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Marktbericht am Mittag : Dax & Co. geben Vortagesgewinne fast wieder ab

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Schlechte Vorgaben von der Wall Street und auf hohem Niveau pendelnde Ölpreise verderben dem Aktienmarkt zur Wochenmitte die Laune. Dax & Co. geben ihre Vortagesgewinne fast wieder ab. Anleihen, der Euro und Gold legen zu.

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          Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Mittwoch auf deutlich ermäßigtem Niveau seitwärts. Gegen 11.50 Uhr steht der Dax 1,25 Prozent oder 49 Punkte tiefer bei 3.915. Der MDax gibt 0,2 Prozent auf 5.048 Zähler ab, der TecDax verliert 1,2 Prozent auf gut 497 Punkte. Die Kurse bröckeln auf breiter Front belastet von schwachen Vorgaben von Wall Street und den asiatischen Börsen sowie dem auf hohem Niveau pendelnden Ölpreis, zumal Händler keine anhaltende Erholung erwarten. Motorola trübt mit einem verhaltenen Ausblick nach Aussage von Händlern das Sentiment für die Technologiebranche ein.

          Von der Schwäche am Aktienmarkt profitieren Anleihen. Der für den deutschen Markt wegweisende Terminkontrakt Bund-Future, der auf eine zehnjährige Bundesanleihe läuft, verteuert sich um 0,15 Prozent auf 116,70 Prozent. Der Euro setzt seinen Aufwärtstrend gegenüber dem Dollar fort und steigt um 0,54 Prozent auf 1,2581 Dollar. Er zieht den Goldpreis mit nach oben: Die Unze des Edelmetalls verteuert sich um 0,5 Prozent auf 421,90 Dollar. Gold wird für ihn Euro oder Pfund rechnende Anleger günstiger, wenn der Dollar fällt.

          Stahl-Werte unter Druck

          Siemens verlieren zwei Prozent auf 58,49 Euro, nachdem Lehman Brothers die Aktie gleich um zwei Stufen auf „Untergewichten“ von zuvor „Übergewichten“ gesenkt hat. Den Analysten zufolge dürfte das Risiko negativer Nachrichten von Siemens in den kommenden sechs Monaten steigen. SAP geben 1,5 Prozent auf 129,98 Euro ab. Zu den Verlierern zählen auch Allianz und Münchener Rück. Allianz büßen 1,5 Prozent auf 80,14 Euro ein und Münchener Rück 0,9 Prozent auf 43,17 Euro. Der New Yorker Staatsanwalt Eliot Spitzer hat die Ermittlungen gegen die Versicherungsbranche in Amerika ausgeweitet, was auch hier die Stimmung für die Branche in Mitleidenschaft zieht.

          VW verlieren 1,9 Prozent auf 34,73 Euro. Die IG Metall hat mitgeteilt, daß in der Tarifauseinandersetzung bis Oktober eine Lösung gefunden sein soll und droht andernfalls mit Warnstreiks. Schlechte Vorgaben der amerikanischen und asiatischen Stahlhersteller nach einer Sektorabstufung ziehen ThyssenKrupp nach unten, die Aktie gibt 3,8 Prozent auf 15,09 Euro ab. Im MDax fallen Salzgitter Stahl um 4,9 Prozent auf 12,73 Euro. Der japanische Sektorindex Stahl verlor am Mittwoch 3,4 Prozent, der S&P-Sektorindex gab am Vortag um mehr als sieben Prozent nach.

          KarstadtQuelle setzen steile Talfahrt fort

          KarstadtQuelle brechen immer weiter ein, sie verlieren 7,8 Prozent auf 8,79 Euro. Die Aktie werde in der Erwartung weiter fallender Kurse „leer“ verkauft, heißt es. Im TecDax drehen Dialog Semiconductor nach anfänglichen Aufschlägen ins Minus, sie fallen um 1,5 Prozent auf 2,63 Euro. Der Hersteller von Handy-Chips hat zwar nach Aussage von Stephan Wittwer von der Landesbank Baden-Württemberg gute Quartalszahlen vorgelegt. Anschließend hat jedoch der Finanzchef des Unternehmens das Umsatzziel für 2004 in Frage gestellt.

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