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Früherer EZB-Präsident : Mario Draghi lässt Italiens Bankaktienkurse steigen

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Mario Draghi war lange Präsident der EZB. Bild: EPA

Allein schon der Name des früheren EZB-Präsidenten scheint die Börse zu freuen: Er wird mit niedrigen Renditen in Verbindung gebracht.

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          Die Hoffnung auf ein Ende der Regierungskrise in Italien durch den früheren EZB-Chef Mario Draghi lässt Anleger zugreifen. In Mailand zog der FTSE MIB Index zwei Prozent an. Gefragt waren vor allem Bank-Titel. Die Aktien der italienischen Institute Unicredit, Banco BPM und Intesa kletterten zwischen 4,1 und 5,1 Prozent. Zugleich sanken Italiens Kreditkosten. Die Rendite zehnjähriger italienischer Anleihen fiel um acht Basispunkte auf 0,58 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit fast zwei Wochen.

          „Wir sehen, dass die sprunghafte Rally bei italienischen Anleihen zu einem großen Teil dem Namen des ehemaligen EZB-Präsidenten geschuldet ist, der mit niedrigeren Renditen in Verbindung gebracht wird“, sagte ING-Stratege Antoine Bouvet.

          Italiens Präsident Sergio Mattarella bestellte Draghi für Mittwochmittag zu Gesprächen ein. Marktteilnehmer erwarteten, dass Mattarella Draghi bitten werde, eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden. Auch wenn es von Draghi zunächst keine Reaktion gab, werteten Anleger die Aussicht, dass er das Ruder übernehmen könnte, positiv.

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