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Margin-Calls : Wenn Anleger Sicherheiten von 750.000 Euro stellen müssen

Als Stillhalter der Put-Option ist der Kunde das Risiko eingegangen, zum En­de der Laufzeit Adidas-Aktien zu einem festgelegten Preis kaufen und liefern zu müssen. Bild: Reuters

Für ein Depot, das 200.000 Euro wert ist, verlangt der Onlinebroker Flatex-Degiro plötzlich ein Vielfaches an Sicherheit. Wie kann das sein?

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          In den USA weiß fast jeder Anleger, was ein „Margin Call“ ist. Für die deutschen Zuschauer des Filmdramas aus dem Jahr 2011, das den Untergang der Investmentbank Lehman Brothers behandelt, musste dagegen offenbar diesem Filmtitel noch reißerisch „Der große Crash“ vorangestellt werden. Tatsächlich gehören Margins für Op­tionskäufer und -verkäufer, wenn sie sich als Stillhalter zur Abnahme von Aktien zu bestimmten Preisen in der Zukunft verpflichten, zum Geschäft.

          Hanno Mußler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          In Deutschland etwa verlangt die Terminbörse Eurex von den Depotbanken eine Margin. Dahinter verbirgt sich eine Reserve oder Sicherheitsleistung, mit der sich die Börse für den Fall absichert, dass der Kauf der Aktien insbesondere nach starken Preisbewegungen durch den Stillhalter nicht erbracht wird. Diese Margin der Eurex geben Onlinebroker wie Consors oder Comdirect (Onvista) in der Regel mit einem kleinen Aufschlag zum Faktor 1,3 bis 1,5 Prozent an ihre Privatkunden weiter. Nicht so Flatex-Degiro.

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