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Marktbericht am Mittag : Dax & Co. zeigen sich freundlich

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Bild: F.A.Z.

Vor Bekanntgabe neuer amerikanischer Konjunkturdaten zeigt sich der deutsche Aktienmarkt freundlich. Der Euro legt zum Dollar zu und zieht Gold mikt nach oben.

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          Die deutschen Aktienmärkte haben am Donnerstag gestützt von Kursgewinnen der Versicherer und einem etwas rückläufigen Ölpreis leichte Aufschläge verbucht.

          Der Deutsche Aktienindex (Dax) überwand im dritten Anlauf in dieser Woche die psychologisch wichtige Marke von 3.900 Punkten und notiert gegen 13 Uhr gut ein Prozent höher bei 3.910 Stellen. „Das ist ein positives Zeichen, daß der Dax diese Marke endlich genommen hat", sagte ein Händler. Angesichts der seit Wochen dünnen Börsenumsätze stehe der Aufschwung jedoch auf tönernen Füßen. Bis zum Mittag wurden lediglich 27 Millionen Dax-Aktien gehandelt. Dies entspricht 26 Prozent des jüngsten Tagesdurchschnitts. Der MDax legt um 0,4 Prozent auf 4.829 Zähler zu, der TecDax steigt ebenfalls um 0,4 Prozent auf 561 Punkte.

          Der Rentenmarkt sieht weitgehend stabile Kurse. Der wegweisende Terminkontrakt Bund-Future notiert unverändert bei 113,37 Prozent. Der Euro legt gegenüber dem Dollar zu und verbessert sich um 0,45 Prozent auf 1,2157 Dollar. Gold marschiert um Gleichschritt vorwärts und verbessert sich je Unze auf 391,15 Dollar.

          Chemiewerte profitieren von rückläufigem Ölpreis

          Die Terminkontrakte auf die amerikanischne Aktienindizes deuteten am Mittag auf eine kaum veränderte Eröffnung am weltgrößten Kapitalmarkt hin. Am Nachmittag werden die jüngsten Daten zu Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe erwartet, wovon sich Börsianer Aufschluß über Zustand des amerikanischenArbeitsmarktes erhoffen. Erwartet wird ein leichter Rückgang auf 335.000 von 345.000 im Wochenvergleich. Der Arbeitsmarkt konnte zuletzt nicht mit der Erholung der Gesamtkonjunktur mithalten und gilt als möglicher Schwachpunkt der amerikanischen Wirtschaft.

          Die Aktien der Chemie- und Pharmakonzerne Bayer und BASF reagieren mit einem Aufschlag von 2,2 Prozent und 1,7 Prozent auf einen leicht rückläufigen Ölpreis. Der Preis für ein Barrel (Faß zu 159 Litern) der Nordseeölsorte Brent fiel am Morgen um 0,13 Dollar auf 36,95 Dollar. Durch einen fallenden Preis für den Rohstoff etwa für Kunststoffe verbilligt sich die Produktion in der Chemiebranche. Börsianer verwiesen darauf, daß mit dem Ölpreisrückgang zunächst die Furcht vor weiteren Preisrekorden gedämpft werde.

          Versicherungswerte gefragt

          Versicherungswerte verteuern sich in Hoffnung auf einen Boom bei Kapitallebensversicherungen in diesem Jahr, die ab 2005 voraussichtlich nur noch eingeschränkt steuerbegünstigt sein werden. Im Vermittlungsausschuß von Bundestag und Bundesrat war am Vortag beschlossen worden, die Steuerbefreiung für die Erträge aus Kapitallebensversicherung ab dem kommenden Jahr wegfallen zu lassen. Allerdings sollen Erträge aus langlaufenden Verträgen, die erst nach dem 60. Lebensjahr des Versicherten ausgezahlt werden, nur zur Hälfte besteuert werden. Die Titel der besonders stark im Vertrieb von Kapitallebensversicherungen engagierten AMB Generali gehören mit einem Aufschlag von zwei Prozent auf 59,55 Euro zu den größten Kursgewinnern im Mittelwerteindex MDax an, in dem sich auch Fresenius Vorzüge, Depfa und Krones stark zeigen. Allianz verteuern sich um 1,3Prozent. Die Aktien der Münchener Rück holen ihren Dividendenabschlag von 1,25 Euro fast auf und notieren mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 84,30 Euro.

          Die Aktien der Deutschen Börse legen 1,66 Prozent auf 43,47 Euro zu, nachdem der europäische Konkurrent Euronext einen deutlichen Gewinnsprung im ersten Quartal ausgewiesen hatte.
          Zu den wenigen Kursverlierern im Dax gehörten die Aktien des Handelskonzerns Metro mit einem Abschlag von 0,3 Prozent. Die Titel notierten damit nur knapp unterhalb des am Morgen markierten Jahreshochs von 39,80 Euro. „Die Aktie tut sich schwer, den charttechnischen Widerstand bei rund 40 Euro zu überwinden", sagte ein Händler.

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