigen Bundesanleihe mit 3 Prozent Kupon war laut Händlern zufrieden stellend, sie war 1,6-fach überzeichnet. Die Durchschnittsrendite liegt bei 2,67 Prozent. Neue Daten aus den Vereinigten Staaten sind unterschiedlich ausgefallen, so ist die Industrieproduktion um 1,2 Prozent gewachsen bei einer Prognose von 1,0 Prozent, die Neubaubeginne sind dagegen unerwartet stark um 10 Prozent eingebrochen. Aus technischer Sicht ist der Bund-Future laut der Helaba bei 128,00 Prozent und bei 127,50 Prozent unterstützt. Bei 129,00 Prozent liege ein Widerstand.

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