https://www.faz.net/-gv6-15bd0

Marktbericht : Dax nach schwächerem Start im Plus

  • Aktualisiert am

Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag nach einem negativen Handelsauftakt in die Gewinnzone gestiegen. Händler verweisen auf „freundliche Rohstoffpreise, den schwachen Dollar und steigende amerikanische Futures.“

          6 Min.

          Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag nach einem negativen Handelsauftakt in die Gewinnzone gestiegen. Der Leitindex Dax rückt um 0,1 Prozent vor auf 5316 Zähler. Der MDax der mittelgroßen Werte legte um 0,5 Prozent auf 6612 Punkte zu. Der Technologiewerte-Index TecDax klettert um 0,5 Prozent auf 703 Zähler.

          Händler verweisen auf „freundliche Rohstoffpreise, den schwachen Dollar und steigende amerikanische Futures.“ Die Ölpreise hatten sich weiter über der Marke von 72 Dollar gehalten, der Kurs des Euro weiter über der Marke von 1,42 Dollar. Die Aussicht auf eine Erholung der Wirtschaft in der Eurozone habe sich zuletzt als eine Stütze für den Kurs des Euro erwiesen, heißt es von Händlern.

          Die Titel von Continental steigen um 2,3 Prozent auf 27,60 Euro. Nach der Verlängerung der Kredite für den Autozulieferer und Conti-Übernehmer Schaeffler bemühen sich die Banken laut der Zeitung „Die Welt“ auch um eine Lösung für die Tochter. Händlern zufolge kommt die Entwicklung aber nicht überraschend.

          Solarwerte wie Solarworld und Q-Cells legen mehr als drei bzw. zwei Prozent zu. Händler verweisen auf einen Artikel im „Handelsblatt“, demzufolge die deutschen Vertreter der Solarbranche Schutzzölle gegen die Konkurrenz aus China verlangen. Ein Händler sagte: „Fordern kann man viel - allerdings ist dies ein ganz neuer Gedanke und das kann etwas Phantasie in den zuletzt unter Druck stehenden Sektor bringen.“

          Rentenmarkt tendiert gut behauptet

          Nachdem die deutschen Renten-Futures am Donnerstag kaum verändert aus dem Handel gegangen sind, tendieren sie am Freitag gut behauptet. Händler verweisen zur Begründung auf die leichten Abschläge an den europäischen Aktienmärkten.

          Der Bund-Future mit Fälligkeit im September steigt um 11 Basispunkte auf 122,63 Prozent. Der Bobl-Future mit Fälligkeit im September rückt um 2 Basispunkt3 auf 116,35 Prozent vor. Charttechnisch sind die Bund-Futures im Bereich von 122,49 Prozent und 122,28 Prozent unterstützt. Auf Widerstand treffen sie auf dem Niveau von 123,47 Prozent und 124,66 Prozent.

          Euro startet mit Verlusten

          Der Euro startet schwächer in den Wochenausklang und verliert dabei sowohl zum Dollar als auch zum Yen leicht an Boden. Allerdings erholt sich die Gemeinschaftswährung zu Beginn des europäischen Devisengeschäfts etwas von ihren kurz zuvor markierten Tagestiefs.

          Währungshändler begründen die leichten Wechselkursverluste des Euro mit anhaltenden Unsicherheiten über die Entwicklung an den chinesischen Aktienmärkten. Dort hat zuletzt ein Agenturbericht über womöglich verschärfte Kreditvergaberichtlinien für chinesische Banken für neuerliche Unruhe gesorgt. Davon wird Marktteilnehmern zufolge auch der Greenback belastet, der sich zur japanischen Landeswährung dem niedrigsten Stand seit dem 22. Juli nähert.

          Die freitägliche Agenda der Konjunkturdaten ist sowohl qualitativ als auch quantitativ vergleichsweise dünn besetzt und dürfte daher nicht zu sonderlich kräftigen Wechselkursbewegungen führen. Allerdings sind die gehandelten Volumina bedingt durch das „Sommerloch“ weiter gering, was Veränderungen tendenziell überzeichnet. Erwartet werden am Vormittag unter anderem die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor in Deutschland und im Euroraum im August.

          Aus den Vereinigten Staaten sind die Verkäufe bestehender Häuser im Juli avisiert. Darüber hinaus wird sich Fed-Chairman Ben Bernanke am Nachmittag im Rahmen des Notenbanker-Treffens in Jackson Hole äußern.

          Charttechnisch ist der Euro zum Dollar im Bereich von 1,42 Dollar unterstützt, auf Widerstand trifft die Gemeinschaftswährung auf dem Niveau von 142,60 Dollar.

          Autowerte belasten Asiens Börsen

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.