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Marktbericht : Dax legt mehr als ein Prozent zu

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Tagesgewinner im DJIA waren die Aktien von Boeing mit einem Plus von 8,4 Prozent auf 51,82 Dollar. Der amerikanische Flugzeughersteller hat einen neuen Zeitplan für die Auslieferung seines Modells 787 „Dreamliner“ bekannt gegeben. Der Erstflug soll nun Ende des Jahres durchgeführt werden, und die erste Auslieferung wird für das vierte Quartal 2010 erwartet. Das Langstreckenflugzeug liegt inzwischen zwei Jahre hinter den ursprünglichen Zielen zurück. Ebenfalls mit Aufschlägen zeigten sich die Papiere von American International Group (AIG), die um 26,9 Prozent auf 47,84 Dollar zulegten. Hintergrund sind Spekulationen, dass CEO Robert Benmosche den früheren AIG-CEO Maurice Greenberg wieder in den Konzern einbinden könnte. Dies dürfte eine Kapitalerhöhung erleichtern. Die Aktien der Citigroup legten um 9,1 Prozent auf 5,05 Dollar zu und stiegen damit erstmals seit Mitte Januar wieder über die Marke von 5 Dollar.

Bei den Industriewerten gewannen die Papiere von General Electric 0,6 Prozent auf 14,19 Dollar und die Aktien von 3M verbesserten sich um 0,3 Prozent auf 71,63 Dollar. Ebenfalls gesucht waren die Finanzwerte. Hier stiegen J.P.Morgan um 0,3 Prozent auf 43,45 Dollar und American Express schlossen die Sitzung mit einem Aufschlag von 2,5 Prozent bei 33,96 Dollar. Intel reduzierten stiegen um 0,2 Prozent auf 19,47 Dollar, nachdem J.P. Morgan die Gewinnschätzungen erhöht und das Kursziel auf 17 Dollar von 12 Dollar angehoben hat. Microsoft gewannen 0,6 Prozent auf 24,69 Dollar. Der Konzern senkt die Preise für die Spielekonsole „X-Box 360“. Damit folgt Microsoft einer Preissenkung für die „Playstation 3“ von Wettbewerber Sony.

Amerikanische Anleihen im späten Handel mit etwas leichterer Tendenz

Mit Abgaben haben sich die amerikanische Anleihen am Donnerstag im späten Handelsverlauf in New York gezeigt. Die Nachfrage bei der Auktion siebenjähriger Anleihen fiel geringer aus als erwartet. Auch die Aussagen von Jeffrey Lacker, Präsident der Federal Reserve Bank von Richmond, drückten auf das Sentiment. Die amerikanische Notenbank wird nach seiner Aussage das Volumen ihrer Käufe von mit Hypotheken hinterlegten Wertpapieren möglicherweise nicht voll ausschöpfen. Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 3,625 Prozent fielen um 7/32 auf 101-11/32 und rentierten mit 3,46 Prozent. Der mit 4,500 Prozent verzinste 30-jährige Staatsanleihe reduzierte sich um 15/32 auf 104-20/32. Seine Rendite stieg damit auf 4,23 Prozent.

Die Wirtschaft stabilisiere sich und werde im späteren Jahresverlauf wieder wachsen und der Liquiditätsbedarf der Banken werde sinken, sagte Lacker. Daher werde er genau prüfen, ob der zusätzlichen Impuls durch weitere Käufe im Rahmen des Programms für MBS-Papiere benötigt werde. Auch die Bestätigung der Prognose für den Rückgang des amerikanische Bruttoinlandsprodukts (BIP) belastete. Entgegen den Erwartungen der von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte kam es nicht zu einer Abwärtsrevision des vorläufigen BIP-Ausweises. Das BIP verringerte sich damit zwischen April und Juni um annualisiert 1,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal, was der ersten Schätzung vom 31. Juli entsprach. Volkswirte hatten jedoch mit einer Revision des BIP-Rückgangs auf annualisiert 1,5 Prozent gerechnet. Im ersten Quartal war die amerikanische Wirtschaft um 6,4 Prozent geschrumpft. Die ebenfalls am Berichtstag veröffentlichten Daten zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe fielen im Rahmen der Erwartungen aus. Die Nachfrage institutioneller Investoren bei der Auktion siebenjähriger Papiere im Volumen von 28 Milliarden Dollar war geringer als noch im Vormonat. Die Zahl der indirekten Gebote, also von ausländischen Investoren und Notenbanken, lag bei 61,2 Prozent, nach 62,5 Prozent im Juli. Es sei weiterhin schwierig neue Anleihen am Markt zu platzieren, so ein Händler. Die Nachfrage ausländischer Investoren sei auch bei den beiden vorangegangenen Auktion in dieser Woche eher zurückhaltend gewesen, hieß es weiter.

Aktien Lateinamerika Schluss: Erneut uneinheitlich

Die größeren Börsen in Lateinamerika haben den Wertpapierhandel am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. In der brasilianischen Wirtschaftsmetropole Sao Paulo verlor der Aktien-Index Bovespa 61,84 Punkte und gab damit um 0,11 Prozent auf 57.703,85 Zähler nach. In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires blieb der Merval im Vergleich zum Mittwoch praktisch unverändert: Er schloss mit 1.778,34 Punkten (Vortag: 1.778,26 Punkte). In Mexiko-Stadt konnte der IPC-Index dagegen zulegen: Er stieg um 224,41 Zähler oder 0,80 Prozent auf einen Endstand von 28.437,26 Punkten.

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