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Höhere Bauzinsen : Magere Zinswende

Eine Wohnung zu finanzieren wird teurer. Bild: dpa

Die Zinsen am Kapitalmarkt bewegen sich. Wohnungskäufer spüren das etwas. Sparer aber sollten sich keine Hoffnung machen.

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          Mit der Aussicht auf eine Erholung der Weltwirtschaft nach der Pandemie haben sich die Zinsen bewegt. Die Renditen der Staatsanleihen, gleichsam die Zinsen für die Schulden der Staaten am Kapitalmarkt, sind gestiegen. Das hatte Auswirkungen auch auf die Verbraucherzinsen. Sie sind nicht besonders stark, aber für Verbraucher eher ungünstig.

          Zinsen, die sie zahlen müssen wie die Bauzinsen, steigen leicht. Zinsen, die sie bekommen, verharren dagegen auf einem extrem niedrigen Niveau oder sinken. Das ist aus Verbrauchersicht unerfreulich. Manch einen wird die Entwicklung aber vielleicht nicht mehr erschüttern, weil er ohnehin keine Zinsen mehr auf das Ersparte erwartet.

          Umso beunruhigender dürfte für viele sein, dass die Zahl der Banken, die Negativzinsen verlangen, weiter steigt und die Freibeträge sinken. Zudem entwickeln Banken erstaunliche Drohkulissen für den Fall, dass jemand eine Vereinbarung über Negativzinsen nicht unterschreibt. Besserung ist kaum in Sicht: Eine Zinswende von Seiten der EZB jedenfalls wird es so schnell nicht geben. Bevor die Notenbank die Leitzinsen anheben will, müssen erst mal ihre Anleihekäufe auslaufen. Und deren Tempo wurde gerade erst erhöht.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

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