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Lohnt die Anlage in Gold? : Schwieriger Inflationsschutz

Barren über Barren: So richtig erfolgreich als Inflationsschutz war Gold zuletzt nicht. Bild: REUTERS

Bald dürfte die erste zweistellige Inflationsrate für Deutschland verkündet werden. Gegen eine solche Teuerung ist für Anleger kaum noch ein Kraut gewachsen.

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          In den vergangenen Wochen war viel davon die Rede, wen die Inflation am meisten trifft. Wenn jetzt bald die erste zweistellige Inflationsrate für Deutschland verkündet wird, wird das noch einmal an Fahrt aufnehmen.

          Zu Recht wird darauf hingewiesen, dass steigende Preise für Nahrungsmittel und Energie die armen Menschen besonders hart treffen. Erstens wissen sie ohnehin oft kaum, wie sie mit ihrem Geld auskommen sollen, und können sich schwerer einschränken. Und zweitens geben sie relativ einen höheren Anteil ihres Einkommens für eben jene Produkte des täglichen Bedarfs aus, die jetzt besonders im Preis steigen.

          Allerdings: Unterschätzt werden sollte auch der Effekt einer Inflation von zehn Prozent auf die Vermögen nicht. Gold konnte vor dieser Entwertung zuletzt kaum schützen, auch sonst ist der Kreis der Geldanlagen, die eine solche Inflation ausgleichen können, äußerst rar. Wenn die Inflation länger so hoch bleiben sollte, schmilzt zumindest der Wert von Nominalvermögen wie Geld auf dem Girokonto wie Eis in der Sonne.

          Dieser Effekt trifft die ganz Armen mangels Vermögen nicht, und auch die ganz Reichen, die ein gutes Family Office haben, sind möglicherweise weniger stark betroffen. Profiteure der Inflation hingegen sind alle mit Schulden, die durch die Inflation entwertet werden; das können sehr arme Menschen sein, die hoch verschuldet sind, aber auch eigentlich wohlhabende, die ihre Immobilien hoch belastet haben.

          Völlig unberührt jedenfalls lässt die Inflation kaum jemanden.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

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