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Marktbericht : Dax beendet Berg- und Talfahrt leicht im Plus

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Bild: F.A.Z.

Die deutschen Aktienindizes haben am Freitag nach gemischt ausgefallenen amerikanischen Konjunkturdaten uneinheitlich geschlossen. Der Dax schloss leicht im Plus, nachdem er zwischenzeitlich um bis zu 1,2 Prozent abgetaucht war.

          Die deutschen Aktienindizes haben am Freitag nach gemischt ausgefallenen amerikanischen Konjunkturdaten uneinheitlich geschlossen. Der Leitindex Dax gewann 0,22 Prozent auf 6.147,97 Punkte.

          Auf Wochensicht verbuchte das Börsenbarometer ein Minus von 0,30 Prozent. Der MDax verlor 0,46 Prozent auf 8.366,58 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,87 Prozent auf 764,89 Punkte nach unten.

          Optimitische Marktteilnehmer suchen die positiven Nachrichten

          Der Dax hatte wegen eines leicht abgeschwächten Wirtschaftswachstums in den Vereinigten Staaten seine im Tagesverlauf verbuchten Verluste zunächst etwas ausgeweitet. „Das besser als erwartet ausgefallene amerikanische Konsumklima und die positive Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago sorgten dann aber für Entspannung am Markt“, sagte Händler Stefan de Schutter von der Alpha Wertpapierhandels GmbH. Anleger hätten die Daten zum Anlass genommen, um sich vor dem Wochenende noch einmal einzudecken.

          Von den Dax-Konzernen legte am Freitag lediglich HeidelbergCement Quartalszahlen vor. Der Bericht wurde von Händlern als „gemischt“ bewertet. „Umsatz und operatives Ergebnis überzeugten, doch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und das Nachsteuerergebnis enttäuschten“, urteilte einer von ihnen. Die Aktie des Baustoffe- Herstellers war mit minus 3,39 Prozent auf 38,645 Euro schwächster Dax-Wert. Die am Vortag noch sehr schwachen Papiere der Lufthansa erholten sich indes wieder und verteuerten sich um 2,09 Prozent auf 12,475 Euro.

          Aktien von EADS sind momentan gefragt

          Im MDax waren die Aktien von EADS mit plus 2,99 Prozent auf 18,070 Euro zweitstärkster Wert. Der Flugzeug- und Rüstungskonzern bekräftigte nach einem Auftragsboom im ersten Halbjahr seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr. Ein Analyst lobte den Auftragsbestand des Konzerns, der für deutliches Aufwärtspotential sorge.

          Beim Anlagenbauer Gea verwiesen Börsianer zur Begründung der Kursverluste von 2,93 Prozent vor allem auf Enttäuschungen auf der Ergebnisseite im zweiten Quartal. Im TecDax knüpften die Titel der Software AG mit minus 3,84 Prozent an ihre deutlichen Vortagesverluste an. Händlern zufolge gerieten die Aktien im Zuge zahlreicher Abstufungen und Zielsenkungen durch Analysten weiter unter Druck.

          Die Börsen Europas schließen leichter

          Angesichts gemischt ausgefallener amerikanischer Konjunkturdaten haben die europäischen Aktienmärkte am Freitag im Minus geschlossen. Die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten verlor im zweiten Quartal an Schwung. Andererseits aber verbesserte sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago im Juli überraschend. Zudem trübte sich in den Vereinigten Staaten das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima in diesem Monat nicht so stark ein wie zuvor berechnet.

          Der EuroStoxx 50 sank um 0,39 Prozent auf 2.742,14 Punkte, nachdem er bereits in den vergangenen zwei Tagen Verluste verbucht hatte. Auf Wochensicht bedeutete dies aber immer noch ein Plus von 0,85 Prozent. In Paris sank der CAC-40-Index an diesem Freitag um 0,24 Prozent auf 3.643,14 Punkte und in London gab der FTSE 100 um 1,05 Prozent auf 5.258,02 Punkte nach.

          Für Gesprächsstoff in den Handelsräumen sorgten vor allem französische Aktien. An der Spitze des EuroStoxx zum Beispiel notierten Schneider-Electric-Papiere mit 2,43 Prozent im Plus bei 88,50 Euro. Der Elektronikkonzern hatte den Gewinn im ersten Halbjahr mehr als verdoppelt. Der klare Favorit im französischen Leitindex waren mit einem Aufschlag von 11,07 Prozent auf 2,297 Euro die Titel von Alcatel-Lucent, obwohl der Netzwerkausrüster auch im zweiten Quartal nicht aus den roten Zahlen gekommen war. Börsianer bezeichneten die Zahlen dennoch insgesamt als besser als erwartet. Zudem lobten sie, dass der Ausblick auf das restliche Jahr ermutigend sei.

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