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Chefwechsel : Eine Chance für die Commerzbank

Das Firmenlogo auf der Commerzbank-Zentrale in Frankfurt Bild: dpa

Die Berufung von Manfred Knof an die Spitze der Commerzbank ist mit erheblichen Risiken verbunden. Knof hat aber die Chance, die Kosten drastisch zu reduzieren und das Institut auf mittlere Sicht zu fusionieren. Das wäre ein Ende ohne Schrecken.

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          „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, heißt es in einem bekannten Gedicht Hermann Hesses, das die Lebensbahn eines Menschen als eine notwendige Abfolge von Etappen betrachtet, die jeweils mit einem Neubeginn verbunden sind. Hesses Botschaft, einen Neubeginn vor allem als Chance zu begreifen, der die Lebensgeister weckt, scheint nicht leicht auf die Commerzbank übertragbar, die vor einer schmerzhaften Sanierung steht, in der mutmaßlich eine fünfstellige Zahl von Arbeitsplätzen wegfallen wird.

          Wer vor einem halben Jahr vorausgesagt hätte, die Commerzbank würde künftig im Aufsichtsratsvorsitz von einem Landesbanker beaufsichtigt und im Vorstandsvorsitz von einem langjährigen Versicherungsmanager geführt, wäre vermutlich mitleidig belächelt worden. Die von dem seit Anfang August amtierenden Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Jörg Vetter herbeigeführte Berufung Manfred Knofs zum Vorstandschef sendet zwei drastische Botschaften in das tief verunsicherte Haus. Erstens: Wir trauen die notwendige Sanierung keinem der aktuellen Vorstände zu, wohl aber einem Mann, der zwar viele Jahre führende Positionen in der Allianz wahrgenommen hatte, aber nur über 14 Monate Erfahrung im Management einer Bank verfügt – und dort auch nur auf der zweiten Ebene unter dem Konzernvorstand. 

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