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Marktbericht : Dax präsentiert sich leichter

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Die deutschen Börsen sind am Mittwoch mit Verlusten gestartet. An der Börse in Tokio sind die Kurse hingegen weiter angezogen. Gestützt auf gute Quartalsberichte hatten zuvor die amerikanischen Indizes etwas fester geschlossen.

          Trotz freundlicher Vorgaben ist der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch mit leichten Verlusten in den Handel gestartet. „Die Luft wird langsam dünner“, sagte ein Börsianer mit Blick auf einen fast ungebremsten Anstieg des DAX um über 13 Prozent in den vergangenen sieben Handelstagen. Der Leitindex
          verlor in den ersten Minuten 0,07 Prozent auf 5.090,15 Zähler. Der MDAX fiel um 0,55 Prozent auf 6.056,76 Zähler. Für den TecDAX ging es um 0,03 Prozent auf 667,97 Punkte nach unten.

          „Die Luft wird langsam dünner“, sagte ein Börsianer mit Blick auf einen fast ungebremsten Anstieg um über 13 Prozent in den vergangenen sieben Tagen. „Der Dax dürfte jedoch noch das Juni-Hoch bei 5.177 Punkten anlaufen, bevor Gewinnmitnahmen einsetzen.“

          Aktien der Allianz haben am Mittwoch 2,22 Prozent auf 69,08 Euro verloren. Salzgitter, BMW, Daimler und MAN tendierten ebenfalls besonders schwach. Händler führten dies auf den nach sieben Gewinntagen in Folge leichteren DAX zurück. Angeführt von Daimler mit über 22 Prozent Zuwachs hätten diese
          Papiere zuvor besonders deutlich von der Rally im Leitindex profitiert und litten daher jetzt unter Gewinnmitnahmen. Thomas Nagel, technisch orientierter Händler bei equinet, sah Daimler-Aktien reif für eine Korrektur. Nach dem Bruch des Widerstands bei 29 Euro könnte es allerdings noch weiter nach oben gehen, vorausgesetzt die Autotitel schließen erneut über dieser Marke.

          Gestützt auf gute Quartalsberichte schlossen die amerikanischen Indizes etwas fester, der Future auf den amerikanischen Leitindex Dow Jones gewann seit dem Xetra-Schluss am Vortag 0,41 Prozent. In Tokio ging es für die Aktienkurse ebenfalls nach oben. Auf Konjunkturseite dürften sich die Blicke am Vormittag auf die EU-Industrieaufträge richten, sowie am Nachmittag auf die Rede des Fed-Chefs Ben Bernanke in den Vereinigten Staaten. Besondere Beachtung dürften zudem Zahlen von Morgan Stanley finden.

          Deutsche Anleihen: Zunächst kaum verändert

          Am deutschen Anleihenmarkt sind die Kurse der Festverzinslichen am Mittwoch nach dem kräftigen Kurssprung vom Vortag kaum verändert in den Handel gestartet. Der richtungweisende Euro-Bund-Future lag im frühen Handel bei 121,30 Punkten und damit um 0,03 Prozent höher als am Vortag. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,366 Prozent.

          Der Bund-Future könne nicht an die kräftigen Gewinne vom Vortag nach Aussagen von amerikanischen Notenbankchef Ben Bernanke anknüpfen, hieß es im Morgenkommentar der HSH Nordbank. Bernanke hatte am Vortag deutlich gemacht, dass für die nächste Zeit keine geldpolitische Straffung zu erwarten sei. Diese Nachricht wurde von den Rentenmärkten positiv aufgenommen. „Angesichts einer gesunkenen Risikoaversion und damit steigender Aktienmärkte gehen wir jedoch heute davon aus, dass die Kursgewinne der Rentenmärkte wieder etwas abbröckeln sollten“, hieß es weiter bei der HSH Nordbank. Sie erwartet den Bund-Future in einer Handelsspanne zwischen 120.62 Punkten und 121,80 Punkten.

          Auch die Experten der HSBC Trinkaus bewerten die gestrigen Kursgewinne am Rentenmarkt nur als einen kurzfristigen Ausreißer. Am zweiten Tag der Anhörung von Bernanke vor dem amerikanischen Kongress erwarten Volkswirte gemeinhin keine weiteren Neuigkeiten. Die HSBC Trinkaus rechnet daher beim Bund-Future im Handelsverlauf „mit einer Konsolidierung oberhalb von 121 Punkten“.

          Anleihen: Leichte Verluste erwartet

          Am deutschen Anleihenmarkt rechnen Experten mit leichten Kursverlusten zum Handelsauftakt. Der Bund-Future dürfte einen Teil seiner Gewinne vom Vortag nach Aussagen von amerikanischen Notenbankchef Ben Bernanke wieder abgeben müssen, hieß es im Morgenkommentar der HSH Nordbank. Bernanke hatte am Vortag deutlich gemacht, dass für die nächste Zeit keine geldpolitische Straffung zu erwarten sei. Diese Nachricht wurde von den Rentenmärkten positiv aufgenommen. „Angesichts einer gesunkenen Risikoaversion und damit steigender Aktienmärkte gehen wir jedoch heute davon aus, dass die Kursgewinne der Rentenmärkte wieder etwas abbröckeln sollten“, hieß es weiter bei der HSH Nordbank. Sie erwartet den Bund-Future in einer Handelsspanne zwischen 120,60 bis 121,80 Punkten.

          Aktienkurse in Tokio gestiegen

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