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Marktbericht am Mittag : Dax-Flirt mit 4.000 Punkten gescheitert

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Nachdem der Dax am Mittwoch die 4.000-Punkte-Marke erreicht hatte, liegt er am Donnerstag wieder deutlich darunter. Hohe Ölpreise und schwache Vorgaben hinterlassen Spuren.

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          Nach einem schwachen Start liegt der Dax am Donnerstagmittag deutlich im negativen Territorium. Das Börsenbarometer fällt um ein Prozent auf 3.937 Punkte. Damit sei der Index unter die 200-Tage-Linie bei 3.943 Zählern gefallen. Die Stimmung sei gedrückt, heißt es mit Blick auf den erneut gestiegenen Ölpreis.

          Man warte nun auf neue Daten aus Amerika, bevor man sich neu positioniere. Neben den wichtigen amerikanischen Lagerbestandsdaten zum Öl stehen am Nachmittag weitere Konjunkturindikatoren auf der Agenda, unter anderem die Import- und Exportpreise sowie das Handelsbilanzdefizit für August.

          Blick auf das amerikanische Leistungsbilanz

          Analysten erwarten, daß sich das Defizit erneut ausgeweitet hat. Die amerikanische Notenbank habe die Marktakteure in Sachen strukturelles Außenhandelsdefizit sensibilisiert, geben Analysten zu bedenken. Eine sehr deutliche Ausweitung der amerikanischen Schulden könne daher die Kurse weiter drücken. Mit Spannung werde aber auch auf die Quartalszahlen von Nokia am Mittag gewartet.

          Größter Verlierer sind nach wie vor HypoVereinsbank. Die Aktien fallen um 2,8 Prozent auf 15,47 Euro. Der Markt richte sich auf schwache Quartalszahlen ein, heißt es aus dem Handel. Teilnehmer verweisen auf Unternehmensaussagen, daß das dritte Quartal sehr schwierig gewesen sei. Die Investmentbank J.P. Morgan senkt die Gewinnprognose 2004 für die HypoVereinsbank auf 0,55 von 0,63 Euro je Aktie.

          Korrektur bei Rohstoffpreisen lastet auf Chemiewerten

          Unter Druck stehen auch BASF. Im Handel heißt es, auch die Chemietitel gerieten in den Sog der Korrektur bei den Rohstoffpreisen. Grund für den Rückschlag seien die Szenarien, das Wachstum in China werde sich abschwächen. Das belaste zum einen rohstoffabhängige Aktien und zum anderen Werte mit starkem China-Exposure wie BASF oder auch Siemens. Eine erste starke Unterstützungszone wird für BASF zwischen 46 und 45 Euro gesehen. BASF fallen um 1,5 Prozent auf 46,49 Euro.

          KarstadtQuelle bauen ihre Gewinne aus. Die Aktien steigen um 2 Prozent auf 12,39 Euro. Offenbar zeichne sich in der Essener Konzernzentrale eine Lösung für den Sanierungsplan ab, heißt es. Arbeitnehmer und Vorstand seien nun “sehr nahe beieinander“, so die jüngste Aussage des Konzernsprechers. Gleichwohl wolle man noch nicht von einem Durchbruch sprechen. Mit einem möglichen abschließenden Ergebnis sei gegen 13.00 Uhr zu rechnen. Im TecDax fallen Dialog Semiconductor um 6,5 Prozent auf 2,60 Euro. Händler berichten von einer größeren Verkaufsoder im Markt. Fundamentale Neuigkeiten gebe es keine.

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