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Marktbericht : Dax behauptet sich

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Der Dax ist am Donnerstag mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Gefragt waren die Aktien von BASF, die trotz eines Gewinneinbruchs des Chemiekonzerns um rund neun Prozent zulegten.

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          Der Dax ist am Donnerstag mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der Leitindex lag am Morgen 1,7 Prozent im Plus bei 4786 Punkten. Gefragt waren die Aktien von BASF, die trotz eines Gewinneinbruchs des Chemiekonzerns um rund neun Prozent zulegten. Analysten hatten mit einem noch stärkeren Gewinnrückgang gerechnet. Auch die Papiere von MAN waren nach Quartalszahlen gefragt und kletterten um mehr als sieben Prozent.

          Im MDax zogen Wacker Chemie um rund neun Prozent an. Der Spezialchemiekonzern hatte die Analysten mit einem Gewinn im ersten Quartal überrascht.

          Japans Börse legt deutlich zu

          Ein wahres Kursfeuerwerk hat die Börse in Tokio am Donnerstag erlebt, ausgelöst von günstigen Vorgaben der amerikanischen Börsen und besser als erwartet ausgefallenen Daten zur japanischen Industrieproduktion. Der Nikkei-225 schloss mit einem Plus von 3,9 Prozent oder 334 Punkten und 8.828 Punkten. Im Tageshoch hatte er 8.844 Zähler erreicht. Der Topix legte um 3,2 Prozent zu oder um 26 Zähler auf 838. Ein nächster Widerstand liege bei 8.900 Punkten, sagten Markttechniker. Am Mittwoch hatte in Japan wegen eines Feiertags kein Handel stattgefunden.

          Händler führten als weitere Gründe für die deutlichen Aufschläge Käufe institutioneller Anleger an, die mit Blick auf das Monatsende Positionsanpassungen vorgenommen hätten. Eine Rolle gespielt habe dabei möglicherweise auch der Verfall von Terminkontrakten auf den Nikkei-225 am 8. Mai. Wegen der bevorstehenden so genannten „Goldenen Woche“ in Japan mit drei Feiertagen in Folge könne in Tokio nach dem morgigen Freitag erst wieder am 7. Mai gehandelt werden. Für Rückenwind - insbesondere bei den Exportwerten - habe zudem der nachgebende Yen gesorgt, hieß es.

          Keine Rolle gespielt habe ein im Verlauf des Handels bekanntgewordener Bericht, wonach die Verhandlungen zwischen dem amerikanischen Autobauer Chrysler und der Regierung gescheitert sein sollen und Chrysler um einen Insolvenzantrag und Gläubigerschutz gemäß „Chapter 11“ kaum herumkommen dürfte. Dies sei am Markt mehr oder weniger bereits eingepreist, sagten Börsianer. Sollte allerdings Wall Street auf diese Entwicklung anders reagieren, dürfte dies auch in Tokio noch einen Nachhall finden. Automobilaktien behaupteten ihre zum Teil deutlichen Gewinne. Toyota zogen um 5,2 Prozent an auf 3.850 Yen und Honda um 9,4 Prozent auf 2.845 Yen.

          Honda hatte am Dienstag mitgeteilt, im laufenden Geschäftsjahr einen operativen Gewinn von 10 Milliarden Yen zu erwarten, während die Analystenschätzungen bislang von einem Verlust von über 69 Milliarden Yen ausgingen.

          Pioneer standen dagegen auf der Verliererseite und rutschten um 8,2 Prozent ab auf 314 Yen, belastet von fortgesetzten Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktie zuvor mit Hoffnungen auf Finanzspritzen deutlich zugelegt hatte, wie es hieß. Ein Experte betonte, die Aktie liege immer noch über 40 Prozent über ihrem 25-Tage-Durchschnittskurs. Der von Pioneer abgegebene schwache Ausblick dürfte dagegen kaum hinter dem Minus gestanden haben, da dies keine Überraschung dargestellt habe, hieß es. Zudem hatte Pioneer Pläne angekündigt, neue Aktien an Honda verkaufen zu wollen. Dass der damit verbundene Verwässerungseffekts den Kurs belastet haben könnte, zweifelte ein Händler aber an.

          Aktien von Unternehmen, die von der Schweinegrippe profitieren dürften, legten zum Teil weiter zu, nachdem die Weltgesundheitsbehörde die Alarmstufe auf fünf weiter erhöht hat. Daiwabo gewannen 16,5 Prozent auf 430 Yen. Chugai Pharmaceutical verloren dagegen 2,9 Prozent auf 1.825 Yen, nachdem die Aktie an den Vortagen um 16 Prozent zugelegt hatte.
          Euro gewinnt in Fernost gegen Yen und Dollar

          Der Euro hat im Devisenhandel in Fernost am Donnerstag angesichts verhalten positiver Anzeichen für die amerikanischen Wirtschaft gegen Yen und Dollar zugelegt. Die Gemeinschaftswährung notierte mit 1,3287 Dollar um 0,1 Prozent verbessert.. Zum Yen notierte sie um 0,2 Prozent verbessert bei 129,81 Yen, nach einem zwischenzeitlichen Zweiwochenhoch bei 130,25 Yen. Der Dollar notierte fest bei 97,68 Yen.

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