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Marktbericht : Dax legt mehr als ein Prozent zu

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Die Kurse deutscher Anleihen sind am Freitag schwächer in den Handel gegangen. Der für den Anleihemarkt richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel um 0,18 Prozent auf 122,48 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,259 Prozent. Die freundlich erwartete Eröffnung der Aktienmärkte laste auf den Anleihen, sagten Händler. Vor allem die deutliche Kurserholung der amerikanische Aktienmärkte am Donnerstag mache sich bemerkbar. Im weiteren Handelsverlauf könnten die Anleihen jedoch wieder unter Druck geraten, erwarten Beobachter. „Die amerikanische Konsumdaten für Juli dürften den Konjunkturpessimisten den Rücken stärken“, schreibt die HSH Nordbank in einer Tagesvorschau. Auf der anderen Seite dürfte die vermutlich positive Entwicklung der Geschäftsklima- und Verbrauchervertrauensindizes der EU ignoriert werden. Insgesamt sollte daher der Bund-Future im späteren Handelsverlauf leicht steigen, erwartet die HSH Nordbank.

Devisen: Eurokurs nach Vortagesgewinnen weiter über 1,43 Dollar

Der Eurokurs hat am Freitag nach deutlichen Vortagesgewinnen weiter über 1,43 amerikanische Dollar notiert. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,4359 Dollar. Ein Dollar war 0,6964 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,4268 (Mittwoch 1,4270) amerikanische Dollar festgesetzt. Der Euro habe am Donnerstag von einer Erholung der amerikanische Aktienmärkte und einer wieder optimistischeren Konjunktureinschätzung profitiert, sagten Händler. Durch den Anstieg habe sich auch das technische Bild für den Euro verbessert. Weitere Kursgewinne seien daher möglich.

Aktien in Tokio schließen leicht im Plus

Vor der Richtungswahl in Japan haben die Börsen in Fernost zum Wochenschluss uneinheitlich tendiert. Viele Anleger in Asien warteten Analysten zufolge offenbar die Entscheidung am Sonntag ab, die erstmals seit Jahrzehnten die Liberaldemokraten in die Opposition verweisen könnte. Positive Vorgaben der Wall Street gaben dem Markt in Tokio trotz schlechter Konjunkturdaten im eigenen Land etwas Auftrieb. Dagegen notierten die Indizes in China tiefer. Medienberichten zufolge vergaben die vier größten staatseigenen Banken der Volksrepublik im August deutlich weniger Kredite. An den chinesischen Börsen herrscht schon seit Wochen die Sorge, der Wirtschaftsaufschwung könnte ins Stocken geraten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg 0,6 Prozent auf 10.534 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,5 Prozent auf 969 Zähler zu. Die Kursanstiege in Tokio kamen trotz schwacher Konjunkturdaten zustande. Im Juli fielen die Verbraucherpreise in Japan so stark wie nie zuvor. Zugleich erreichte die Arbeitslosenquote ein Rekordhoch von 5,7 Prozent. Der Markt gehe bereits von einem Machtwechsel aus, sagte Analyst Yutaka Miura von Mizuho Securities. Die Frage sei nun, ob die neue Regierung Maßnahmen auf die Beine stellen könne, die sich mittel- bis langfristig auf Unternehmensgewinne und die Wirtschaft auswirkten. In Tokio konnten Exportwerte einen Teil ihrer Vortagesverluste wieder wettmachen. Zu den größten Gewinnern gehörten die Aktien von Casio Computer nachdem aus Kreisen verlautete, das Unternehmen wolle zur Kostenersparnis künftig gemeinsam mit NEC und Hitachi Mobiltelefone bauen. Casio-Papiere stiegen um 8,5 Prozent, NEC 0,6 Prozent und Hitachi 1,6 Prozent. Die Anteilsscheine von Toyota gingen nach anfänglichen Verlusten unverändert aus dem Handel. Der Autobauer zieht sich aus einem seit 25 Jahren bestehenden Gemeinschaftsunternehmen mit General Motors zurück.

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