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Manager-Haftpflicht : Notbremse auf freier Strecke

  • -Aktualisiert am

Neue Risiken: Der VW-Dieselskandal und weitere Affären setzen D&O-Versicherer unter Druck. Bild: Getty

In kaum einer Sparte steigen die Prämien so rasant wie in der Managerhaftpflicht. D&O-Versicherer stehen unter Druck. Makler und Unternehmen beklagen den plötzlichen Rückzug der Branche.

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          Manager in Handschellen, Berge von Prozessakten und Schlagzeilen, die über Monate die Nachrichten bestimmen – all das war schien vor einigen Jahrzehnten kaum vorstellbar. Doch die Verantwortungskultur in deutschen Vorständen hat sich gewandelt. Korruptionsfälle wie bei Siemens, der Manipulationsskandal von Volkswagen oder die mutmaßlichen Betrügereien bei Wirecard haben ein neues Bild erzeugt: Vorstände auf der Anklagebank oder gar auf der Flucht. Rechtskosten für solche Fälle sind erheblich. Für Versicherer, die Manager gegen Haftpflichtrisiken absichern, wurde der Vertrieb einfacher. Aber nun wachsen ihnen die Kosten über den Kopf.

          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Wenn es um die D&O-Versicherung ihrer Unternehmen geht, werden Versicherungseinkäufer der deutschen Wirtschaft aktuell bemerkenswert still. Niemand will sich in die Karten schauen lassen. Zu hart sind die Verhandlungen mit den Versicherern über Vertragsverlängerungen. „Meine höchste Steigerung waren 1500 Prozent“, sagt Michael Hendricks, der diese Form der Policen auf dem deutschen Markt zu etablieren geholfen hat. D&O steht für „Directors and Officers Liabilities (D&O)“, also Managerhaftpflicht-Versicherungen.

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