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Marktbericht : Dax schließt gut gehalten

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Nach schwankendem Handelsverlauf hat der Dax am Montag leichte Kursgewinne über die Ziellinie gerettet und knapp unter Jahreshoch geschlossen. Marktteilnehmer sprachen nach der starken Vorwoche von einem „Mangel an Impulsen“.

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          Nach schwankendem Handelsverlauf hat der Dax am Montag leichte Kursgewinne über die Ziellinie gerettet. Marktanalyst Gregor Kuhn von IG Markets sprach nach der starken Vorwoche allerdings von einem „Mangel an Impulsen“. So näherte sich der Leitindex zwar zum Auftakt bis auf wenige Punkte dem höchsten Stand seit Juni 2008, den er am Freitag bei 6.977 Punkten markiert hatte.

          Zwischenzeitlich rutschte er dann jedoch sogar ins Minus, bevor er zum Handelsende um 0,10 Prozent auf 6.954,38 Punkte zulegte. Der MDax rückte auf Rekordniveau weiter vor und gewann 0,64 Prozent auf 9.845,69 Punkte. Der TecDax verbesserte sich um 0,25 Prozent auf 805,68 Punkte. „Nachdem der Leitindex Ende in der vergangenen Woche mit der 7000er Marke geflirtet hatte, wirkte er heute eher orientierungslos“, sagte Kuhn.

          Jährlich wiederkehrende „Streusalsphantasie“ bei K+S

          Die Aktien von ThyssenKrupp waren nach einer Studie der Citigroup Favorit im Leitindex und gewannen 3,23 Prozent auf 31,040 Euro. Nachdem von der Autosparte keine Impulse mehr für steigende Marktschätzungen mehr zu erwarten seien, dürfte nun die Sparte Steel Americas zum wichtigsten Kurstreiber für den deutschen Stahlhersteller werden, schrieb Analyst Anindya Mohinta und setzte das Kursziel von 30,00 auf 40,00 Euro hoch und bestätigte sein „Buy“-Urteil. Papiere von K+S zählten mit plus 2,27 Prozent auf 54,560 Euro ebenfalls zu den Spitzenwerten im Dax. Dass der zu K+S gehörende Streusalzhersteller Esco, Europas größter Salzlieferant, Engpässe beim Streusalz in diesem Winter nicht ausschließe, dürfte der Auslöser für den Kursanstieg sein, sagte ein Analyst. Allerdings ignoriere der Markt, dass die Salzsparte von K+S im Vergleich zum Kerngeschäft Kali kaum Relevanz habe.

          Die Titel der Deutschen Bank gaben hingegen am Dax-Ende um 1,58 Prozent auf 38,275 Euro nach. Sie litten unter einem negativen Kommentar von Merrill Lynch. Zudem belastete die voranschreitende Übernahme der Postbank. Die Titel der Postbank, die ab Mittwoch nicht mehr im MDax vertreten sein werden, rutschten um 9,00 Prozent auf 20,110 Euro ab. Durch die Übernahme der Deutschen Bank ist der Anteil der frei handelbaren Postbank-Aktien inzwischen unter zehn Prozent gesunken, was laut Regelwerk der Deutschen Börse einen Verbleib im Index nicht mehr zulässt. Die Papiere von Deutsche Wohnen aus dem SDax, die den Platz der Postbank im Index der mittelgroßen Werte einnehmen werden, stiegen zugleich um 3,82 Prozent auf 9,900 Euro.

          Im Abwehrkampf gegen die Übernahme durch den spanischen Großaktionär und Konkurrenten ACS hat Hochtief endlich seinen „Weißen Ritter“ gefunden, was der Aktie ein Plus von 4,26 Prozent auf 62,68 Euro eintrug. Im Zuge einer Kapitalerhöhung durch Hochtief will das Emirat Katar alle neuen Aktien erwerben und wird damit künftig knapp 9,1 Prozent der Anteile an dem deutschen Unternehmen halten. Marco Cabras von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) sprach gegenüber der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX von einem „Signal der Hoffnung“. Südzucker-Anteile kletterten nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank mit plus 8,51 Prozent an die MDax-Spitze und gingen bei 18,29 Euro aus dem Handel.

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